Facebooks Libra gibt Bitcoin einen Kick

Die von Facebook initiierte Cybergeld-Initiative Libra beflügelt auch den Kurs der Cyberwährung Bitcoin. Doch Analysten warnen bereits einer neuerlichen Überhitzung und Kursrückschlägen.

Facebooks Libra gibt Bitcoin einen Kick

Menlo Park. Die Bitcoin-Rally geht weiter. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise eroberte am Wochenende die 10.000er Marke zurück und kletterte am Montag um bis zu 14,4 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 11.367 Dollar (10.045 Euro). Damit hat sich der Kurs seit Anfang Mai mehr als verdoppelt.

"Investoren fiebern weiterhin 'Libra' entgegen und bleiben in Bezug auf eine erfolgreiche Lancierung der hauseigenen Kryptowährung Facebooks optimistisch, obwohl sich die Stimmen gegen die Pläne verschärft haben", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research.

Führende Notenbanker fordern eine stärkere Regulierung von Kryptowährungen. Facebook will mit seiner Cyber-Devise Libra in den weltweiten Zahlungsverkehr einsteigen. Branchenkenner halten es für möglich, dass das Online-Netzwerk damit das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellt.

Zusätzlichen Schub erhalte Bitcoin vom wachsenden Interesse Institutioneller Anleger, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Er warnte gleichzeitig vor Kursrückschlägen. Schließlich habe die Kryptowährung schon mehrfach ähnliche Höhenflüge erlebt. "Ist es diesmal anders? Nein, aber die Leute haben ein kurzes Gedächtnis."

Im Jahr 2017 schoss der Bitcoin-Kurs rund 2.000 Prozent in die Höhe auf etwa 20.000 Dollar und fiel in den darauffolgenden zwei Monaten auf knapp 6.000 Dollar zurück.


Lesen Sie auch:
Facebook-Cybergeld "Libra"rüttelt die Notenbanken auf


Die Turbulenzen an den Aktienmärkten beunruhigen Anleger. Investmentberater Ken Fisher empfiehlt, Kurs zu halten.

Raue Aktienmärkte: Halten Sie Kurs!

Wachstumsaktien liegen in einem Aufschwung immer klar voran. Und der wird …

Der frühere Erste Group CEO und Neo-Startup-Investor Andreas Treichl

Andreas Treichl: "Die Österreicher investieren nicht richtig"

Der frühere Erste Group CEO und Neo-Startup-Investor Andreas Treichl über …

Froots-Gründer David Mayer-Heinisch mit Andreas Treichl, der mit zehn Prozent an dem Start-up beteiligt ist

Start-up der Woche: Froots - Private Banking für jedermann

Das Start-up Froots hat sich dem langfristigen Vermögensaufbau der jungen …

Robert Zadrazil, Vorstandsvorsitzender Unicredit Bank Austria

Bank Austria CEO Zadrazil: "Nicht zu euphorisch sein!" [INTERVIEW]

Die Bank als Umweltberater und Sozialhelfer? Unicredit Bank Austria CEO …