Earnings Season: Die Bilanzen vom 12.4.2016

Earnings Season: Die Bilanzen vom 12.4.2016

Am 12.6. gibt es Bilanzen von Rosenbauer International AG und der Landesbank Baden-Württemberg (Miteigentürmerin der Hypo Vorarlberg), der Schweizer Aromenhersteller Givaudan steigert trotz des starken Schweizer Franken seinen Jahresumsatz. Am Vorabend läutete Alcoa traditionsgemäß die US-Bilanzsaison ein.

Aluminium-Preisverfall belastet Gewinn und Umsatz von Alcoa

Gesunkene Verkaufspreise, der starke Dollar und Sonderkosten für Werksschließungen haben dem US-Aluminiumkonzern Alcoa (ISIN US0138171014) einen kräftigen Gewinnrückgang beschert. Das vom früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen, das in den USA traditionell die Bilanzsaison eröffnet, wies am Montagabend für das erste Quartal einen Gewinn von 16 Millionen Dollar (14,08 Mio. Euro) aus.

Vor Jahresfrist waren noch 195 Millionen Dollar erwirtschaftet worden. Der Umsatz brach um 15 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar ein. Analysten hatten bei Gewinn und Umsatz mehr erwartet.

Rosenbauer erhöht Dividende für 2015 um ein Viertel

Der börsennotierte Feuerwehrauto-Hersteller Rosenbauer (ISIN AT0000922554) erhöht für das abgelaufene Jahr die Gewinnausschüttung. Die Dividende soll um ein Viertel von 1,2 auf 1,5 Euro je Aktie steigen, wird der Hauptversammlung vorgeschlagen. Der Nettogewinn (Periodenergebnis) stagnierte 2015 bei 36,8 (36,7) Mio. Euro, der Umsatz wuchs um 6 Prozent auf die Rekordhöhe von 865,4 Mio. Euro.

Das operative EBIT wuchs um 5 Prozent auf 50,6 Mio. Euro - das war wie das Volumen der Erlöse bereits seit Mitte Februar bekannt. Der Gewinn je Aktie sei um 18 Prozent auf 3,3 (4,0) Euro je Aktie gesunken, hieß es am Dienstag. Der Auftragsstand lag Ende 2015 mit 797,5 Mio. Euro um 15 Prozent höher als Ende 2014. Das Eigenkapital verbesserte sich auf 37,0 (34,2) Prozent der Bilanzsumme. Der Mitarbeiterstand per 31.12. lag bei 3.086 (2.941), ein Zuwachs von 5 Prozent.

Für 2016 werde eine neuerliche Umsatz- und Ergebnissteigerung angestrebt, heißt es im Ausblick des Unternehmens (zur Corporate-Website).

LVMH setzt schwaches Luxusgüter-Geschäft in Frankreich zu

Schwache Geschäfte auf dem Heimatmarkt Frankreich trüben die Bilanz des Luxusgüter-Herstellers LVMH (ISIN FR0000121014 ). Die Zahl der Touristen und damit auch die Zahl potenzieller Kunden sei dort gesunken, teilte der Konzern mit Mode-Marken wie Christian Dior, Hennessy-Cognac und Uhren von Tag Heuer am Montag mit. Insgesamt stieg der Konzernumsatz im abgelaufenen Quartal um vier Prozent auf 8,62 Milliarden Euro. Das waren aber 100 Millionen weniger als von Analysten erwartet.

Bereits am Freitag hatte der kleinere Rivale Prada (ISIN IT0003874101) aus Italien mitgeteilt, Gewinn und Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende Januar) seien um je rund ein Viertel auf 96 beziehungsweise 331 Millionen Euro gesunken. Prada hatte dazu vor allem auf die Entwicklung in China verwiesen, wo sich unter anderem die Wirtschaft schwächer als erwartet entwickelt.

Die Beratungsfirma Bain hatte in der vergangenen Woche in einer Studie vorausgesagt, die weltweiten Umsätze mit Luxusgütern würden ab 2017 wieder anziehen.

