Facebook ist nicht Twitter: Gewinn verdreifacht, Aktie hebt ab

Facebook ist nicht Twitter: Gewinn verdreifacht, Aktie hebt ab
Facebook ist nicht Twitter: Gewinn verdreifacht, Aktie hebt ab

Facebook-Aktionäre haben weiter gut lachen. Es heißt anhaltend "Daumen hoch!"

Einen Tag nach Twitter hat nun Facebook Quartalsergebnisse vorgelegt: Während Twitter ein Sorgenkind bleibt, trumpft Facebook groß auf. Die Nutzerzahl ist kräftig gestiegen. Der Verkauf von Online-Werbung über mobile Internetzugangsgeräte boomt. Eine neue Aktienstruktur wird vorbereitet.

Der Erfolgslauf von Facebook (ISIN US30303M1027) geht weiter. Im Social Web, im Werbe-Business und an der Börse. Längst vergessen sind die Unkenrufe, die kurz nach dem IPO im Jahr 2012 gab.

Mark Zuckerberg, der selbsternannte Weltverbesserer, hat mit der nun vorgelegten Quartalsbilanz für die ersten drei Monate des Jahres 2016 wieder einmal gezeigt, wie man online Geld verdient. Das Facebook-Geschäft ist im vergangenen Quartal vor allem dank der Werbung auf Smartphones kräftig gewachsen. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um rund 52 Prozent auf 5,38 Milliarden Dollar (4,77 Mrd. Euro) hoch, der Gewinn wurde mit 1,5 Milliarden Dollar verdreifacht.

Auch gemessen an den Userzahlen gibt Facebook im Social Business weiter den Ton an. Das weltgrößte Online-Netzwerk kam Ende März auf 1,65 Milliarden aktive Nutzer im Monat. Das war ein Zuwachs von 60 Millionen binnen drei Monaten - und mehr als Analysten erwartet hatten.

An der Börse wurde das gleich entsprechend goutiert. Nachbörslich schnellte die Aktie um 8,98 Prozent in die Höhe; von 108,89 Dollar auf 117,87 Dollar. "Facebook ist ein eindrucksvolles Unternehmen, das einem wenig Raum für Kritik lässt", sagte Analyst Michael Pachter von der Investmentfirma Wedbush Securities.

Tägliche Dosis Facebook

Täglich schauen jetzt 1,09 Milliarden Nutzer bei Facebook vorbei, davon 989 Milliarden auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets. Werbung macht mit 97 Prozent fast das gesamte Geschäft von Facebook aus. Die restlichen 181 Millionen Dollar kamen aus Bezahldiensten und anderen Gebühren.

Werbekunden rissen sich regelrecht darum, auf Smartphones und Tablets Anzeigen zu schalten und damit eine stetig steigende Zahl von Nutzern zu erreichen. Der Anteil der Werbung auf mobilen Geräten an den Anzeigenerlösen von Facebook wuchs im Jahresvergleich von 73 auf 82 Prozent.

Restrukturierung

Zugleich trifft Gründer und Chef Mark Zuckerberg Vorkehrungen dafür, dass er wie versprochen seine Aktien schrittweise Spenden kann, ohne die Kontrolle über das Unternehmen zu verlieren. Zur Zahlenvorlage kündigte Facebook die Einführung einer weiteren Klasse von Aktien an, die keine Stimmrechte hat. Die neuen Anteilsscheine sollen an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet werden. Mit dem Schritt soll Zuckerberg auch mit einer geringeren Beteiligung weiter das Sagen bei Facebook haben. Zuckerbergs Vermögen wird mittlerweile auf 47,5 Milliarden Dollar geschätzt.

Mit einer starken Rolle als Gründer könne er bei Facebook langfristige Entscheidungen treffen, etwa kostspielige Investitionen in die Zukunft wie den Kauf von Instagram, erklärte Zuckerberg in einem Blogeintrag. Die Foto-App hatte seinerzeit rund eine Milliarde Dollar gekostet.

Zuckerberg betonte, er wolle aber auch wie angekündigt an der Lösung globaler Herausforderungen mitarbeiten: "Helfen, alle Krankheiten bis Ende dieses Jahrhunderts zu heilen, unser Bildungssystem verbessern, damit es für jeden Lernenden personalisiert ist, und unsere Umwelt vor dem Klimawandel zu schützen".

Über die neue Aktienstruktur sollen die Aktionäre bei der Hauptversammlung am 20. Juni entscheiden.

Andreas Lasser-Klein, Sprecher der Geschäftsführung der Kepler Fondsgesellschaft.

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Uli Krämer, (2. v. r., sitzend), Leiter des Kepler-Portfoliomanagaments, mit einem Teil des Teams im Trading-Room der Fondsgesellschaft.

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