Finanzministerium und Nationalbank starten Financial Literacy Initiative

Das Finanzministerium hat gemeinsam mit der Oesterreichischen Nationalbank OeNB einen Aktionsplan zur Finanzbildung in Österreich ausgearbeitet. Gemeinsam mit Bildungs- und Sozialministerium soll das Wissen um Finanzen, den Kapitalmarkt und Vermögensaufbau gestärkt werden.

Finanzministerium und Nationalbank starten Financial Literacy Initiative

Um das Finanzwissen der Österreicher ist es - das belegen viele Umfragen, Untersuchngen und Statistiken nicht besonders gut bestellt. Vor allem der Kapitalmarkt ist für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, trotz zahlreicher Initiativen und Bemühungen wie der Investors Challenge des trend, deren erklärtes Ziel es ist, das Finanzwissen im Land zu verbessern und aus Sparern Aktionäre zu machen.

Die Aktionärsquote der Bevölkerung liegt unterschiedlichen Einschätzungen zufolge bei nur fünf bis sieben Prozent. Die meisten Österreicher setzen zum Vermögensaufbau immer noch auf das Sparbuch, obwohl es dort schon seit einem Jahrzehnt praktisch keine Zinsen mehr gibt und das Sparguthaben durch die Kapitalertragsteuer und die Inflationsrate kontinuierlich an Wert verliert.

Unwissenheit ist die Hauptursache, weshalb der Großteil der Österreicher den Kauf von Wertpapieren immer noch scheut, und ein neuer, vom Finanzministerium und der Oesterreichischen Nationalbank ausgearbeiteter Aktionsplan soll nun dazu beitragen, das Wissen um Themen wie Finanzen, Kapitalmarkt, Vermögensaufbau und nachhaltige Finanzplanung in der Bevölkerung zu verbreitern. Der Aktionsplan wird zudem vom Bildungs- und Sozialministerium unterstützt.

Ziele und Zielgruppen

Für die Finanzbildungsstrategie fokussiert wurden vier übergeordnete Ziele definiert:

  1. Frühzeitige Entwicklung von soliden Prozessen in der finanziellen Entscheidungsfindung und die Vermeidung von Überschuldung
  2. Förderung einer verantwortungsvollen Finanzplanung für ein langfristiges finanzielles Wohlergehen
  3. Bewusstseinsbildung und Gewährleistung des Zugangs zu hochwertiger Finanzbildung für alle
  4. Steigerung der Wirksamkeit von Initiativen zur Förderung der Finanzkompetenz durch Dialog, Koordination und Evaluierung

Unterstützt werden diese Ziele durch 41 konkrete Maßnahmen, die in den verschiedensten Bereichen ansetzen und sowohl Finanzbildung als auch Finanzkompetenz in Österreich stärken sollen. Eine konkrete Maßnahme, die aus dem Aktionsplan der Strategie hervorgeht, ist etwa die Etablierung eines Finanzbildungsportals, das künftig der „One-Stop-Shop“ für Informationen rund um das Thema Finanzbildung sein soll.

Viele Maßnahmen der Initiative zielen auf die gesamte Bevölkerung ab, in besonderem Maß sollen aber Bevölkerungsgruppen wie Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene, Frauen, berufstätige Erwachsene und Privatanlegerinnen und -anleger sowie Kleinunternehmerinnen bzw. -unternehmer angesprochen werden.

Die Menschen sollen außerdem in acht unterschiedlichen Lebensphasen angesprochen werden. Von der Schule über die Weiterbildung, den ersten Beruf in das Arbeitsleben, hin zu den ersten großen Anschaffungen zum Vorsorgen für die Zukunft, dem Familienleben und dem Ruhestand.

Zur Abwicklung, Koordinierung und Kooperation der nationalen Strategie wird ein Koordinierungs- und Kooperationsgremium gegründet. An der Spitze des Gremiums steht der Finanzbildungsrat, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Finanzministeriums, des Bildungsministeriums, des Sozialministeriums, der OeNB sowie einem Vertreter bzw. einer Vertreterin aus dem privaten Sektor. Eine Vielzahl an nationalen Stakeholdern aus dem Bereich Finanzbildung sollen im Rahmen des Koordinierungs- und Kooperationsgremiums Finanzbildung gemeinsam am Thema Finanzbildung arbeiten und damit die Umsetzung der Strategie unterstützen und vorantreiben.

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