Frühere Meinl Bank AAB verliert Konzession

Die AAB Bank, Nachfolger der Meinl Bank, hat ihre Konzession verloren.

Die AAB Bank, Nachfolger der Meinl Bank, hat ihre Konzession verloren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat der Anglo Austrian AAB Bank (vormals Meinl Bank) die Bankkonzession entzogen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat der Anglo Austrian AAB Bank AG, die bis Juni 2019 als Meinl Bank AG firmierte, mit Entscheidung vom 14. November 2019 die Konzession zum Betrieb von Bankgeschäften entzogen.

Diese Entscheidung der EZB ist mit Zustellung per 15.11.2019 wirksam. Da die Anglo Austrian AAB Bank AG als ein weniger bedeutendes Kreditinstitut eingestuft war, war für die laufende Aufsicht die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) zuständig. Die EZB ist jedoch bei allen Kreditinstituten im Euro-Raum für den Konzessionsentzug zuständig, darunter auch für Konzessionen von weniger bedeutenden Kreditinstituten.

Neuer Name, neues Programm

Die AAB Bank bot als Privatbank Leistungen in den Bereichen Corporate Finance, Fondsmanagement und private und institutionelle Vermögensverwaltung an. Vorstände der AAB-Bank sind Stephen Coleman, der früher bei der Creditanstalt Bankverein, Dresdner Kleinwort Benson und ab 1999 bei der Meinl Bank gearbeitet hatte, sowie die davor seit 1992 bei der Meinl Bank beschäftigte Samira Softic.

Im August hatte die AAB Bank einen Generalvergleich mit der AdvoFin Prozessfinanzierung AG für rund 4.000 Anleger der Meinl Bank geschlossen. Die Bank hatte damit als Folge der Verluste, die Anleger nach riskanten Geschäften der Meinl Bank im Zuge der Finanzkrise 2007/08 verloren hatten, über 100 Millionen Euro bezahlt.

Die AAB Bank mit Sitz am Wiener Bauernmarkt hatte betont, auch nach Abschluss des Generalvergleichs hoch liquide zu sein und eine Neuorientierung des Bankbetriebes angestrebt. Sie hat die Möglichkeit, gegen die Entscheidung der EZB Rechtsmittel zu ergreifen.

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