FMA prüft Kosten für Fonds: Unterschiede bis zu 10 Prozent

FMA prüft Kosten für Fonds: Unterschiede bis zu 10 Prozent

Die Finanzmarktaufsicht hat erstmals die Kosten der Investmentfonds unter die Lupe genommen. Die Kostenunterschiede sind mitunter eklatant. Was die Banken für den Ausgabeaufschlag (Kaufspesen), laufende Kosten und jährliche Verwaltungsgebühr verlangen.

Wer in einen Investmentfonds investiert, zahlt meist Kaufspesen (Ausgabeaufschlag) und jährliche Managementgebühren. Die variieren mitunter deutlich, wenn – wie die Finanzmarktaufsicht (FMA) nun untersucht hat, ohne signifikante Unterschiede zum deutschen Markt.

Die Auswahl an Fonds ist, auch nach der Bereinigung durch die Finanzkrise, groß. So stehen Anlegern Anteilsklassen zur Verfügung. Dazu zählen etwa Publikumsfonds, die die jährlichen Erträge ausschütten oder wieder reinvestieren (thesaurieren). Insgesamt haben Anleger in Österreich Ende des Vorjahres 87,6 Milliarden Euro in Fonds investiert gehabt.

Jährliche Verwaltungsgebühr: Zwischen 0 und 3,1 Prozent

Im Schnitt beträgt die maximale jährliche Verwaltungsgebühr laut Fondsbestimmungen über alle Fondskategorien hinweg im Schnitt 1,30 Prozent. Der tatsächliche Wert variiert zwischen 0% und 3,1% lag.

Jährliche laufende Kosten: Zwischen 0,01 und 4,4 Prozent

Die jährlichen laufenden Kosten lagen im Mittel bei 1,4 Prozent, wobei die individuelle Spannweite zwischen 0,01% und 4,4 % betrug.

Ausgabeaufschlag: Bis zu 10 Prozent der einbezahlten Summe

Der maximale Ausgabeaufschlag machte laut Untersuchung der FMA über alle Anteilsklassen hinweg im Mittel 3,75 Prozent aus, wobei hier die Spannweite von 0 % bis 10 % reichte.

Riskante Fonds am teuersten

Je größer das Risiko eines Fonds, desto höher sind die Gebühren. Sowohl was und die maximalen Verwaltungsgebühren, die laufenden Kosten und den den maximale Ausgabeaufschlag betrifft.
Die großen Unterschiede bieten auch Verhandlungspotential. Anleger sollte daher bei jedem Fonds um die Spesen feilschen. Gerade beim Ausgabeaufschlag ist mitunter viel Spielraum für Nachlass.

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