Europas Börsen gehen vor USA weiter in die Knie

Europas Börsen gehen vor USA weiter in die Knie

Eben noch auf über 10.000 Punkten, visiert der Dax schon 9.800 Punkte an, auch an anderen Märkten sind wichtige charttechnische Barrieren in Sicht. Selbst positive Quartalsmeldungen können den Absturz der Börsen derzeit nicht aufhalten. Welche Daten weitere Hinweise über die kurzfristige Entwicklung an den Märkten geben könnten.

Der Ausverkauf an den Börsen geht auch heute, am vierten Tag in Folge, weiter. Der Dax notiert aktuell bei 9.849 Punkten und kommt der wichtigen Marke von 9.800 Punkten immer näher. Das britische Börsenbarometer FTSE gab seit Freitag um 3,3 Prozent nach. Der ATX hat die 2.250 Punkte-Marke bereits nach unten durchbrochen. Die RHI etwa hat seit Freitag über fünf Prozent verloren, die Voest 3,3 Prozent, Raiffeisen 3,2 Prozent und Andritz 2,8 Prozent.

Kalt-Warm für den Euro

Grund für den Kursrutsch an Europas Börsen dürfte wieder einmal die US-Notenbank Fed sein. Ein Vertreter der Notenbank hatte am Morgen nach Aussage, dass eine Leitzinsanhebung im Juni eine „reale Option“ sei, den Euro, nach jüngsten Kursanstiegen gegenüber dem Dollar wieder sinken lassen. Der Euro notiert gegenüber dem Dollar bei 1,15.
Die Börsen reagieren vor allem aus einem Grund so empfindlich auf Aussagen von Fed-Vertretern: Der Hauptgrund für die jüngste Rally war die ultralockere Geldpolitik der großen Notenbanken. Wenn jetzt am wichtigen US-Markt der Geldhahn nicht mehr wie bisher offen steht, dürfte sich die Börsen-Party dem Ende neigen. Steigen nämlich die Zinsen wieder muss man nicht mehr um jeden Preis in die Aktienmärkten flüchten.

An der schlechten Stimmungen konnten auch die nun präsentierten positiven Unternehmensmeldungen für das abgelaufene Quartal nichts ändern. Siemens hat seinen Nettogewinn um 3,9 auf 1,5 Milliarden Euro ausgeweitet. Positiv auch die Entwicklung der Deutschen Telekom, die ihren Umsatz um knapp fünf Prozent auf 17,6 Milliarden Euro steigern konnte und damit die Analysten-Erwartungen übertraf. Adidas erzielte mit seiner Kernmarke ein Umsatzplus von 26 Prozent, auch die zweite Kernmarke Reebok legte beim Umsatz zu.

Nächster wichtiger Hinweis wie sich die Börsen entwickeln könnten, gibt es zunächst am Freitag, wenn die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Am Montag geht es weiter. Dann werden die Daten zum US-Einkaufsmanager zeigen, wie gut die Stimmung der US-Konsumenten derzeit tatsächlich ist.

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