Führungswechsel im Börsenspiel #IC19

Führungswechsel im Börsenspiel #IC19

Mit welchen Strategien Trader der TREND INVESTORS CHALLENGE oder Privatanleger in den kommenden Wochen Gewinne an den Börsen erzielen könnten.

Es wird spannend im Kampf um die Spitze bei Österreichs größtem Börsenspiel. Die Langzeitführenden in der ersten und dritten Risikogruppe mussten ihre Spitzenplätze in der vergangenen Woche abgeben. Trader "Goldiver durch die Krise" wurde in der Performance von "Day-Trader" überholt. Und "SSteiner" musste dem Spieler "A-Invest best of best" Platz machen. Während in der höchsten Risikogruppe der Abstand des Führenden zur Nummer zwei gute fünf Prozentpunkte beträgt, liegen die Ergebnisse der top drei in den anderen beiden Risikogruppen jedoch ganz knapp beieinander. "Challenge_Flo" ist in der mittleren Risikogruppe mit einer Performance von 18,3 Prozent seit Spielbeginn dem hier führenden Trader "We Invest" (18,9 Prozent) ganz knapp auf den Fersen. In der niedrigsten Risikogruppe beträgt der Abstand von Zweit-und Drittplatziertem zur Nummer eins sogar nur den Hauch von 0,3 Prozentpunkten.

Es ist also noch alles offen bis zum Zieleinlauf der trend Investors Challenge im November. Und die Börsenampeln scheinen wieder auf Grün zu schalten. Denn bei zwei für das Marktgeschehen wesentlichen politischen Faktoren ist Entspannung angesagt: Der Brexit sorgt zwar für Turbulenzen im britischen Parlament, die Börsen haben mittlerweile aber schon jeden Ausgang eingepreist. Und im Handelskrieg zwischen China und den USA zeichnet sich trotz wiederholten Aufflackerns eine Einigung ab. Auch die gerade anlaufende Berichtssaison zeigt, dass die Gewinne der amerikanischen Unternehmen durchaus besser ausfallen dürften als erwartet. Nur in Europa trübt sich die Konjunkturlage, vor allem in Deutschland, ein.

Gold-Glanz verblasst

Mit welchen Aktien können die Trader das Ruder also noch herumreißen? Mit welcher Strategie kann man die Schlüssel für das Mercedes CLS 450 Coupé ergattern oder sich eine Luxusuhr an das Handgelenk schnallen?

Auf Gold oder Goldminenaktien zu setzen, wie es einige der führenden Trader erfolgreich gemacht haben, könnte sich als riskante Strategie entwickeln. Denn das Edelmetall dürfte in der nächsten Zeit ein wenig an Glanz verlieren. Der jüngste "Commitments of Traders"-Report der US-Aufsichtsbehörde für Rohstoffhändler war von massiven Verkäufen großer Terminspekulanten auf den Goldpreis gekennzeichnet.

Wenn man an den Börsen in den nächsten Wochen noch seine Performance aufbessern will, sollte man eher auf Value-oder Growth-Aktien setzen. Also entweder Titel finden, die unterbewertet sind und deshalb im Wert steigen könnten, oder auf Aktien aus Wachstumsmärkten oder -branchen setzen. Worauf die beiden Strategien beruhen, zeigt der Kasten "Kleiner Wert gegen großes Wachstum".

Wachstumsbranchen

Der größte Wachstumsbereich ist zweifelsohne der IT-Sektor. Hier haben die Aktien der großen Internetkonzerne wie Alphabet, Apple, Microsoft oder Facebook in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich performt. Doch der große Hype dürfte für die kommenden Wochen und Monate nicht zu erwarten sein. Obwohl langfristig das Thema Digitalisierung weiterhin der wichtigste Wachstumsmotor auch an den Börsen bleiben wird.

Zu einer wichtigen Wachstumsbranche dürfte sich der gesamte Pharma-Sektor entwickeln. Bevölkerungswachstum und steigender Wohlstand in Entwicklungsländern werden die Umsätze von Novartis, Merck, Roche oder Eli Lilly künftig stark steigen lassen. Der Gesundheitssektor könnte ähnlich erfolgreich werden wie die Tech-Aktien (siehe auch den Kommentar von US-Topinvestor Ken Fisher) .

Aber auch in dem Zukunftszweig der Wasserstofftechnologie kann man auf interessante Growth-Aktien stoßen. So entwickelt beispielsweise die deutsche Bundesregierung gerade eine eigene "Wasserstoffstrategie", um die Industrie an diesen Wachstumsmarkt heranzuführen. Ballard Power oder PowerCell sind Werte, die in diesem Bereich erfolgreich mitspielen könnten.

Unterbewertete Aktien zu finden, ist weitaus schwieriger. Hier muss man zusätzlich zur Wachstumsaussicht auch die KGVs der Aktien im Vergleich zu ihrem Sektor überprüfen. Die Apple-Aktie gilt mit einem KGV von 15 aber im IT-Bereich bereits fast schon als billig. Noch günstiger ist der stationäre US-Elektronikhändler Best Buy mit einem KGV von nur zwölf. Und gerade das Weihnachtsgeschäft könnte die Aktie pushen.

Für welche Strategie sich Trader in der trend Investors Challenge oder private Anleger auch immer entscheiden: Die nächsten Wochen werden jedenfalls spannend.


Link zur trend Investors Challenge 2019
=> trend.at/investorschallenge




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