Diese riskanten Finanzgeschäfte können ab 2018 verboten werden

Diese riskanten Finanzgeschäfte können ab 2018 verboten werden

Manche Finanzgeschäfte bergen schon von vorneherein hohe Risiken - im schlimmsten Fall treiben diese einem an den Rand des finanziellen Ruins.

CFDs sind Zockerpapiere mit denen Anleger schon mit geringem Geldeinsatz viel verdienen, aber auch viel verlieren können. Ab 2018 gelten verschärfte Bedingungen für den Verkauf. Welche Produktgruppen konkret betroffen sind und welche Einschränkungen geplant sind.

Wenn Sparbüchern und Bausparen nichts mehr abwirft, greifen Anleger mitunter zu ungewöhnlichen Mitteln, um die Chancen auf Geldvermehrung zu erhöhen - manche von ihnen greifen zu recht wilden Mitteln. Derzeit en vogue sind bei jenen, die hochriskante Wetten lieben, sogenannte CFD-Kontrakte - finanzielle Differenzgeschäfte. Mit diesen Derivaten kann man auf eine Unzahl von Märkten setzen. Dazu gewähren verschiedene Onlinebroker und spezielle Internetseiten Möglichkeiten mit sogenannten finanziellen Differenzgeschäften, dazu zählen auch binäre Optionen oder Kurswetten in Form von Rolling Spot Forex schnell viel Geld zu verdienen – oder alles und noch mehr zu verlieren.

Handel kann verboten werden

Um Anlegern vor Risiken zu bewahren, die ihnen mitunter nicht ganz klar sind und die sie im Nachhinein finanziell vielleicht nur schwer verkraften, hat die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA ab 3. Jänner 2018 die Möglichkeit solche und andere spekulativen Finanzinstrumente für Privatanleger kurzfristig zu verbieten. Maximal jedoch für drei Monate. Dann muss das Verbot neu evaluiert werden.

Alles verlieren oder bis zu 1.000 Prozent gewinnen

Binäre Optionen sind deshalb so beliebt, weil sie leicht verständlich sind. Der Begriff „binär“ deutet darauf hin, dass es nur zwei Werte gibt. Man wettet darauf, dass der Kurs eine zugrundeliegende Basiswert, eine Aktie oder ein Index, steigt oder fällt. Geht die Wette nicht auf, ist das Geld futsch. Hat man richtig getippt, wird das hohe Risiko mit sehr hohen Gewinnen belohnt. Wie im Casino, wenn man am Roulette-Tisch auf Rot oder Schwarz setzt. Im Schnitt liegt der Gewinn bei binären Optionen bei 90 Prozent, in manchen Fällen sogar bis zu 1.000 Prozent. Statt Sportwetten werden heute oft CFD-Trades angeboten.

Finanzielle Differenzgeschäfte (CFDs – Contracts For Differences) haben es in sich: Anleger können mit solchen Produkten gehebelt auf die Kursentwicklung eines Basiswertes spekulieren. Dies kann ein Index, eine Aktie, ein Rohstoff, ein Währungspaar oder ein Zinssatz sein. Geht der Preise in die Richtung, auf die man gesetzt hat, steigt der Wert des Differenzgeschäftes und damit die Gewinne rasant. Geht die Spekulation aber gegen den Anleger, droht ebenso ein rapider Preisverfall - und wenn man Pech hat und das Produkt entsprechend ausgestaltet ist, sind noch hohe Nachzahlungen fällig. Dieser Praktik der Nachsschusspflicht will die europäische Finanzmarktaufsicht nun unter anderem einen Riegel vorschieben.

Aber es gibt mittlerweile auch schon Broker, die eine Nachschusspflicht ausschließen. Siehe Übersicht.

Besonders beliebt sind auch binäre Optionen. Vor allem weil sie leicht verständlich sind. Der Begriff „binär“ bedeutet, dass es nur zwei Werte gibt. Man wettet darauf, dass der Kurs eine zugrundeliegende Basiswert, eine Aktie oder ein Index, entweder steigt oder fällt. Geht die Wette nicht auf, ist das Geld futsch. Hat man richtig getippt, wird das hohe Risiko mit sehr hohen Gewinnen belohnt. Wie im Casino, wenn man am Roulette-Tisch auf Rot oder Schwarz setzt. Im Schnitt liegt der Gewinn bei binären Optionen bei 90 Prozent, in manchen Fällen sogar bis zu 500 oder 1.000 Prozent.

Bei Rolling Spot Derivate kann man auf Währungsentwicklungen wetten. Wie die anderen Differenzgeschäfte hat die Finanzmarktaufsicht auch dieses Hochrisikogeschäft schon länger im Visier und hat auch wiederholt davor gewarnt.

Die europäische Finanzmarktaufsicht prüft deshalb ab 2018 die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf solcher riskanter Wetten, einzuschränken. Als Vertriebseinschränkungen für CFDs überlegt ESMA:

  • den Hebeleffekt (Leverage) dieser Produkte zu beschränken. Zwischen 30:1 und 5:1, je nach Kursschwankungen des zugrundeliegenden Wertpapiers.
  • automatisch Positionen schließen, wenn die Marge bis zu einem vorher definierten Prozentsatz fällt
  • beschließen, dass keine Nachschusspflicht besteht und Anleger damit vor höheren Verlusten als das eingesetzte Kapital zu bewahren.
  • Wer solche riskanten Produkte vertreibt, darf dafür keine Anreize in Form von höheren Provisionen mehr kassieren
  • Risikowarnungen müssen Pflicht werden

Aggressive Methoden. Produkte zu verkaufen

CFDs, binäre Optionen und "Rolling Spot Forex"-Kontrakte werden häufig grenzüberschreitend angeboten und mit aggressiven Marketingmethoden über Online-Plattformen angeboten.

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