EU-Eigenheimpreise erreichen zweistellige Zuwächse

EU-Eigenheimpreise erreichen zweistellige Zuwächse

Die Wirtschaft in Tschechien boomt. Das macht sich auch bei den Wohnimmopreisen bemerkbar.

Seit 2012 ziehen die Preise für private Wohnhäuser und Eigentumswohnungen in den EU-Mitgliedsstaaten an. Im vergangenen Quartal wurden bei zahlreichen Ländern neue Höchstwerte im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahren gemessen. Welche Länder die höchsten Zuwächse verzeichnet, wo Österreich liegt und in welchem Land die Preise fallen.

2008 und 2009 waren gute Zeiten, um in der europäischen Union ein Haus zu kaufen. In diesen beiden Jahren sind die Preise nämlich in seit 2006 auf einen Tiefpunkt gerutscht. Seither sind die Preise, bis auf eine kurzen Rücksetzer im Jahr 2011, stets kontinuierlich angezogen.

Mehr als vier Prozent Preisanstieg in der EU in der EU

Selbst nach dem langen Anstieg seither ist kein Ende der Preisspirale in den meisten EU-Ländern nach oben in Sicht, wie die neuesten Eurostat-Zahlen, dem statistischen Amt der Europäischen Union, zeigen. Im Schnitt stiegen die Hauspreise, gemessen durch den Hauspreisindex (HPI), im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal im Euroraum um 3,8 Prozent. Innerhalb der gesamten EU um 4,4 Prozent. Die EU kam auf ein Plus von 1,8 Prozent, die Eurozone auf einen Zuwachs von 1,5 Prozent. In diesem Zeitraum stiegen die Hauspreise am stärksten in der Slowakei (5,6 Prozent). Rückgänge gab es in Ungarn (-1,5 Prozent) und Belgien (-0,7 Prozent).

Preise in Tschechien steigen am stärksten

Am stärksten sind die Hauspreise im zweiten Quartal 2017 in der Tschechischen Republik (+13,3%) gestiegen. Zum Vergleich im Vorjahr lag der Zuwachs pro Quartal im Schnitt zwischen 2,4 und 4,7 Prozent. Am zweitstärksten kletterten die Preise im zweiten Quartal 2017 in Irland. Das Plus betrug 10,6 Prozent. Auch dort betrugen die Zuwächse im Vorjahr im Schnitt nur zwischen 1,2 und 4,3 Prozent. Ähnlich das Bild in Litauen. Dort betrug der Zuwachs zuletzt 10,2 Prozent. Doch bis auf ein Land sind auch in fast allen anderen Ländern der EU die Preise weiter gestiegen, nicht selten um die fünf Prozent. Eines lässt sich beobachten. In all diesen Märkten boomt die Wirtschaft. In Tschechien ist etwa die Arbeitslosigkeit, aufgrund der guten Entwicklung der Wirtschaft, auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahrzehnten. Irland hat die Ratingagentur Moody´s erst kürzlich eine bessere Bonitätsnote gegeben, da sich die Konjunktur sehr robust entwickelt.

Österreich mit hohen Zuwächsen

So sind Preise für Wohnimmos sind in Österreich im zweiten Quartal des Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 4,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich des ersten Quartals 2017 zum zweiten Quartal des Jahres stiegen die Hauspreise in Österreich um 2,4 Prozent.

Italien: Das einzige Land mit sinkenden Immobilienpreisen

In Italien sind die Preise dagegen leicht gefallen. Gegenüber dem Vorquartal wurden die höchsten Anstiege in Lettland (+6,1%), der Slowakei (+5,6%) und Rumänien (+4,9%) registriert, während in Ungarn (-1,5%) und Belgien (-0,7%) Rückgänge verzeichnet wurden.

Der Hauspreisindex (HPI) misst die Preisentwicklungen aller von Haushalten erworbenen Wohnimmobilien (Wohnungen, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser ), sowohl Neu- als auch Altbauten, unabhängig von ihrer endgültigen Verwendung und ihren bisherigen Eigentümern. Die europäischen HPI-Aggregate werden als gewichtete Durchschnitte der nationalen HPIs berechnet, unter Verwendung des BIP (auf der Basis von Millionen KKS) zu Marktpreisen als Gewicht für die jeweiligen Länder.

Bahram Sadighian, BlackRock, und Christoph Boschan, CEO Wiener Börse, bei der Präsentation des neuen ETF-Segments der Wiener Börse.

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