Earnings Season: Bilanzen vom 27.07.2016

Earnings Season: Bilanzen vom 27.07.2016

Zahlreiche Unternehmen veröffentlichen dieser Tage ihre aktuelle Quartalsbilanz. Es folgt in Kurzform ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse des Tages.

Airbus ISIN NL0000235190
Der Flugzeugbauer Airbus hat trotz milliardenschwerer Sonderlasten aus zwei Großfliegerserien im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn auf 1,36 Milliarden Euro fast verdoppelt. Gut zwei Milliarden erlöste Airbus aus der Trennung von den Anteilen am französischen Dassault-Konzern und der Gründung der Raketen-Gemeinschaftsfirma Airbus Safran Launchers. Der Umsatz stagnierte in etwa bei 16,6 Milliarden Euro, obwohl die Zahl der ausgelieferten Flieger leicht auf 298 schrumpfte. Der Gewinnsprung hätte noch deutlich höher ausfallen können, wären nicht die Probleme mit dem Militärfrachter A400M und dem Langstreckenjet A350. Die verluste mit den beiden Flugzeugtypen belasten das Ergebnis mit fast 1,4 Milliarden Euro.

Air France-KLM ISIN FR0000031123
Die Fluglinie warnt nach den Anschlägen im Heimatland und wegen der weltweiten politischen Unsicherheiten vor Umsatzrückgängen. Bereits im zweiten Quartal fielen die Erlöse um 5,2 Prozent auf 6,22 Milliarden Euro, wie der Lufthansa -Konkurrent mitteilte. Der Betriebsgewinn (Ebitda) stieg wegen niedrigerer Kosten hingegen um 30 Prozent auf 728 Millionen Euro.

Apple ISIN US0378331005
Der iPhone-Hersteller hat die Ergebnisse des dritten Quartals bekannt gegeben. Es konnten ein Umsatz von 42,4 Milliarden US-Dollar und ein Netto-Quartalsgewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar erzielt werden. Im Vorjahresquartal wurde noch ein Umsatz von 49,6 Milliarden US-Dollar sowie ein Netto-Gewinn von 10,7 Milliarden US-Dollar erreicht.

ARM ISIN GB0000595859
Der britische Chipentwickler ARM hat vor der anstehenden 32 Milliarden Dollar schweren Übernahme durch den japanischen Softbank -Konzern sein Ergebnis gesteigert. Im abgelaufenen Quartal legte der Vorsteuergewinn um fünf Prozent auf umgerechnet 155 Millionen Euro zu.

BASF ISIN DE000BASF111
Die jüngste Erholung des Ölpreises kommt beim Chemiekonzern BASF noch nicht an. Im zweiten Quartal fiel der Betriebsgewinn (EBIT) vor Sondereinflüssen um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, wie das Ludwigshafener Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt auch soviel erwartet. Der Umsatz schrumpfte um 24 Prozent auf 14,5 Milliarden. Dazu trug die Trennung vom Gashandels- und Speichergeschäft bei sowie ein schwächeres Geschäft mit Basischemikalien wegen rückläufiger Preise. Auch negative Währungseffekte belasteten die Bilanz. "Unser Ausblick für 2016 bleibt im derzeitigen volatilen und herausfordernden Umfeld ein unverändert anspruchsvolles Ziel und ist insbesondere von der weiteren Entwicklung des Ölpreises abhängig", sagte Vorstandschef Kurt Bock.

Bayer ISIN DE000BAY0017
Bayer baut mitten im Übernahmepoker um den US-Saatgutriesen Monsanto seinen Gewinn überraschend deutlich aus und erhöht seine Ergebnisprognose. der deutsche Pharmariese hat unterm Strich im zweiten Quartal den Gewinn um 18,6 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz ist hingegen um 1,4 Prozent auf 11,83 Milliarden Euro gesunken, währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 2,3 Prozent. Dabei profitierte Bayer vor allem von einem starken Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.

KPN ISIN NL0000009082
Der Sparkurs zahlt sich langsam für den niederländischen Telekomkonzern KPN aus. Im zweiten Quartal fiel der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) trotz einer geringeren Nachfrage nur noch um 1,7 Prozent auf 592 Millionen Euro. Der Umsatz gab um 3,7 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro nach.

LG Display ISIN KR7034220004
Der südkoreanische Bildschirmhersteller LG Display bekommt das Abebben des Smartphone-Booms immer mehr zu spüren. Der operative Gewinn brach im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um 91 Prozent auf umgerechnet 35 Millionen Euro ein, wie der Weltmarktführer bei Flüssigkristall-Bildschirmen mitteilte. Eine schwächere Smartphone-Nachfrage drücke auf die Display-Preise. Der Umsatz fiel um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro.

Mitsubishi Motors ISIN JP3898400001
Der operative Gewinn von Mitsubishi Motors ist infolge des Skandals um manipulierte Spritverbrauchtests im ersten Geschäftsquartal um 75 Prozent auf umgerechnet knapp 40 Millionen Euro eingebrochen. Japans sechstgrößter Autobauer erklärte den Rückgang mit rückläufigen Absatzzahlen. Im Geschäftsjahr schlagen sich demnach auch Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit dem Skandal in Höhe von 1,1 Milliarden Euro nieder.

