Doping für die Rallye zum Jahresende #IC19

Doping für die Rallye zum Jahresende #IC19

Für die Teilnehmer der TREND INVESTORS CHALLENGE wie auch für alle Privatanleger wird es noch einmal spannend an den Börsen. Die besten Tipps für Trader.

Es klingt überraschend. Aber das Börsenbarometer dreht sich wieder nach oben. Zwar nur leicht, aber doch spürbar. Die Gründe dafür sind mannigfaltig: Der Handelskrieg zwischen China und den USA wird zwar noch länger toben -aber zuletzt hat es wieder eine Annäherung gegeben. Der Brexit scheint nun doch in einigermaßen geordneten Bahnen abzulaufen.

Das Schreckgespenst der Rezession verblasst angesichts der guten Daten bei der gerade anlaufenden US-Berichtssaison immer mehr. Und nicht zuletzt ist da TINA, das den Notenbanken zu verdankende Lieblingsakronym der Investmentbranche: There Is No Alternative. Oder: Mangels Zinsen muss das Kapital an die Börsen fließen.

So sehen die Rahmenbedingungen für die letzten Runden in der trend Investors Challenge des heurigen Jahres gut aus. Sie bedeuten nichts anderes als: Es kommt wieder Bewegung in die Märkte und das sollten die Trader nutzen, um für sich noch das Beste herauszuholen, also um den ersten Platz zu erreichen. In der dritten Risikogruppe hat die Wachablöse schon stattgefunden. Trader "A-Invest best of best" hat zuletzt "SSTeiner" überholt.

In den beiden anderen Risikogruppen haben die Langzeitführenden "Goldiver durch die Krise" und "We Invest" noch die Nase vorn. Doch mit welchen Aktienkäufen können die Verfolger noch aufholen? Und wie können Privatanleger die kommenden Entwicklungen an den Börsen erfolgreich nutzen? Erfolgreiche Profitrader auf der Social-Trading-Plattform wikifolio.com verraten ihre Strategien für diese Situation.

JETZT HANDELN. Sofern eine weitere Deeskalation im Handelsstreit erfolgt, es Einigungen gibt und die Zeichen der konjunkturellen Erholung sich verstärken, könnten zyklische Aktien wieder Aufwind bekommen. Diese sind in den letzten Monaten durch die sich abschwächende Wirtschaft deutlich eingebrochen. Michael Flender ist ein sogenannter "Heavy Trader" bei wikifolio.com. Er managt derzeit unter seinem Tradernamen "Goldesel" drei Wikifolios, die insgesamt rund 8,3 Millionen Euro verwalten.

Mit dem im Mai 2014 gestarteten Portfolio "Goldesel-Trading" konnte er seither ein Plus von 146 Prozent erzielen. Sein Tipp für die kommenden Wochen: "Vergangenen Freitag gab es eine erste Erholungsrallye, nachdem eine kleine Einigung im Handelskrieg erzielt wurde. Ich sehe hier aber noch deutlich Luft nach oben. Positioniert bin ich deshalb z. B. beim Intralogistikanbieter Kion, bei den Baumaschinenherstellern Deutz und Wacker Neuson sowie beim Chemietitel Lanxess. Das Unternehmen hat als eines der wenigen aus der Branche keine Gewinnwarnung gemeldet, der Kurs bricht schon jetzt nach oben aus.

