Geldregen für Aktionäre: Bei diesen Dax-Konzernen sind die Dividenden gestiegen

Geldregen für Aktionäre: Bei diesen Dax-Konzernen sind die Dividenden gestiegen

Die Dax-Konzerne öffnen den Geldhahn: 15 Schwergewichte zahlen ihren Aktionären so viel wie nie zuvor, insgesamt werden 6 Prozent mehr ausgezahlt als im Vorjahr. Ein Überblick über die Gewinner und Verlierer.

Viele Aktionäre von DAX-Konzernen können sich in diesem Jahr auf eine Rekorddividende freuen. 15 Börsenschwergewichte zahlen ihren Anteilseignern nach guten Ergebnissen des Jahres 2015 so viel Geld wie nie zuvor, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens EY hervorgeht.

Insgesamt schütten die 29 DAX-Unternehmen, die bisher dazu Angaben gemacht haben, 29,2 Mrd. Euro aus - das sind 6 Prozent mehr als im Vorjahr, 24 Konzerne erhöhen die Dividende.

VW-Aktionäre schauen ins Leere

Noch nicht veröffentlicht sind die Volkswagen-Daten. Die Aktionäre des Autobauers müssen angesichts drohender Milliardenstrafen im Abgas-Skandal einen Totalausfall fürchten. In diesem Fall läge die Gesamtausschüttung der DAX-Unternehmen um 2,1 Prozent niedriger als im Vorjahr, erklärte EY.

Größter Dividendenzahler ist EY zufolge der Autokonzern Daimler, der die Ausschüttungssumme um ein Drittel auf knapp 3,5 Mrd. Euro erhöht und damit den Versicherungskonzern Allianz (3,3 Mrd. Euro, plus sieben Prozent) auf den zweiten Platz verdrängt. Anteilseigner der Commerzbank und der Lufthansa bekommen nach Nullrunden erstmals wieder eine Dividende.

Stärkstes Plus bei HeidelbergCement und Vonovia

Auf das stärkste Plus können sich die Aktionäre von HeidelbergCement und Vonovia freuen: Der Baustoffkonzern erhöht die Ausschüttung demnach um 73 Prozent auf 244 Mio. Euro, das Wohnungsbauunternehmen verdoppelt die Summe sogar von 212 auf 438 Mio. Euro.

Bei der Deutschen Bank gehen die Anteilseigner nach einem Rekordverlust von 6,8 Mrd. Euro dagegen leer aus. Der Energieriese RWE streicht nach roten Zahlen die Dividende für Stammaktionäre komplett, Vorzugsaktionäre erhalten eine Mini-Ausschüttung von 0,13 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,0 Euro).

Anteilseigner der Deutschen Bank und von RWE haben damit doppelt Pech. Nach einer Auswertung der DSW-Aktionärsvertreter zählen die beiden DAX-Konzerne zu den größten Kapitalvernichtern an den Börsen - also zu den Unternehmen mit besonders hohen Kursverlusten.

Milliardenverluste bei der Deutschen Bank

Obwohl der Jahresüberschuss der 29 DAX-Konzerne im vergangenen Geschäftsjahr zusammengerechnet um 10,5 Prozent auf 50,8 Mrd. Euro sank, stieg die Dividende. Grund für den Gewinnrückgang waren allerdings die Milliardenverluste beim Energiekonzern E.ON und der Deutschen Bank.

"So wichtig eine kontinuierliche Dividendenpolitik und die Ausschüttung einer attraktiven Dividende an die Aktionäre ist - die Unternehmen sollten gerade angesichts der unsicheren Konjunkturentwicklung vor allem in den Schwellenländern und angesichts absehbarer hoher Investitionen nicht übertreiben", mahnte EY-Experte Martin Steinbach. Zu hohe Ausschüttungen könnten ihre Handlungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit gefährden.

Bahram Sadighian, BlackRock, und Christoph Boschan, CEO Wiener Börse, bei der Präsentation des neuen ETF-Segments der Wiener Börse.

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