Fondsriese Amundi will mit Billig-ETFs den Markt aufmischen

Fondsriese Amundi will mit Billig-ETFs den Markt aufmischen

Mit jährlichen Spesen von nur 0,05 Euro will Fondsanbieter Amundi bei Indexfondsi kräftig wachsen.

Amundi, der größte Fondsanbieter Europas, will den Markt für Indexfonds, sogenannte ETFs, aufmischen und lockt Anleger mit neuen Produkten und Niedrigspesen.

Der Markt für Indexfonds ist in Europa noch verhältnismäßig klein, aber heiß umkämpft. Vor allem da angesichts geringerer Aussichten auf Erträge, sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen, die Kosten für Investments immer stärker in den Fokus geraten. Das zeigt das jüngste Beispiel. Amundi, die größte Fondsgesellschaft Europas, - das Unternehmen verwaltet 1,5 Billionen Euro -, eigentlich Spezialist für aktives Fondsmanagement, will wachsen und setzt dabei auf Indexfonds, sogenannte ETFs.

Im Rahmen seiner Wachstumsstrategie soll sich das verwaltete Vermögen solcher passiver Investment bis 2023 verdoppeln. Dann soll das ETF-Vermögen rund 200 Milliarden Euro ausmachen. Um das Vorhaben umzusetzen, präsentiert Amundi nun die ETF-Palette "Amundi Prime", wozu auch chancenreichere Beta-ETFs zählen sollen.

Neun ETFs für Aktien und Anleihen für die wichtigsten Anlageregionen der Welt
Um diese ehrgeizigen Ziele umzusetzen, lanciert Amundi das neue ETF-Angebot Amundi Prime. Als erstes kommen nun neun Amundi Prime ETFs auf den Markt. Sie sollen die wichtigsten Anlagesegmenten eines diversifizierten Portfolios abbilden. Dazu zählen sowohl Produkte auf Aktien- als auch Anleiheindizes für die Regionen: Welt, Europa, USA und Japan.

Die ETFs werden Indizes abbilden, die von Solactive4, einem etablierten und kostengünstigen Indexanbieter, entwickelt und berechnet werden. Alle Amundi Prime ETFs sind UCITS-konform und physisch replizierend.

Laufende Kosten für Amundi-ETF: 0,05 Prozent pro Jahr
Spannend bei den neuen Indexprodukten sind vor allem die Kosten. So liegen die jährlichen Kosten, inklusive aller Steuern, für alle Fonds laut Amundi bei 0,05 Prozent. Das ist deutlich niedriger als im Schnitt. Laut einer Erhebung von testsieger.at zählen bisher Kosten von 0,15 Prozent zu den günstigsten. Am oberen Ende der Gebührenskala liegen laut testsiger.at Kosten von 0,6 Prozent.

"Langjährige Expertise und unsere Verhandlungsstärke als größter Asset Manager Europas sind dabei die Fundamente für die Lancierung der Amundi Prime ETFs", wirbt Fannie Wurtz, Leiterin von Amundi ETF.

Amundi bietet nun Index-Aktienfonds auf die Eurozone, Europa, die USA, Japan und für globale Investments an.

Wer günstig in Anleihen-Indizes investieren möchte, kann nun kostengünstig bei Amundi zwischen ETFs auf globale Staatsanleihen von Industrieländern, Staatspapieren der Eurozone, europäische Firmenanleihen und US-Schatzanleihen investieren.

Was ein ETF ist
Ein ETF bildet dabei stets einen bestimmten Referenzindex ab. Das Portfolio eines solchen Indexfonds umfasst die Werte, die auch der Index abbildet. Häufig werden gleichgewichtete ETFs angeboten. Bei diesen werden die Anteile im Index zu gleichen Anteilen gewichtet. Im ATX etwa ist demnach jeder Wert mit einem Zwanzigstel in einem ETF vertreten.

Was bei Smart-Beta-ETFs anders ist
Bei Smart-Beta-ETFs ist das anders. Diese enthalten zwar auch die Wertpapiere des Indexes, jedoch ist die Gewichtung anders. So wird versucht den Markt zu schlagen, also eine höhere Rendite zu erzielen. Dadurch steigt aber auch das Risiko. Diese Spezial-ETFs sind etwas teurer als klassische Indexfonds.

Zu den größten ETF-Anbietern zählen derzeit iShares, DB X Tracksers, Lyxor, SPDR und UBS.

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