Gewinnwarnung bei Kapsch: RCB revidiert Kursziel

Nach der Gewinnwarnung des Maut-Anbieters Kapsch TrafficCom haben die Analysten der Raiffeisen Centromabk (RCB) das Kursziel für die Aktie deutlich nach unten revidiert.

Probleme in den USA drücken den Gewinn der Kapsch TrafficCom

Probleme in den USA drücken den Gewinn der Kapsch TrafficCom

Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom (ISIN AT000KAPSCH9) hat seinen Ausblick für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (per 31.3.) gesenkt. Statt dem angepeilten Gewinn von rund 60 Millionen - um fünf Prozent mehr als 2018 - rechnet das Unternehmen jetzt nur noch mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von rund 35 Millionen Euro plus/minus zehn Prozent.

Der Grund für den revidierten Ausblick sind die vorläufigen Halbjahreszahlen: Demnach dürfte das EBIT in der ersten Hälfte der Periode 2019/20, also von April bis September, nur rund acht Millionen Euro betragen haben. Eigentlich hätte das EBIT aber bereinigt um Einmaleffekte insbesondere im Zusammenhang mit der Beendigung der Pkw-Maut-Projekte in Deutschland rund 14 Millionen Euro betragen sollen (nach 17,8 Millionen Euro ein Jahr davor). Der Umsatz im Halbjahr werde voraussichtlich 358 Millionen Euro erreichen und damit über dem Vorjahreswert (335,8 Millionen Euro) liegen.

Im Gegensatz dazu bestätigte das Unternehmen das Umsatzziel: Der Wert des Vorjahres (737,8 Millionen Euro) soll um mindestens fünf Prozent übertroffen werden. Die endgültigen Halbjahresergebnisse 2019/20 will Kapsch TrafficCom wie geplant am 20. November veröffentlichen.

Kursziel korrigiert

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben aufgrund der veröffentlichten Gewinnwarnung das Kursziel für die Aktie des Mautsystemausrüsters von 38 auf 30 Euro nach unten geschraubt. Das Anlagevotum "Hold" ließ der RCB-Experte Christian Bader unverändert.

Die Gewinnwarnung für das Zweitquartal und dem gesamten Geschäftsjahr 2019/20 sprach der heimische Konzern hauptsächlich aufgrund der Probleme im US-Markt aus. Die führten zu einer Kürzung der RCB-Ertragsprognosen um 22 bis 42 Prozent. Das "Hold"-Votum wird beibehalten, weil Bader "nahezu alle Negativschlagzeilen im Aktienkurs eingepreist" sieht, der heuer bereits stark nachgegeben hatte.

Derzeit habe das Management kein Nachfrageproblem, erklärte der Analyst der RCB. Hauptsächlich sehe er Probleme bei den Rentabilität - ein Problem, das Kapsch bereits in den vergangenen Jahre lösen konnte.

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