Förderprogramm für Klimaschutz-Investments

Projekte, die Österreich der Erreichung der Pariser Klimaschutzziele näher bringen können, sollen für private Investoren attraktiver werden.

Förderprogramm für Klimaschutz-Investments

Der Klima- und Energiefonds hat gemeinsam mit dem Umweltministerium ein Förderprogramm gestartet, das Klimaschutzprojekte für private Investoren attraktiver machen und einerseits bei der Projektentwicklung und andererseits bei den Nebenkosten auf dem Weg zum Finanzmarkt unterstützen soll.

Es brauche "bis zu 17 Milliarden Euro an jährlichen Investitionen in den Klimaschutz, um die Klimaziele erreichen zu können", sagte Umweltministerin Leonore Gewessler bei der Präsentation des Programms. Diese Summen könnten nicht alleine vom Staat gestemmt werden, daher müsse mehr privates Kapital mobilisiert werden. Ein "Green-Finance-Förderprogramm" wurde ins Leben gerufen. Bis Ende 2020 stehen 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Wie viel Geld im Folgejahr zur Verfügung stehen soll, ist noch offen.

Wie viel privates Kapital genau über das Programm in klimabewusste Investitionen geleitet werden soll, wurde nicht beziffert. Ziel sei es jedoch in erster Linie, kleinere und mittelgroße Vorhaben zu unterstützen, "damit die Unternehmen überhaupt zum Finanzmarkt kommen", so Gewessler.

Hohe Förderungen

Vor allem für Neulinge, die Geld für die Umsetzung eines Projekts brauchen, sei es oft schwierig, dieses auch für Investoren attraktiv aufzubereiten, so Michael Trcka, CFO der WEB Windenergie. Zudem seien die Nebenkosten, um an Investitionen auf dem Kapitalmarkt zu kommen - beispielsweise Kosten für die Emission einer Anleihe - oft sehr hoch. Daher sei es sehr wichtig, "diese ersten Schritte zu unterstützen", so Trcka.

Die nun startende Förderung sei ein "EU-weites Pionierprogramm", sagte Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds des Bundes. Förderberechtigt sind Projekte bis zu 50 Millionen Euro, die in Österreich umgesetzt werden. Die Förderung kann dann je nach Projektgröße bis zu 60.000 Euro ausmachen. Das Projekt muss bestimmte Kriterien erfüllen, beispielsweise muss es mit den EU-Regeln der nachhaltigen Finanzierung konform sein bzw. begründen, wieso das Vorhaben einen Beitrag zu den nationalen und globalen Klimazielen leistet.

Darüber hinaus müssen eine Wirtschaftlichkeitsbewertung, eine Risikobewertung sowie eine Rendite-Erwartung für Investoren erfolgen. Welche Projekte letztlich eine Förderung bekommen, bestimmt eine Fachjury. Wie sich diese zusammensetzt, wurde aber nicht näher erläutert.

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