Doch es gibt auch Gründe abseits der aktuellen Entwicklungen, die jetzt für aktives Traden sprechen. Dennis Raute ist ebenfalls „Heavy Trader“ bei wikifolio.com. Er hat im April 2013 sein wikifolio „Trendfolge & Trading“ gestartet. Mittlerweile sind stolze 1,45 Millionen Euro von Followern darin veranlagt. Er meint zu den Chancen für die Trader der Investors Challenge: „Gerade im letzten Quartal kann es durchaus noch einmal spannend an den Börsen werden, und somit kann es durchaus gute Gelegenheiten geben, seine Jahresperformance deutlich aufzubessern.“

Was der Trader damit anspricht, ist die „Saisonalität“, der die Märkte unterliegen. Denn aus statistischer Sicht ist es nachgewiesen, dass in den letzten beiden Monaten eines Jahres die Aktienkurse noch einmal deutlich anziehen. „Jahresendrallye“ ist hier das häufig zitierte Stichwort. Besonders ab Ende Oktober und dann über den Jahreswechsel hin klettern die Aktienkurse an den wichtigsten Märkten, statistisch gesehen, am stärksten.

Dafür gibt es einige Gründe. Raute: „Titel, die bislang gut gelaufen sind, werden vor allem von institutionellen Investoren und Investmentfonds weiter nachgefragt, da diese ihren Kunden natürlich die Highflyer im eigenen Portfolio präsentieren möchten.“ Kai Knobloch, ebenfalls „Heavy Trader“ bei wikifolio.com, hat mit seinem Portfolio seit dem Start 2014 ein Plus von 127 Prozent erzielt. Er ist ebenso der Meinung, dass es Sinn macht, gegen Jahresende sein Augenmerk auf die Aktien zu richten, die im laufenden Jahr die beste Performance ­ erzielten: „Der Fachbegriff dazu lautet ,Window Dressing‘. Fondsmanager kaufen jetzt noch einmal diese Aktien, um ihren Kunden die Gewinner-Aktien des Jahres präsentieren zu können und um nicht den Eindruck zu erwecken, sie hätten einen Trend verpasst.“

KAUFRAUSCH.  Ein weiterer Grund, warum gerade in den letzten Monaten des Jahres die Börsen noch einmal Gas geben: Antizyklisch eingestellte Anleger gehen schön langsam auf Schnäppchenjagd, d. h. sie suchen diejenigen Papiere, die im Jahresvergleich besonders stark verloren haben, und investieren in der Hoffnung, dass sich die Lage im kommenden Jahr bessert.

Bei einer solchen Strategie muss man natürlich aufpassen, in grundsätzlich solide Unternehmen zu investieren, die aufgrund einzelner Sondersituationen nur temporär schlecht laufen. Wikifolio.com-Trader Michael Flender dazu: „Interessant ist weiterhin die Automobilindustrie, da hier der Pessimismus besonders hoch ist. Gut gefällt mir eine Volkswagen, der Kurs konnte zuletzt die 160-Euro-Marke überwinden, die Seitwärtsphase könnte damit enden.“ Tatsächlich konnten die Verkäufe im September wieder stark zulegen. Die Mehrzahl der Analysten hegt die Meinung, dass der Wolfsburger Autobauer die Krise besser meistert als die Mitbewerber.

Nach Thanksgiving beginnt in den USA die größte Shoppingzeit des Jahres. Die generelle Kauflaune der Konsumenten macht sich in der Regel dann auch an der Börse bemerkbar. Die Aktie von Amazon hat in dieser Zeit, mit Ausnahme des vergangenen Jahres, immer stärker zugelegt. Auch der Titel des Luxusgüterherstellers Louis Vuitton Moët Hennessy lässt dieses Muster erkennen.

In diesem Jahr ist die Chance auf eine Jahresendrallye nach Meinung der Profihändler durchaus gegeben. Und darauf sollten auch die Teilnehmer der Investors Challenge setzen: wikifolio-Trader Raute hält nichts von Passivität: „Um die Performance zum Jahresende hin noch aufzubessern, setzen Sie eher auf eine Jahresendrally als auf einen neuerlichen Absturz an den Börsen.“

Volkswagen  konnte zuletzt sowohl bei den Autoverkäufen als auch an der Börse wieder ordentlich Gas geben. Und die Aktie hat noch weiteres Potenzial nach oben.


Link zur trend Investors Challenge 2019
=> trend.at/investorschallenge




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