Feiertag für Wiener Börse: Bawag IPO startet am 25. Oktober

Feiertag für Wiener Börse: Bawag IPO startet am 25. Oktober

Bawag CEO Anas Abuzaakouk

Am 25. Oktober startet die BAWAG, Österreichs viertgrößte Bank, an der Wiener Börse. Die Zeichnungsfrist für die Aktien beginnt bereits am 12. Oktober. Der IPO der Bank ist der erste größere Börsengang in Wien seit dem der FACC im Jahr 2014.

Die Bawag macht, wie der trend bereits berichtet hat, ernst mit dem Börsengang. Bereits am Donnerstag, den 12. Oktober 2017, beginnt die Zeichnungsfrist für die Aktien der viertgrößten Bank Österreichs. Zwei Wochen danach, am 25. Oktober, startet der Handel mit den Papieren an der Wiener Börse.

Für die Wiener Börse ist der IPO der Bank ein vorgezogener Nationalfeiertag, denn schließlich stellt das Listing der Bawag den ersten Börsengang eines größeren Unternehmens am Finanzmarkt Wien seit dem der FACC im Jahr 2014 dar. Der letzte ähnlich gewichtige IPO an der Wiener Börse liegt überhaupt schon zehn Jahre zurück. Er geht auf das Kontos des Baukonzerns Strabag Im Jahr 2007.

Die Bawag-Aktien werden zu einem Preis zwischen 47 und 52 Euro angeboten, womit die Bank mit bis zu 5,2 Milliarden Euro bewertet wird. Das ist einigermaßen ambitioniert, wenn man die Bawag mit der ebenfalls in Wien gelisteten Erste Group vergleicht. Die ist aktuell etwa 15 Milliarden Euro - also rund dreimal so viel wie die Bawag - wert, allerdings ist die Bilanzsumme der Erste Group mehr als fünf Mal so groß wie die der Bawag.

IPO bringt Geld und Risiko

Für die Hauptaktionäre Cerberus und Golden Tree wäre ein derart erfolgreicher IPO jedenfalls ein großer finanzieller Erfolg. Cerberus hat die BAWAG 2006 um rund 2,6 Milliarden Euro gekauft hat - später wurden weitere 600 Millionen Euro Kapital zugeschossen, Golden Tree ist danach eingestiegen. Mit dem IPO würde ihre gemeinsame 94-Prozent-Beteiligung auf 32,1 Prozent (Cerberus) bzw. 23,5 Prozent (Golden Tree) absinken, der Bank selbst wird aus dem Börsengang kein Geld zufließen.

Private können Aktien bis zum 23. Oktober zeichnen, institutionelle Anleger bis zum 24. Oktober. Wobei außerhalb Österreichs der Börsengang als Privatplatzierung abgewickelt wird. Bis zu 40,25 Millionen Aktien werden an die Börse kommen, von 100 Millionen insgesamt aufgelegten Aktien. Ausdrücklich hält die Bank fest, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass die beiden Großinvestoren nach Ablauf der Behaltefristen weitere Aktien verkaufen.

Die Bank muss im Börsenprospekt auf alle nur erdenklichen Risiken eingehen. Dazu gehört, dass die geplante Kündigung des Vertrags mit der Post womöglich nicht die erhofften Einsparungen bringt oder zu langem Rechtsstreit führt. Dazu gehört auch, dass im Streit mit der Stadt Linz um ein schiefgegangenes Swap-Geschäft noch hohe Abschreibungen im dreistelligen Millionenbereich fällig werden können. Die BAWAG verweist im Börsenprospekt auch darauf, dass noch Schweizer-Franken-Kredite im Wert von 1,5 Milliarden Euro laufen, die einem Währungsrisiko und damit einem indirekten höheren Ausfallsrisiko unterliegen.

Advertorial
Eric Bramoullé, CEO Amundi Austria

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