Elon Musk twittert erneuten Bitcoin-Absturz herbei

Einmal mehr hat der Chef des E-Autopioniers Elon Musk mit einem Twitter-Posting die Kryptofans geradezu geschockt. Bitcoin & Co verzeichnen abermals massive Kursabstürze.

Elon Musk twittert erneuten Bitcoin-Absturz herbei

Tesla-Chef Elon Musk Tweets zu Bitcoin werden kürzer, bleibn aber prägnant. Die Krypto-Fans macht das hingegen nervös. Und wieder einmal war ein Bitcoin-Absturz gewiss.

Frankfurt. Wenn Elon Musk nur einen kurzen Post zu Bitcoin auf Twitter sendet, dann bekommt das Erregungspotenzial der Bitcoin-Community einen wahren Schub. Nun sorgt Tesla-Chef am Markt für Digitalwährungen wieder einmal für erhebliches Aufsehen. Freuen darüber drüften sich diejenigen, die meinen dass die Kryptos nur eine Richtung, nämlich die nach oben in Richtung 100.000 Euro kennen, nicht.

Am Freitag löste Multimilliardär Musk mit nur einem Hashtag, vorangestellt dem Wort Bitcoin und einem zerbrochenen Herzen geradezu ein Kursgemetzel aus. Die kryptische Nachricht auf Twitter mündete wieder einmal in massiven Kursverluste. Die nach Marktwert bedeutendste Kryptowährung Bitcoin fiel um 6,1 Prozent auf rund 36.740 US-Dollar (30.189 Euro), zwischenzeitlich stürzte der Kurs sogar um über acht Prozent auf 29,572 ab. Die zweitwichtigste Digitalanlage Ether sank um etwa 5,7 Prozent auf rund 2.647 Dollar, zwischenzeitlich war der Verlust 8,7 Prozent auf unter 2.542 Dollar. Andere Kryptowerte wie XRP oder Litecoin verloren prozentual noch deutlicher und notierten gegen 15 Uhr MEZ mit 8,53 bzw 8,14 Prozent im Minus.

Auslöser der abermaligen Kursturbulenzen war ein kurzer Tweet von Musk. Er besteht aus dem Hashtag "#Bitcoin", einem Symbol für die Kryptowährung und einem zerbrochenen Herzen. Angehängt ist ein Bild, in dem ein Paar über seine Trennung diskutiert (siehe u.) .

Musk ist grundsätzlich ein Befürworter von Digitalwährungen und galt lange als Verfechter von Bitcoin. Allerdings hat sich der Investor und Technikfan von Bitcoin mit Verweis auf die schlechte Umweltbilanz abgewendet. Unter anderem revidierte er den Bitcoin-freundlichen Kurs des Elektroautobauers Tesla.

Kryptische Tweets von Musk sind keine Seltenheit. Mit solchen hat er beispielsweise die als Spaß gestartete und lange Zeit weithin unbekannte Digitalwährung Dogecoin in kurzer Zeit in ungeahnte Höhen katapultiert.

Das Ende einer Vertrauensbasis

In der Vergangenen acht Monaten hat der Chef des US-E-Autopioniers mit seinen Posts auf dem Kursnachrichtensender den Kurs von Bitcoin und anderen Kryptowährungen geradezu befeuert, als er etwa Bitcoin als Zahlungsmittel für den Kauf seiner Tesla-E-Autos akzeptierte.

Im April kam für Musk dann offenbar eine Erleuchtung oder gar ein Erweckungserlebnis. Der von seinen Fans geliebte Gründer, der sich stets die Umwelt, Green Energy und E-Autos an seine Fahnen heftet, andererseits in Brandenburg Nähe Berlin mit einer vorläufigen Baugenehmigung einen riesigen Welt abholzen ließ, um dort eine neue Autfabrik und Batterieproduktionsanlage zu bauen, stellte überraschend und auf einmal fest, dass die Kursfeststellung von Kryptowährung einen massiven Energieaufwand benötigt. Dass der dafür benötigte Strom alles andere als "grüne Energie" zu qualifizieren ist und der Großteil des Strom vor allem aus Kohls- und Atomkraftwerken stammt und dazu wenig umweltfreundlich sein kann, will er so erst jetzt eingesehen haben.

So richtig wollte man Musks Erkenntnisgewinn nicht glauben. Auch sein Fans nicht. Und dennoch: Musk zog im April dann von einem Tag auf den anderen den Stecker. Der im Februar noch großmundig verkündete Zahlungsmodus, Bitcoin als Zahlungsmittel für den Kauf seiner Tesla-Stromautos zu akzeptieren, wurde wieder gestrichen. Seither akzeptiert Tesla wieder nur noch echtes Geld. Zum Schrecken für seine Fans. Denn seither krachen die Kryptowährungen. Die Spekulanten vertrauten wohl zu sehr auf das angeblich so "grüne Herz" und der Popularität ihren Idols Musk, weniger auf die Macht des ikonenhaften Tesla-Chefs, wenn der mal seine Meinung rasch über den Haufen wirft.

Das Fazit der Muskschen Twitterei: Seit dem Liebesentzug für Bitcoin & Co rumpeln die Kryptokurse abwärts. Der Bitcoin-Kurs hat vom heurigen Höchststand von über 63.588,20 Dollar am 13. April 2021 seither 42 Prozent und somit fast die Hälfte des Wertes verloren. Mit heutigem Kurs von 36.740 Dollar ist Bitcoin jedoch immer noch im Vergleich zum Jahresanfang mit 25,7 Prozent im Plus: am 1. Jänner notierte 1 Bitcoin bei 29.390,34 US-Dollar (24.002.93 €).

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