FIX oder VARIABEL - Welche Verzinsungsart soll ich wählen?

FIX oder VARIABEL - Welche Verzinsungsart soll ich wählen?

Die Frage nach der Wahl des „richtigen“ Zinssatzes sollte im Vorfeld geklärt werden.

Der Vorteil von variablen Zinsen liegt üblicherweise in dem zu Beginn geringeren Aufschlag als jener auf fixe Zinsen. Das gilt bei normaler Zinskurve, d.h. wenn die Zinsen für lange Laufzeiten höher sind als die Zinsen für kurze Laufzeiten. Die Basis für den variablen Zinssatz ist in der Regel der 1- bzw. 3-Monats-Euribor. Aufgeschlagen wird die Marge der Bank. Dieser Wert wird in der Regel auf das nächste Achtelprozent gerundet. Die Anpassung erfolgt in regelmäßigen Abständen.

Der Nachteil variabler Zinsen ist, dass Ihre Kreditrate mit höheren Zinsen steigt und Sie damit mehr zurückbezahlen müssen, als ursprünglich angenommen.
Eine Option wäre der rechtzeitige Umstieg auf einen Fixzinssatz, sobald die Zinsen steigen. Meist ist man hier allerdings zu spät dran und ein Umstieg von variabel auf fix ist zu teuer, da sich bei einem Zinsanstieg auch die Fixzinssätze erhöhen und damit oft nicht mehr attraktiv sind. Die Zinsentwicklung richtet sich nämlich meist nach den zukünftigen Zinserwartungen.

Bauspardarlehen mit einer Zinsobergrenze von 6% bieten hier zumindest eine teilweise Absicherung und begrenzen das Risiko.

Der Vorteil von Fixzinsen ist die Planbarkeit.

Bei einem fixen Zinssatz bleibt die eigene Kreditrate auch bei steigenden Zinsen gleich. Der Nachteil von fixen Zinsen liegt darin, dass Sie nicht von fallenden Zinsen profitieren und bereits am Beginn der Kreditlaufzeit eine höhere Rate bezahlen.

Checklist:

  • Fixe Zinsen erhöhen die Planungssicherheit und schützen vor unangenehmen Überraschungen!
  • Variable Zinsen bieten sowohl Chancen als auch Risiken.
  • Kombinationen aus Fixzins (z.B. auf 5, 10, 15, 25 Jahre) und einer Anschlussfinanzierung auf variabler Basis sind möglich. Auch Varianten bei denen z.B. ein Teil fix und ein weitere Kreditteil variabel verzinst sind, werden derzeit am Markt angeboten.
  • Bauspardarlehen bieten eine Zinsdeckelung von derzeit 6 % und damit eine gewisse Absicherung gegen das Risiko stark steigender Zinsen. Sie können auch beigemischt werden: Ein Teil wird über einen Bausparkredit, der Rest über einen Bankkredit finanziert.
  • Ein Umstieg von variablen auf fixen Zinssatz ist möglich, erfordert aber eine laufende Beobachtung des Zinsmarktes.

Fazit: Es gibt bei der Wahl der Verzinsungsart kein richtig oder falsch: Die Entscheidung hängt letztlich von Ihrem Sicherheitsbedürfnis bzw. Ihrer Risikobereitschaft ab und davon, wie Sie die Zinsentwicklung während der Laufzeit des Kredites einschätzen. Fixe Zinsen erhöhen jedenfalls die Planungssicherheit und lassen Sie ruhiger schlafen.

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