Mario Draghis Finanzpolitik lässt Gold glänzen

Mario Draghis Finanzpolitik lässt Gold glänzen

EZB-Chef Draghi machts möglich: Nach der Zinssenkung stürzten sich die Anleger auf Gold. Warum das so ist und ob der Trend anhält.

EZB treibt Goldpreis auf höchsten Stand seit einem Jahr

Welche Auswirkungen die aktuelle Zinspolitik auf die Wirtschaft haben wird, ist nicht nur für Ökonomen sondern auch für Investoren schwer einzuschätzen. Zwar profitieren Aktien davon, viele andere Auswirkungen auf die Märkte bleiben jedoch häufig eine Unbekannte. So haben sich Investoren im Zweifelsfall in den sicheren Hafen Gold geflüchtet. Gold wird zudem in Dollar gehandelt und ein Rückgang der US-Währung macht das Edelmetall außerhalb des Dollarraums günstiger und stärkt so die Nachfrage. Draghi hatte zwar ein umfassendes Paket geldpolitischer Lockerungen vorgelegt und damit den Euro zunächst geschwächt. Während der Pressekonferenz im Anschluss an die Entscheidungen stieg die Gemeinschaftswährung jedoch weit über ihr Ausgangsniveau hinaus. Im Gegenzug wurde der Dollar geschwächt. Das hat den Goldpreis kräftig nach oben getrieben. Die Feinunze Gold hat sich nach Draghis-Zinspolitik innerhalb eines Tages um bis zu 40 Dollar verteuert und notiert derzeit bei 1.264 Dollar.

Der Goldpreis hat sich bereits seit Jahresanfang deutlich erholt. In den vergangenen drei Monaten kletterte der Kurs um 18,70 Prozent. Schon bisher hat, laut Experten, EZB-Chefs Draghi mit seinen Äußerungen, den Preis des Edelmetalls beflügelt. Der neuerliche Preisschub, sei aufgrund der Draghi-Aussage, derzeit keine weitere Zinssenkungen für nötig erachte, erfolgt.

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Matthias Bank, Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Universität Innsbruck

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