Earnings Season: Bilanzen vom 29.07.2016

Earnings Season: Bilanzen vom 29.07.2016

Zahlreiche Firmen veröffentlichen dieser Tage ihre aktuelle Quartalsbilanz. Es folgt in Kurzform ein Überblick über einige Ergebnisse am Freitag.

AB Inbev US03524A1088
Der Großbrauer hat seinen operativen Gewinn im zweiten Quartal um 4,3 Prozent auf 4,01 Milliarden Dollar gesteigert und damit die Erwartungen von Analysten verfehlt. Die Übernahme der Nummer zwei der Branche - des britischen Rivalen SAB Miller - solle noch in diesem Jahr über die Bühne gehen, erklärte der Branchenprimus.

ACS ES0167050915
Der Gewinn des spanischen Baukonzerns ACS hat im ersten Halbjahr wegen Problemen in Australien um 4,7 Prozent auf 388 Millionen Euro nachgegeben. Allerdings machte der Hochtief -Mutterkonzern Fortschritte bei der australischen Hochtief-Tochter Cimic aus.

ArcelorMittal US03938L1044
Der weltgrößte Stahlhersteller macht nach dem Brexit-Votum verstärkte Unsicherheiten aus, die die wirtschaftliche Erholung wohl belasten dürften. Der operative Gewinn des ThyssenKrupp -Rivalen verdoppelte sich im zweiten Quartal nahezu und lag mit 1,77 Milliarden Dollar deutlich über den Erwartungen. Dessen ungeachtet hielt der Konzern an seinen Jahreszielen fest.

BBVA ES0113211835
Die zweitgrößte spanische Bank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria hat dank einer Reihe von Einmaleffekten ihren Gewinn im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Mit 1,12 Milliarden Euro lag das Ergebnis um 58 Prozent höher als zu Jahresbeginn.

Barclays GB0031348658
Die Umbaukosten belasten den Gewinn der britischen Großbank. In der ersten Jahreshälfte verdiente das Geldhaus vor Steuern mit umgerechnet 2,4 Milliarden Euro ein Fünftel weniger als vor Jahresfrist.

Caixabank ES06406099C6
Der Gewinn der spanischen Bank ist unter anderem dank höherer Gebühren im zweiten Quartal in die Höhe geschnellt. Auch geringere Rückstellungen für faule Kredite spielten der Nummer drei in dem Land in die Hände. Unter dem Strich verdiente das Institut mit 365 Millionen Euro ein Drittel mehr als zu Jahresbeginn.

Chevron US1667641005
leidet unter dem niedrigen Ölpreis. Im zweiten Quartal fiel ein Verlust von 1,47 Milliarden Dollar an - das ist das größte Minus in einem Vierteljahr seit 2001. Noch vor Jahresfrist hatte das Unternehmen 571 Millionen Dollar Gewinn erwirtschaftet.

EDF (ELECTRICITÉ DE FRANCE ) FR0010242511
Der französische Versorger verlängert die Abschreibefristen für seine Atommeiler um zehn Jahre und kurbelt damit den Gewinn an. Die Kraftwerke sollen nun über 50 Jahre abgeschrieben werden, das bringe in diesem Jahr 600 Millionen Euro mehr Ertrag. In der ersten Jahreshälfte verdiente das Unternehmen jedoch mit 2,1 Milliarden Euro 17,2 Prozent weniger.

Eni IT0003132476
Der italienische Ölkonzern ist wegen des niedrigen Ölpreises in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich lag der Verlust im fortgeführtem Geschäft im zweiten Quartal bei 290 Millionen Euro, vor Jahresfrist war es ein Gewinn von 505 Millionen Euro.

Exxon Mobil US30231G1022
Der Verfall des Ölpreises hat bei Exxon Mobil seine Spuren hinterlassen. Im zweiten Quartal brach der Gewinn um 59 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar ein. Die Ölproduktion ging um 0,6 Prozent auf 3,9 Millionen Barrel pro Tag zurück.

Generali IT0000062072
Der Nettogewinn von Italiens größtem Versicherer ist im ersten Halbjahr wegen des Niedrigzinsumfelds und schwieriger Marktbedingungen um rund zehn Prozent auf knapp 1,18 Milliarden Euro gefallen. Analysten hatten im Schnitt mit einem noch deutlicheren Einbruch gerechnet.

Google US38259P5089
Der Umsatz konnte im zweiten Quartal um rund 21 Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar und damit stärker als erwartet gesteigert werden. Der Umsatz mit Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets sowie bei Video-Angeboten habe sich stark entwickelt, teilte die Google-Mutter Alphabet am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Der Nettogewinn stieg um knapp ein Viertel auf 4,88 Milliarden Dollar.

