Die größten Dividendenzahler der Welt - bis zu 10 Prozent pro Jahr

Die größten Dividendenzahler der Welt - bis zu 10 Prozent pro Jahr

Der Vermögensaufbau mit Dividenden funktioniert auch in volatilen Börsenphasen.

Dividenden sind in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Bei welchen Aktien bis zu rund zehn Prozent Dividendenrendite pro Jahr drinnen sind. Wo Investments lohnen. Welche Steuern auf Dividenden anfallen und wie man sich Quellensteuer vom Staat wieder zurück holt.

Die Unternehmen sind so großzügig wie kaum je zu vor. Sie zahlen so hohe jährliche Ausschüttungen an die Aktionäre wie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr. Das hat nun Janus Henderson Investors, einer der weltweit größten Vermögensverwalter, erhoben. Die Gesellschaft analysierte dazu die 1.200 nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen weltweit auf die Höhe der ausgeschütteten Dividenden hin. Die Aktien dieser Unternehmen sind im Janus Henderson Global Dividend Index (JHDI) vereint. Die aktuelle Rangfolge der größten Divididendenzahler erschließt sich aus der Höhe der ausgeschütteten Dividenden auf Dollarbasis.

Rio Tinto zahlt heuer über neun Prozent 9 Dividende
Der Star unter den Dividendenaktien ist der britisch-australische Rohstoffkonzern Rio Tinto. Das der Rohstoffkonzern zu den großen Fischen an der Börse zählt, lässt sich bereits an der Marktkapitalisierung von 55 Milliarden Dollar ablesen. Der Kurszuwachs der Aktie war in den vergangenen zehn Jahren mit 70 Prozent zwar weniger eindrucksvoll, dafür aber die Dividende. Im Vorjahr betrug die Dividendenrendite 6,79 Prozent. Für 2019 sind 9,63 Prozent prognostiziert.

Rohstoffwunder: Verluste drehten auf einen Gewinn von fast 14 Milliarden Dollar
Mächtig Eindruck macht jedenfalls auch die Gewinnentwicklung des Bergbaugiganten. Noch 2015 mit 866 Millionen Dollar noch unter Wasser, betrug der Gewinn im Vorjahr stolze 13,4 Milliarden Dollar.
Für die Aktienexperten von JP Morgan ist die Aktie des Bergwerkskonzerns denn auch ein "Top Pick" in der Branche und haben das Papier kürzlich mit Übergewichten eingestuft. Die Aktie sei, gerade nach einem Verlust von 17 Prozent im letzten Monat, noch immer günstig bewertet. Vor allem der Handelskrieg zwischen der USA und China hat der Aktie zuletzt zugesetzt. Kursziel von JP Morgan: 5610 Pence. Ein derartiger Anstieg käme einem Kursgewinn von rund 39 Prozent gleich. Derzeit profitiert der Konzern unter anderem von höheren Preisen für Eisenerz. Der Gewinn legte in den ersten sechs Monaten um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Höhere Kosten belasten allerdings das Unternehmen. UBS erwartet deshalb nur einen Kursanstieg auf nur 4.500 Pence.

Nestle: Dividende steigt seit 23 Jahren
Nestle lässt unter Strich weltweit die zweithöchste Dividende fließen. Der größte Nahrungsmittelproduzent der Welt ist in seiner Dividendenpolitik seit Jahrzehnten unerschütterlich und erhöhte diese seit 23 Jahren kontinuierlich, wenn auf Prozentbasis die jährlichen Zusatzerträge mit gut drei Prozent zwar nicht schlecht, aber auch kein Knüller sind.
Der Schweizer Konzern, der an der Börse mehr als 232 Milliarden Euro wert ist, steht jedenfalls glänzend da. Die Produzenten von Nescafe, LÓreal, Vittel, Mövenpick oder Vichy scheffelte im Vorjahr einen Gewinn von zehn Milliarden Schweizer Franken. Ein Anstieg um 40 Prozent. Der Lebensmittelproduzent geht nach einem Wechsel an der Spitze des Konzerns für 2019 von einer weiteren Verbesserung des organischen Umsatz- und Gewinnwachstums aus. Der vor einem Jahr abgeschlossene Vermarktungsdeal zwischen Nestle und Starbucks entwickelte sich zum großen Erfolg. Die Geschäft laufen sowohl in den USA als auch in Brasilienbesonders gut, wo auch die meisten Standorte des Konzerns neben China stehen. In den USA finden derzeit Kaffee, Heimtierprodukte und Lebensmittel, gegen bestimmte Krankheiten, hohen Absatz. 44 Analysten raten laut Onvista.de die Aktie zu kaufen.

