Frequentis nimmt Funkkontakt zu den Börsen auf

Frequentis nimmt Funkkontakt zu den Börsen auf

Global Player: Frequentis aus Wien liefert Sprachkommunikation für die Flugsicherung rund um den Erdball.

Das Wiener IT-Unternehmen Frequentis strebt noch heuer einen Börsegang an mit Doppelnotierung in Wien und Frankfurt. Der Weltmarktführer für Sprachkommunikation in der Flugsicherung verzeichnet zuletzt kräftige Zuwächse bei Gewinn und Umsatz erzielt. Die Eigentümerfamilie Bardach will Kernaktionär bleiben.

Das österreichische Technologie-Unternehmen Frequentis peilt den Gang an die Börse an. Der Börsengang wurde vom Aufsichtsrat beschlossen und soll noch heuer erfolgen. Den genauen Zeitplan dafür ließ das auf Kommunikations- und Informationssysteme Unternehmen mit Zentrale in Wien vorerst noch offen.

Ebenfalls offen blieb, ob die Hauptnotierung in Wien oder in Frankfurt erfolgen soll. Sowohl Deutschland als auch Österreich seien zentrale Märkte für Frequentis, so eine Unternehmenssprecherin. Die Aktie soll an beiden Börsen gelistet sein.

Frequentis will mit den Erlösen aus dem Börsengang die finanzielle Unabhängigkeit und Flexibilität der Firmengruppe sichern und das Unternehmenswachstum fortsetzen. "Die Mittel aus der geplanten Kapitalerhöhung sollen insbesondere für gezielte M&A-Aktivitäten zur komplementären Ergänzung des Produkt- und Service-Portfolios, den Ausbau der internationalen Präsenz in Form des Aufbaus lokaler Wertschöpfung sowie die weitere Stärkung des internationalen Vertriebs zur Erhöhung der Marktdurchdringung verwendet werden", hieß es in einer Unternehmensaussendung. Frequentis wolle künftig vor allem bei Großprojekten öfter als Generalunternehmer für die Lieferung sicherheitskritischer Kontrollzentralen fungieren.

Bardach bleibt an Bord

Die Familie Bardach, die 1986 den damaligen Kleinbetrieb übernommen hat, bleibe als langfristiger Kernaktionär erhalten. Die Commerzbank und die BankM - Repräsentanz der flatex Bank AG -, wurden beauftragt, den möglichen Börsengang als Joint Bookrunner und Joint Lead Manager zu begleiten.

Frequentis hat gleichzeitig mit den Börsenplänen auch den Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht. Unterm Strich stieg der Gewinn verglichen zu 2017 um gut 1,13 Millionen Euro auf 11,83 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um knapp 1,3 Millionen Euro auf 15,6 Millionen Euro.

Der Umsatz nahm um 18,83 Millionen Euro auf 285,76 Millionen Euro zu. Das Ergebnis je Aktie beziffert die vorerst noch nicht börsennotierte Aktiengesellschaft mit 0,94 Euro (2017: 0,82 Euro).

Mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent ist Frequentis laut Eigenangaben Weltmarktführer bei Sprachkommunikationssystemen für die Flugsicherung. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen 1.850 Mitarbeiter, erzielte 2018 eine Betriebsleistung von 293,9 Millionen Euro und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 15,6 Millionen Euro. Der Bestand vertraglich gesicherter Aufträge lag per Jahresende 2018 bei 355,2 Millionen Euro.

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