IAG ES0177542018
Die British-Airways-Mutter kappt nach Anschlägen, Streiks und dem Brexit-Votum ihre Prognose. Der Gewinn werde im laufenden Jahr nur noch um einen "niedrigen zweistelligen Prozentsatz" zulegen, im Februar war noch von einem Anstieg um mehr als 900 Millionen Euro oder 40 Prozent die Rede. In den drei Monaten bis Ende Juni verdiente das Unternehmen operativ mit 555 Millionen Euro 4,7 Prozent mehr.

Lexmark US5297711070
Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) des US-Druckerkonzerns ist vor dem milliardenschweren Verkauf an ein Konsortium um die chinesische Technologiefirma Apex um 18 Prozent auf 114 Millionen Dollar gefallen.

Mazda JP3868400007
Der fünftgrößte japanische Autohersteller leidet unter dem starken Yen, der Exporte verteuert. Der Betriebsgewinn im ersten Quartal des Geschäftsjahres sank um 1,7 Prozent auf umgerechnet 457 Millionen Euro.

Merck DE0006599905
Der US-Pharmakonzern Merck hat seinen Umsatz im zweiten Quartal dank eines besseren Absatzes seines Krebsmittels Keytruda um ein Prozent auf 9,84 Milliarden Dollar gesteigert. Der Gewinn sprang sogar um 75 Prozent auf 1,21 Milliarden Dollar.

Mizuho JP3885780001
Die Strafzinsen in Japan machen der Bank zu schaffen. Der Gewinn ging deswegen im ersten Quartal des Geschäftsjahres um 16 Prozent auf umgerechnet 1,16 Milliarden Euro zurück.

Panasonic JP3866800000
Investitionen in Wachstumsbereiche schmälern den Gewinn beim japanischen Elektrokonzern. Operativ verdiente das Unternehmen im vergangenen Quartal mit umgerechnet 581 Millionen Euro 12,6 Prozent weniger. Panasonic will sich als Hersteller von Industriegütern wie Autoteilen und Haushaltsgeräten positionieren und damit unabhängiger vom Geschäft mit Fernsehern oder Smartphones werden.

Pearson GB0006776081
Der britische Verlagskonzern hofft nach dem Brexit-Votum auf für ihn günstige Effekte durch das schwache Pfund. Sollten die Wechselkurse weiterhin so bleiben wie sie derzeit seien, könnte der Gewinn je Aktie höher ausfallen als bislang angenommen. In der ersten Jahreshälfte sank der Betriebsgewinn auf umgerechnet 18 Millionen Euro von 64 Millionen Euro vor Jahresfrist. Das Pfund hat nach dem Votum massiv an Wert verloren.

Reckitt Benckiser GB00B24CGK77
Der britische Konsumgüterhersteller schraubt nach einem Skandal um Desinfektionsmittel für Luftbefeuchter in Südkorea seine Prognose herunter. Das Wachstum werde am unteren Ende der Spanne von vier bis fünf Prozent liegen. Im zweiten Quartal setzte der Hersteller von Cillit-Bang-Reinigungsmittel oder Durex-Kondomen auf vergleichbarer Basis vier Prozent mehr um.

Sanofi FR0000120578
Der Preisdruck in den USA hat dem französischen Pharmakonzern im zweiten Quartal ein Umsatz- und Gewinnminus eingebrockt. Trotz florierender Geschäfte der Biotech-Tochter Genzyme fiel der Nettogewinn um 3,3 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro. Der Umsatz gab um 0,2 Prozent nach.

Sharp JP3359600008
Der japanische Display-Hersteller kommt vor der Übernahme durch den Apple-Zulieferer Foxconn bei der Sanierung voran. Dank Einsparungen lag der Verlust im vergangenen Quartal nur noch bei umgerechnet 22 Millionen Euro, nach einem Minus von 250 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Sony JP3435000009
Der japanische Elektrokonzern leidet unter den Schäden, die an einer wichtigen Fabrik durch ein Erdbeben entstanden. Der Betriebsgewinn sank deswegen im ersten Quartal des Geschäftsjahres verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 42 Prozent auf umgerechnet knapp 490 Millionen Euro.

UPS US9113121068
Der US-Rivale der Deutschen-Post -Tochter DHL hat seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal dank einer höheren Nachfrage um fast vier Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar gesteigert. Der Gewinn legte um drei Prozent auf 1,27 Milliarden Dollar zu.

Vinci FR0000125486
Der operative Gewinn von Europas größtem Baukonzern ist im ersten Halbjahr um fast zwölf Prozent auf 1,72 Milliarden Euro gestiegen. Die Auftragslage des französischen Konzerns verbessert sich ebenfalls - vor allem auf dem Heimatmarkt.

Xerox US9841211033
Der Umsatz des US-Druckerkonzerns ist im zweiten Quartal zum sechsten Mal in Folge gefallen. Die Erlöse gaben wegen des starken Dollar und einer geringeren Nachfrage um 4,4 Prozent auf 4,39 Milliarden Dollar nach. Der Nettogewinn stieg hingegen auf 155 Millionen Dollar von zuvor zwölf Millionen Dollar.

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