Fonds: Renditen mit Rubinen & Saphiren

Fonds: Renditen mit Rubinen & Saphiren

Der weltweit erste Edelstein-Fonds, The Natural Gemstone Funds One, der heuer aufgelegt wurde, ist beim renommierten Scope Award, nominiert. Wie sich mit Rubinen und Saphiren Geld verdienen lässt und welche Risiken bestehen.

Bislang waren Investments in Farbedelsteine nur in physischer Form möglich. Doch nun können Anleger in Österreich und Deutschland erstmals weltweit in einen Edelstein-Fonds investieren. Der „The Natural Gemstone Fund One“ (ISIN: LI0454718201) wurde von der Fondsgesellschaft Incrementum, gemeinsam mit dem österreichischen Edelsteinhändler The Natural Gem, aufgelegt.

Nun wurde der Fonds, der im Frühjahr an den Start ging, vom Fondsbewerter Scope in der Sonderkategorie „Fund Innovation“ für einen Award nominiert.

Bis zu acht Prozent Rendite pro Jahr
In Zeiten volatiler Aktienmärkte, Vermögenspreisinflation und negativen Realzinsen sind Veranlagungen in naturbelassene Edelsteine eine gute Möglichkeit das Investment zu streuen und das veranlagte Geld zumindest im Wert zu halten und bestenfalls zu steigern. Die Wertentwicklung war in den vergangenen 22 Jahren konstant. Im Schnitt ließen sich vergleichsweise hohen einstelligen Renditen pro Jahr erzielen. So haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten die Preise von Farbedelsteinen, besonders von Rubin, Saphir und Smaragd gut entwickelt. Bei Rubinen betrug der Zuwachs im Schnitt acht Prozent pro Jahr, bei Saphiren betrug die Wertentwicklung im Schnitt sechs Prozent, bei Smaragden fünf Prozent. Vor allem Rubine gelten als wertvoll. Sie speichern rund 3.000 Mal mehr Wert pro Gewichtseinheit als Gold.

Rubina aus Burma erzielten in den vergangenen 22 Jahren eine Wertsteigerung von jährlich im Schnitt acht Prozent. Besondes einträglich waren auch Saphire, ebenfalls aus Burma, gefolgt von Rubinen aus Mosambik. Quelle: Rapaport Diamand Report Gem Index (GVA) und dem Sukrup Gem Index

Knappes Angebot lässt weiter steigende Preise erwarten
"Der Nachfrage steigt vor allem in der Schmuckindustrie. Dem steht eine sinkende Fördermenge gegenüber", beschreibt Thomas Schröck, Geschäftsführer des beteiligten Edelsteinhandels, Volkswirt und Gemmologe und damit Fachmann für Schmuck und Edelsteine, die aktuelle Situation.

So wird investiert
Das gesamte Fondsvermögen wird physisch in Farbedelsteine investiert. Die Edelsteine sind durch unabhängige gemmologische (Wissenschaft von Edelsteinen) Labors in der Schweiz zertifiziert und in ihrer Echtheit bestätigt. Die Edelsteine werden dazu zertifiziert, von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen begutachtet und im Sechs-Augen-Prinzip im Zollfreilager in Liechtenstein eingelagert. Das Mindestinvestment des in Dollar gehandelten Fonds, beträgt 10.000 Dollar. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung bei acht Millionen Dollar. Es wird kein Ausgabeaufschlag eingehoben. Vermittler erhalten maximal drei Prozent des veranlagten Kapitals bei Fondskauf.

Wert wird jährlich bestimmt
Ein unabhängiger, gerichtlich beeidigter Sachverständiger bestimmt einmal jährlich den Wert der Edelsteine und erstellt auf Basis dessen einen Index. Nach sieben Jahren werden die Edelsteine abgeschichtet. Der Erlös wird an die Investoren ausbezahlt. Der Alternative Investment Fund (AIF) nach liechtensteinischem Recht soll Anlegern laut dem Management eine Rendite von jährlich im Schnitt acht Prozent bieten.

Geschlossener Fonds
Beim „The Natural Gemstone Fund One“ handelt es sich rechtlich gesehen um eine Kollektivtreuhänderschaft mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein. Bei dem Fonds handelt es sich um einen geschlossenen Fonds. Dieser ist bis 31. Dezember des siebten Jahres geschlossen. Will ein Investor frühzeitig aussteigen, helfen Incrementum und Edelstein-Händler The Natural Gam jedoch bei der Suche nach Käufern.

Die Risiken
Der Fonds birgt jedoch auch Risiken. So ist die Preisentwicklung von Farbedelsteinen nicht so transparent wie bei Gold. Denn es gibt keinen geregelten Markt. Bewertungen sind daher schwierig.

Erfahrung bereits mit physischem Gold-Fonds
Incrementum ist erfahren beim Handel von Edelsteinen. Das lichtensteinische Fondsgesellschaft managt seit 2009 den Incrementum Physical Gold Funds (ISIN: LI0022899566). Der Fonds erzielte in den vergangenen fünf Jahren allerdings nur eine Rendite von 0,6 Prozent. 2019 betrug der Zuwachs bisher 11,8 Prozent, nach einem Minus im Vorjahr. Der Fonds investiert derzeit rund drei Viertel des Vermögens in Goldbarren, knapp 20 Prozent in Silberbarren und in Gold-Futures. Die Kurse schwanken jährlich in den vergangenen zehn Jahren zwischen plus 41 Prozent und minus 34 Prozent.

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