Earnings Season: Die Bilanzen vom 15.4.2016

Earnings Season: Die Bilanzen vom 15.4.2016

Der oberösterreichische Motorradhersteller KTM, der Einzelhändler Carrefour, der Medizintechnikkonzern Drägerwerk und die US-Bank Citigroup öffnen heute ihre Bücher. Ein Überblick über die wichtigsten Bilanzen des Tages.

KTM verkaufte im 1. Quartal 16 Prozent mehr Fahrzeuge

Der oberösterreichische Motorradhersteller KTM hat im ersten Quartal 2016 deutlich mehr Fahrzeuge verkauft und damit den Umsatz und das Ergebnis gesteigert. Der weltweite Absatz stieg um 15,8 Prozent auf 48.455 Fahrzeuge, der Umsatz erhöhte sich um 11,7 Prozent auf 278,8 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 15,7 Prozent auf 25,1 Mio. Euro zu, gab das Unternehmen am Freitag bekannt.

Die Absatzsteigerung resultiere im Wesentlichen aus positiven Entwicklungen des europäischen, nordamerikanischen und indischen Marktes, erläutert das Unternehmen. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet das Management eine neuerliche Steigerung sowohl bei Umsatz als auch Absatz. Im laufenden Geschäftsjahr seien Investitionen von rund 120 Mio. Euro geplant.

Per Ende März beschäftigte KTM weltweit 2.577 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nach 2.515 im Jahr davor.

Einzelhändler Carrefour trotzt Schwäche in China

Europas größter Einzelhändler Carrefour hat trotz schwacher Geschäfte auf dem französischen Heimatmarkt seinen Umsatz gesteigert. Die Erlöse des Weltmarktzweiten hinter dem US-Konkurrenten Wal-Mart legten im ersten Quartal bereinigt um Sonderfaktoren wie etwa Feiertage und Wechselkursschwankungen um 3,2 Prozent auf knapp 20,1 Mrd. Euro zu, wie der französische Konzern am Freitag mitteilte.

Vor allem in Brasilien, Spanien und Italien lief es rund. In China bekam Carrefour dagegen die Konjunkturabkühlung zu spüren: Der Umsatz fiel hier auf vergleichbarer Basis um gut acht Prozent. Die Supermärkte in Frankreich hatten rund 1 Prozent weniger in den Kassen.

Für das Gesamtjahr stellte der Metro -Konkurrent einen operativen Gewinn auf dem Vorjahresniveau von rund 2,5 Mrd. Euro in Aussicht, wie es auch Analysten erwarten. Diese Marktprognose sei vernünftig, sagte Finanzchef Pierre-Jean Sivignon.

Drägerwerk hält trotz Verlust im Quartal an Jahresprognose fest

Der deutsche Medizintechnikkonzern Drägerwerk ist schwach ins neue Jahr gestartet. Vor Steuern und Zinsen sei im ersten Quartal ein Verlust (Ebit) von 16 Millionen Euro angefallen nach einem Plus von 1,1 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am späten Donnerstagabend in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Der Auftragseingang sank um 2,5 Prozent. Beim Umsatz verzeichnete Dräger einen Rückgang um 2,4 Prozent auf 532,4 Millionen Euro. Bereinigt um Währungseinflüsse stieg der Auftragseingang leicht um 0,2 Prozent und der Umsatz wuchs ebenfalls um 0,2 Prozent. Die Bruttomarge für die ersten drei Monate lag bei 42,0 Prozent verglichen mit 47,3 Prozent im Vorjahr.

Für das Gesamtjahr 2016 geht Dräger unverändert von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum zwischen null und drei Prozent und einer Ebit-Marge zwischen 3,5 und 5,5 Prozent aus. Im Geschäftsjahr 2016 erwarte das Unternehmen im Vergleich zu 2015 eine geringere Bruttomarge.

Citigroup muss wegen Börsenturbulenzen kräftig Federn lassen

Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben die US-Großbank Citigroup im ersten Quartal stark belastet. Der Überschuss sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 3,5 Mrd. Dollar ab, wie das Institut am Freitag in New York mitteilte.

Damit ging der Gewinn bei Citi stärker zurück als bei der Konkurrenz von JPMorgan Chase, Bank of America und Wells Fargo. Analysten hatten allerdings mit noch schlechteren Zahlen gerechnet. Mit Kosteneinsparungen konnte die Citigroup einen Teil des Rückgangs bei den Erlösen auffangen.

Das Handelsgeschäft lief wie bei anderen Investmentbanken auch schlecht. Die Erlöse der Sparte sackten um gut ein Viertel ab, weil viele Anleger sich angesichts der schlechten Stimmung an den Kapitalmärkten in den ersten beiden Monaten mit Spekulationen zurückhielten. Zudem hinterließ die Pleitewelle in der Öl- und Gasindustrie in den USA Spuren in der Bilanz. Das Institut musste die Risikovorsorge erhöhen.

Papiererzeuger Smurfit Kappa 2015 mit Rekord-Gewinn

Der Wellpappe-Rohpapiererzeuger Smurfit Kappa Nettingsdorf in Ansfelden (Bezirk Linz-Land) hat 2015 seinen Gewinn auf 62 Mio. Euro verdoppelt, der Umsatz stieg um 20 Mio. auf 249 Mio. Euro. Damit wurde das beste Jahr in der 165-jährigen Firmengeschichte erzielt, berichtete das "WirtschaftsBlatt" in seiner Montagausgabe.

2015 sei ein "absolutes Ausnahmejahr" gewesen, so CEO Reinhard Reiter. Das sieht man auch an den Produktionszahlen: Mit knapp 460.000 Tonnen Papier wurde sogar der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2013 - damals wurden 438.500 Tonnen hergestellt - übertroffen.

Für heuer ist kein weiteres Rekordjahr zu erwarten. Zum einen haben sich im ersten Quartal die Preise für Kraftliner - jenes Papier, das die Wellpappe-Fabrik vorwiegend produziert - leicht nach unten bewegt. Zum anderen wird die Produktionsmenge durch einen Werksstillstand sinken.

Denn seit Sonntag steht die PM6, die weltweit größte Papiermaschine, still. Sie wird 10 Tage lang generalüberholt. Insgesamt sollen heuer 21,7 Mio. Euro in Instandhaltungsarbeiten, Reparaturen und Investitionen fließen, um die Produktion zu modernisieren. Reiter ist dennoch für das laufende Jahr optimistisch, denn vor allem der Internethandel kurble den Verpackungssektor an.

Andreas Lasser-Klein, Sprecher der Geschäftsführung der Kepler Fondsgesellschaft.

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Uli Krämer, (2. v. r., sitzend), Leiter des Kepler-Portfoliomanagaments, mit einem Teil des Teams im Trading-Room der Fondsgesellschaft.

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