Aromenhersteller Givaudan steigert Umsatz zu Jahresbeginn

Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan (ISIN CH0010645932) hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2016 dank einer robusten Nachfrage in Schwellenländern gesteigert. Die Verkäufe legten um 5,6 Prozent auf 1,152 Milliarden Franken zu, wie der Genfer Konzern am Dienstag mitteilte. Das entsprach in etwa den Erwartungen von Analysten. Bereinigt um Währungsschwankungen und Zu- sowie Verkäufe lag das Umsatzwachstum bei knapp sechs Prozent und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 2,7 Prozent.

Der Weltmarktführer stellt Duft- und Aromastoffe für Körperpflege- und Haushaltsprodukte sowie für die Nahrungsmittelindustrie her. Givaudan bestätigte seine Prognose, den Umsatz mittelfristig um jährlich vier bis fünf Prozent zu steigern.

LBBW: Mehr Gewinn trotz schwierigem Umfeld

Das Konzernergebnis vor Steuern der Landesbank Baden-Württemberg stieg im Gesamtjahr 2015 auf 531 Millionen Euro nach 477 Millionen Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Steuern ist um 3,5 Prozent auf 422 Millionen Euro gesunken. Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz heute in Stuttgart kündigte der Vorstand an, der Hauptversammlung eine Ausschüttung in Höhe von 290 Millionen Euro vorzuschlagen. Im Vorjahr war die Dividende bei 313 Millionen Euro gelegen.

Juniper: Enttäuschende Zahlen des Nokia-Konkurrenten

Beim US-Konzern Juniper (ISIN US48203R1041), einem Konkurrenten der europäischen Unternehmen Ericsson und Nokia, lag der Umsatz im ersten Quartal nach vorläufigen Berechnungen bei 1,09 bis 1,10 Milliarden Dollar und der Gewinn bei 0,35 bis 0,37 Dollar je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,18 Milliarden Dollar und 0,45 Dollar je Aktie gerechnet. Verzögerungen bei den Projekten einiger Kunden seien mitverantwortlich für die überraschend schwache Nachfrage, erklärte Juniper.

Flughafen Wien mit Passagierplus im März und im 1. Quartal

Der Flughafen Wien (ISIN AT0000911805) hat im März einen Anstieg der Passagierzahl um 1,9 Prozent auf 1,710.929 verzeichnet. Im gesamten ersten Quartal legte die Zahl der abgefertigten Fluggäste um 2,3 Prozent auf 4,399.376 zu. Das Cargo-Volumen (Luftfracht und Trucking) sank im März um 0,8 Prozent auf 23.672 Tonnen, stieg aber von Jänner bis März um 2,0 Prozent auf 64.548 t, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Bei den Lokalpassagieren gab es im März ein Plus von 3,8 Prozent auf 1,284.872 und im gesamten ersten Vierteljahr einen Zuwachs um 4,3 Prozent auf 3,313.066. Rückläufig war dagegen die Zahl der Transferpassagiere: Sie sank im Berichtsmonat März im Jahresabstand um 3,1 Prozent auf 418.758 und verringerte sich im Quartal um 3,3 Prozent auf 1,060.936.

Nach Westeuropa stieg die Zahl der Passagiere um 2,0 Prozent, Osteuropa verzeichnete 7,4 Prozent Rückgang. Das Passagieraufkommen in den Nahen und Mittleren Osten legte im März um 4,1 Prozent zu, jenes in den Fernen Osten sank um 3,4 Prozent. Starkes Wachstum habe man mit plus 18,4 Prozent nach Nordamerika verzeichnet, während die Zahl der Passagiere nach Afrika im Jahresabstand um 17,1 Prozent gesunken sei, so die Flughafen Wien AG.

Auch Flugbewegungen gab es weniger: Ihre Zahl sank im März um 2,8 Prozent auf 17.812 und im Quartal um 1,7 Prozent auf 48.830.

Gut entwickelt hätten sich die Auslandsbeteiligungen der Flughafen-Wien-Gruppe: Am Airport Kosice stieg die Passagierzahl im ersten Quartal um 30,6 Prozent auf 70.937, der Malta Airport verzeichnete von Jänner bis März ein Wachstum von 15,5 Prozent auf 800.707 Fluggäste.

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