3 Mythen und Fakten zum Thema Gold

Faktencheck: Kommt Gold wirklich aus dem Weltall? Wie selten ist das begehrte Edelmetall, und was haben indische Hochzeiten mit dem Goldpreis zu tun?

3 Mythen und Fakten zum Thema Gold

Um das Thema Gold ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Seit Jahrtausenden fasziniert das unverkennbar gelblich glänzende Edelmetall die Menschen und bietet auch heute noch Stoff für Anekdoten, die nicht immer nur in der Realität verwurzelt sind. Wir haben uns drei gängige Mythen genauer angesehen und verraten, wie viel Wahrheit wirklich in ihnen steckt.

Mythos #1: Die indische Hochzeitssaison und der Goldpreis

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die Hochzeitssaison in Indien den Goldpreis maßgeblich beeinflussen soll. Der angebliche Grund: Da zur Eheschließung in dem einwohnerreichen Land traditionellerweise Gold verschenkt wird, treibe die gesteigerte Nachfrage den Preis in der entsprechenden Jahreszeit deutlich nach oben. Tatsächlich sind Goldgeschenke zur Hochzeit in Indien weit verbreitet - die Preisgestaltung des begehrten Edelmetalls erfolgt allerdings am Terminmarkt, auf den dieser Brauch keinen spürbaren Einfluss hat. „Außerdem decken sich indische Händler nicht erst in der Hochzeitssaison ein, sondern dann, wenn der Goldpreis günstig ist“, erklärt Mag. (FH) Rudolf Brenner, Gründer und CEO von philoro EDELMETALLE GmbH. „Diese Geschichte ist daher leider nur ein Mythos.“

Mythos #2: Das Edelmetall aus dem All

Gold kommt aus dem Weltraum? Das klingt vielleicht unvorstellbar, ist aber wahr: Der begehrte Rohstoff hat seinen Ursprung im All und entstand lange Zeit vor unserem Sonnensystem und damit auch vor unserem Planeten, auf dem es heute zu finden ist. Lange Zeit waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass Gold bei Supernova-Explosionen gebildet wird. Erst vor einigen Jahren wurde nachgewiesen, dass schwere Elemente – unter anderem Gold – (auch) bei der Kollision von Neutronensternen entstehen und ins All geschleudert werden.

Mythos #3: Extremer Seltenheitswert

Häufig wird davon ausgegangen, dass Gold auf der Erde extrem selten sei. Dank zahlreicher Meteoriteneinschläge (siehe Mythos/Fakt #2) in der Vergangenheit befindet sich aber weit mehr Gold in der Erdkruste als gemeinhin angenommen: Etwa 30 Milliarden Tonnen sollen es Schätzungen zufolge sein. Die Konzentration beträgt im Durchschnitt allerdings nur ein Millionstel Prozent, weshalb der Abbau sich zumeist nicht lohnt: 1.000 Tonnen Gestein enthalten durchschnittlich 4 Gramm Gold, sogar in Meerwasser finden sich etwa 40 mg des begehrten Edelmetalls pro Kubikmeter. Insgesamt wurden bis 2018 weltweit rund 200.000 Tonnen Gold mit einem Volumen von 8.000 Kubikmetern gefördert, was zusammengelegt einem riesigen Würfel mit einer Kantenlänge von etwa 21 Metern entspräche. Jährlich kommen durchschnittlich 2.500 Tonnen dazu. Die Goldnachfrage wird aber nicht nur durch den Neuabbau, sondern auch durch recyceltes Altgold gedeckt.

Gold: Zahlen & Fakten auf einen Blick

Wie wird die Goldnachfrage durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst? Wie hat sich der Goldpreis in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt, und wie lässt sich die langfristige Wertbeständigkeit des Edelmetalls anhand historischer Beispiele veranschaulichen? Unsere Infografik liefert alle Antworten auf einen Blick.


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