Goldland Österreich: So denken Österreicher über das Edelmetall

Die Meinungsforscher vom Karmasin Institut haben 2.000 Österreicher nach ihrer Einstellung zu Gold gefragt. Lesen Sie, wie sich das Edelmetall in der Beliebtheit im Vergleich zu Immobilien und Sparbuch hält und welches Bevölkerung als einziges noch mehr Gold besitzt als die Österreicher.

Goldland Österreich: So denken Österreicher über das Edelmetall

Meinungsforscherin Sophie Karmasin und philoro-Geschäftsführer Christian Brenner bei der Präsentation der Goldstudie.

Die Österreicher lieben Gold. Europaweit liegt Österreich beim privaten Goldbesitz im Spitzenfeld. Rund ein Viertel aller Österreicher hat schon einmal in einen Barren oder eine Münze aus Gold investiert. Im Schnitt werden 13 Prozent des Ersparten in Gold angelegt. Pro Person sind das bei den Befragten rund 13.300 Euro. Das ergab eine Umfrage des Instituts Karmasin Research & Identity im August 2020 unter 2.000 Österreichern.

Goldland Österreich – knapp hinter der Schweiz
„Das deckt sich mit unseren bisherigen Erfahrungen“, erklärt Christian Brenner, Geschäftsführer der philoro Edelmetall, dem führenden privaten Gold- und Edelmetallhändler im deutschsprachigen Raum. „Österreich kann klar als ‚Goldland‘ klassifiziert werden. Nur die Schweiz liegt mit einem privaten Goldbesitz von 920 Tonnen und einem durchschnittlichen pro-Kopf Goldbesitz von 599 Gramm vor Österreich.

Österreicher besitzen rund 650 Tonnen Gold
Hochgerechnet ergibt das einen privaten Goldbesitz in Österreich in der Größenordnung von 561 Tonnen (Anlagemünzen und Barren). Das ist rund doppelt so viel wie die von der Nationalbank gehaltenen österreichischen Goldreserven von 280 Tonnen, und auch höher als die Goldreserven der EZB (505 Tonnen). Zum Vergleich: 561 Tonnen entsprechen dem Gewicht eines vollgetankten Airbus 380-800. Auf ganz Österreich gerechnet (Einwohner über 18 Jahre) ergibt dies einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Goldbesitz von 468 Gramm. Der Wert des privaten Goldbesitzes beläuft sich auf rund 30,5 Milliarden Euro (Goldkurs vom 11.8.2020) – dies entspricht dem doppelten veranschlagten Haushaltsbudget der Stadt Wien für das Jahr 2020 (16,3 Milliarden Euro).

Gold: Sicherer und wertbeständiger als Immos eingestuft
Die Gründe Gold zu besitzen sind vielfältig. Gold wird von allen Befragten eindeutig als sicherste (51%), wertbeständigste (54%) und krisenresistenteste (35%) Anlageform eingestuft. jeweils deutlich vor Immobilien (sicher: 41%, wertbeständig: 51%, krisenresistent: 27%. Im Vergleich dazu schätzen 30 Prozent der Befragten Aktien als Renditenbringer, erhalten aber in Bezug auf Sicherheit (3%) und Krisenresistenz (3%) schlechte Noten. Ebenfalls als sicher werden Sparkonten (41%), Sparbuch (40%) und Lebens- bzw. Pensionsversicherungen (29%) eingestuft. allerdings mit deutlich geringerer Wertbeständigkeit und Krisenresistenz.

Gold und Immobilien am beliebtesten
Besonders in Krisenzeiten ist Gold aufgrund der Eigenschaften, die im zugeschrieben werden, beliebt. So gaben 44 Prozent der Befragten an, sie würden derzeit in Gold investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag zur Verfügung hätten. Lediglich Immobilien liegen mit 49 Prozent vor Gold. 24 Prozent würden es auf das Sparbuch legen, 22 in Fonds und Anleihen. In Aktien würden 19 Prozent ihr Geld veranlagen.

Wunsch nach krisenfesten Werten wird länger andauern
„Wir sehen einen gesellschaftlichen Trend: Sicherheit und Wertbeständigkeit haben in diesem schwierigen Jahr 2020 in allen Lebensbereichen an Bedeutung gewonnen. Das hat auch das Anlageverhalten signifikant beeinflusst“, erklärt Studienautorin Sophie Karmasin von Karmasin Research & Identity. „Reale Werte wie Gold erfüllen den Wunsch der Menschen nach Stabilität und Berechenbarkeit besonders gut.“ Schon seit jeher hat sich Gold in Krisenzeiten als sicherer Hafen erwiesen und hat die Nachfrage steigen lassen. „Die Trends weisen darauf hin, dass dieser Wunsch nach sicheren und krisenfesten Werten noch länger präsent sein wird“, so die Meinungsforscherin.

Männer und jüngere Anleger besonders an Goldkauf interessiert
So gelten Krisensicherheit (61%), sichere Anlageform (49%), leichte Umwandelbarkeit von Gold in Bargeld (40%), Gold als ein Sachwert zum Angreifen (40%) und der Schutz gegen Währungsrisiken (38%) als die wichtigsten Argumente für ein Investment in Gold. 16% der Befragten haben angegeben, dass sie in den nächsten zwölf Monaten wahrscheinlich in Gold investieren werden. Vor allem Männer (22%) und jüngere Personen zwischen 18 und 29 Jahren (21%) sind laut der Karmasin-Studie überdurchschnittlich daran interessiert, in Gold zu investieren.

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