Sberbank: Bis 2020 soll die Dividendenrendite auf 15,34 Prozent pro Jahr steigen Die Aktie der größten russischen Bankengruppe notiert zwar in Rubel, was die Einnahmen bei ungünstigem Wechselkurs deutlich schmälern könnte, aber die Aussichten auf hohe Dividenden könnte diese Bedenken in den Hintergrund treten lassen. Zahlt Sberbank doch fast zehn Prozent Dividendenrendite. 2020 sollen es es gar schon über 15 Prozent sein. Das kürzlich gelieferte Zahlenwerk hat sogar die Analystenschätzungen übertroffen. Die Bank, die ein Fast-Monopol auf die Kreditvergabe für Endkunden hat, konnte zuletzt auch die Kreditvergabe von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die länge Zeit gelitten hat, deutlich steigern. Zusätzlich wird die Digitalisierung vorangetrieben.

Die großen Unternehmen weltweit zahlen seit 2009 kontinuierlich höhere Dividenden. 2018 wurde ein neues Rekordhoch bei der Höhe der Auszahlungen markiert.

Zinseszinseffekt treibt die Dividendenträge langfristig kräftig in die Höhe
Aber auch viele andere Aktien, unter den Top-20-Unternehmen weltweit, mit der höchsten Dividendenrendite in absoluten Zahlen, zählen zu jenen Papieren, die Analysten empfehlen. Kurzfristig mitunter zwar mit höheren Risiken behaftet und vielleicht wartet man bei dem einen oder anderen Titel mit einem Investment noch zu, aber auf längere Sicht haben zahlreiche der Papiere, schon alleine wegen des Zinseszinseffektes durch die Dividendenrendite,gute Renditeaussichten.

Die zehn größten Dividendenzahler der Welt gemessen an der absoluten Auszahlungssumme
1. Rio TintoDiv.Rendite: 9,63 %
2. Nestle 3,07 %
3. Sberbank of Russia 9,52 %
4. Sanofi4,3 %
5. Allianz5,13 %
6. BNP Paribas7,65 %
7. HSBC6,51 %
8. Daimer7,07 %
9. Intesa Sanpaolo10,15 %
10. Total5,7 %
Datenbasis: 2018, Onvista
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Die Top-10-Dividendenwerte weltweit schütteten im zweiten Quartal 2019 49 Milliarden Dollar aus.

Die größten Dividendenzahler auf den Rängen 11 bis 20
11. Royal DutchDividendenrendite 2018: 6,63 %
12. Deutsche Telekom4,72 %
13. AT&T7,04 %
14. Exxon Mobil4,73 %
15. China Mobile
16. Axa7,10 %
17. Samsung Electronics
18. Toyota3,34 %
19. Apple1,72 %
20. Microsoft1,65 %
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Die zehn Unternehmen auf Platz elf bis 20 im Janus Henderson Investors Index Ranking zahlten im zweiten Quartal 2019 insgesamt 38,7 Milliarden Dollar an Dividenden aus.

Die größten Dividendenzahler nach Branchen

So werden Dividenden besteuert
Doch der Erträge durch Zinsen bleiben Anlegern nicht zur Gänze. Bei in Österreich erzielten Ausschüttungen auf Dividenden führt die Bank automatisch 27,5 Prozent der Erträge daraus an die Finanz ab. Für im Ausland erzielte Dividenden muss in vielen Ländern ebenfalls eine Ertragssteuer an den jeweiligen Staat entrichtet werden. Rechtliche Grundlage dafür ist die sogenannten Quellensteuer.

Doppelbesteuerungsabkommen: So holen Sie sich Geld vom Staat zurück
Um nicht mehrfach Steuern einzuheben, gibt es zwischen Österreich und anderen Ländern sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen. Die aktuelle Liste der Abkommen findet sich auf der Homepage des Finanzministeriums. Hier finden Sie auch die dafür nötigen Formulare um sich auf Basis der Doppelbesteuerungsabkommen, Geld vom Staat zurückzuholen.


Die Quellensteuer auf Dividenden nach ausgewählten Ländern:
Großbritannien: 0 %
Luxemburg 15 %
Holland 15 %
USA 15 %
Spanien 19 %
Griechenland 25 %
Italien 26 %

Siehe auch den Trend.at-Artikel: Zins- und Dividenden-Steuern: So verschenken Sie kein Geld

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