Nintendo ISIN JP3756600007
Noch schlägt sich die weltweite Begeisterung für das neue Handyspiel "Pokemon Go" von Nintendo nicht in den Geschäftszahlen des japanischen Spielekonsolen-Anbieters nieder. Operativ machte der Konzern von April bis Juni vor allem wegen der starken Landeswährung Yen einen Verlust von umgerechnet knapp 44 Millionen Euro nach einem Gewinn von fast zehn Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Nissan ISIN JP3672400003
Der zweitgrößte japanische Autobauer Nissan hat von April bis Juni einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht. Der operative Gewinn des Renault -Partners gab wegen des starken Yen und leicht rückläufiger Autoverkäufe um rund neun Prozent auf umgerechnet 1,51 Milliarden Euro nach. Für Nissan waren es die ersten Gewinneinbußen seit fünf Quartalen.

Osram ISIN DE000LED4000
Der Lichtkonzern Osram hat im abgelaufenen Quartal bessere Geschäfte gemacht, aber angesichts des Konzernumbaus deutlich weniger verdient. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn um mehr als die Hälfte auf 28 Millionen Euro. Die Kosten für den Umbau und den Verkauf des Lampengeschäfts herausgerechnet sieht die Bilanz allerdings besser aus. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) kletterte um 12,7 Prozent auf 145 Millionen Euro. Der Umsatz des Konzern wuchs um 6,6 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro.

Palfinger ISIN AT0000758305
Der Kranhersteller Palfinger hat im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung und ein spürbares Umsatzplus erreicht. Das Konzernergebnis legte im Jahresabstand um 15,2 Prozent auf 39,7 Millionen Euro zu, und das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 21,4 Prozent auf 64,9 Millionen Euro, teilte das Salzburger Unternehmen am Mittwoch mit. Die EBIT-Marge stieg auf 9,8 (8,8) Prozent. Der Umsatz der Gruppe mit zuletzt 8.944 Mitarbeitern (+2,0 Prozent) stieg um 9,8 Prozent auf 665,6 Millionen Euro.

Peugeot ISIN FR0000121501
Peugeot hat seinen Nettogewinn im ersten Halbjahr auf 1,21 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Der französische Autobauer profitierte dabei von der Erholung des europäischen Marktes.

Puma ISIN DE0006969603
Der Sportartikelhersteller Puma hat dank der Fußball-Europameisterschaft im abgelaufenen Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Überschuss habe 1,6 Millionen Euro betragen, teilte die Tochter des französischen Luxuskonzerns Kering mit.

Santander ISIN US05964H1059
Der Gewinn der spanischen Großbank Santander ist von Januar bis Juni wegen Restrukturierungskosten und Zahlungen an den Abwicklungsfonds der EU um 32 Prozent auf 2,91 Milliarden Euro eingebrochen. Im zweiten Quartal lag der Überschuss des größten Geldhauses der Euro-Zone bei 1,28 Milliarden Euro und damit leicht über den Analystenerwartungen.

Sumitomo Mitsui Financial Group ISIN JP3890350006
Die Einführung von Negativzinsen macht der japanischen Bank SMFG zu schaffen. Von April bis Juni brach der Nettogewinn um fast ein Drittel auf umgerechnet 1,6 Milliarden Euro ein. Die Maßnahmen der Notenbank zur Ankurbelung der Kreditvergabe führen dazu, dass die Geldhäuser günstigere Zinskonditionen anbieten, was auf ihre Gewinnmargen drückt.

Statoil ISIN NO0010096985
Der Ölpreisverfall und eine geringere Förderung haben dem norwegischen Ölkonzern Statoil einen massiven Gewinnrückgang gebracht. Der bereinigte operative Gewinn fiel im zweiten Quartal um fast 70 Prozent auf 913 Millionen Euro und lag damit deutlich unter den Erwartungen von Analysten.

STMicroelectronics ISIN NL0000226223
Der französisch-italienische Chipkonzern STMicroelectronics hat im zweiten Quartal dank Einsparungen seinen operativen Gewinn auf 28 Millionen Dollar von zuvor 12 Millionen gesteigert. Der Umsatz hingegen fiel um drei Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.

Twitter ISIN US90184L1026
Der Kurzmitteilungsdienst Twitter schafft die Trendwende nicht. Im zweiten Quartal kletterten die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert zwar um 20 Prozent auf 602 Millionen Dollar, damit wurden die Prognosen der Analysten aber deutlich verfehlt. Das Wachstum hat nun bereits das achte Quartal in Folge an Schwung verloren. Die Werbeeinnahmen, wichtigste Geldquelle des Unternehmens, legten nur um 18 Prozent auf 535 Millionen Dollar zu. In den beiden Vorquartalen hatten die Zuwächse noch bei 37 und 48 Prozent gelegen.

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