ESG: Investieren in eine bessere Zukunft

Die Klimakrise vor unserer Haustür zeigt, dass wir alle unseren Lebensstil überdenken müssen, wenn wir auch künftigen Generationen die Chance geben wollen, diesen Planeten zu genießen. Das gilt auch für die Geldanlage.

ESG: Investieren in eine bessere Zukunft

Regierungen werden das Klima-Problem nicht alleine lösen können. Auch die Wirtschafts- und Finanzakteure haben eine größere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Sie müssen Unternehmen aktiv dazu bewegen, einen Wandel herbeizuführen – und sie haben eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Kapital in Projekte im Zusammenhang mit der Energiewende zu lenken und den Kauf von Aktien der schlimmsten Umweltsünder zu vermeiden.

Nur 100 Unternehmen sind dem Carbon Majors Report 2017 von CDP zufolge für 71 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Verantwortungsvoll investieren

In der Praxis bedeutet das, Verantwortung zu übernehmen, indem beim Investieren umweltbezogene, soziale und Faktoren der Unternehmensführung (ESG) in Investitionsentscheidungen einbezogen werden.

Dabei zielt ESG nicht nur auf die Klimakrise ab: Auch andere wichtige soziale Fragen wie Ungleichbehandlung, Diversität oder soziale Gerechtigkeit werden bei nachhaltigen Investitionsentscheidungen berücksichtigt.

Und nachhaltige Anlagen erwirtschaften im Laufe der Zeit auch positive Renditen. Was bedeutet, dass sich Anleger nicht mehr zwischen finanziellen und moralischen Zielen entscheiden müssen.


Die Definition von ESG

ESG beinhaltet die Bewertung der Praktiken eines Unternehmens im Hinblick auf Umwelt (= Environmental), Soziales (= Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (= Governance), indem diese anhand einer Reihe von definierten Kriterien geprüft werden. Mit anderen Worten: Unternehmen müssen Anforderungen erfüllen, die mit bestimmten Standards übereinstimmen.

Environmental. Umweltaspekte können zum Beispiel den CO2-Fußabdruck eines Unternehmens, den Energieverbrauch und das Abfall-Management umfassen. Sie können aber auch die Einhaltung von Umweltvorschriften durch das Unternehmen berücksichtigen.

Social. Die soziale Komponente konzentriert sich auf Fragen, die mit der Unternehmenskultur und der Beziehung des Unternehmens zu seinen Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden zusammenhängen. Die Liste der Kriterien kann unter anderem Diversität, Arbeitsplatzstandards und Datenschutz umfassen.

Governance. Governance-Faktoren beziehen sich auf das Managementteam des Unternehmens und die Art und Weise, wie es das Geschäft führt. Aktionärsrechte, Vergütung von Führungskräften und Mitarbeitern, aber auch Bestechung und Korruption sind nur einige der Punkte, die in dieser Hinsicht auf der Tagesordnung verantwortungsbewusster Investoren stehen.

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