Die 7 Dividendenperlen von Warren Buffett

Die 7 Dividendenperlen von Warren Buffett

Diese sieben Aktien sind die Dividendenstars im Depot der US-Aktienlegende Warren Buffett. Welchen Beitrag jährliche Ausschüttungen zur Gesamtperformance leisten und bei welchen Titeln in Österreich am meisten zu holen ist.

Dividendenaktien sind die Stars der Niedrigzinsphase. Wo kriegt man schon jährliche Verzinsung seines Kapitals von beispielsweise drei oder gar zehn Prozent ohne dafür Haus und Hof zu riskieren? Risikolos sind Aktieninvestments zwar natürlich auch nicht, aber Anleger schielen nach wie vor viel zu sehr nur auf die Kursentwicklung. Doch wissenschaftliche Studien belegen, dass ein Drittel bis zur Hälfte der langfristigen Rendite von Aktien sich aus Dividenden speisen – abhängig von Branche und Region.

Das Umsetzen dieses Basiswissens ist auch eines der Erfolgsgeheimnisse von Börsenguru Warren Buffet und seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (ISIN: US0846707026). Durch clevere Investments ist US-Börsianer sogar zum viert reichsten Mann der Welt aufgestiegen. Die unabhängige Research-Plattform "Dividendenadel" hat sich das Depot von Berkshire Hathaway nun genauer angesehen und geprüft. Ihr Fazit: Die Aktien haben bis auf eine Ausnahme, den Dialyse-Spezialist DaVita Healthcare, ein Merkmal gemeinsam: Regelmäßig wiederkehrende Ausschüttungen. Von den insgesamt 30 Aktien im Depot der Beteiligungsgesellschaft haben zwölf ihre Dividende seit mehr als einem Jahrzehnt jedes Jahr erhöht.

Und da Dividenderhöhungen zu den größten Assets für Anleger gehören hat die Onlineplattform Dividendenadel diejenigen Papiere aus Buffets Depot herausgesucht, die über Jahre am längsten kontinuierlich ihre Dividende erhöht haben.

Coca Cola: 49 Prozent Dividendenrendite in 25 Jahren

Ganz oben auf der Liste von Buffetts sieben Dividendenperlen steht Coca Cola (ISIN: US1912161007). Der Getränkehersteller hat seine Dividende in den vergangenen 25 Jahren jedes Jahr erhöht. Das Dividendenwachstum lag in den vergangenen 25 Jahren pro Jahr im Schnitt bei 10,3 Prozent jährlich, der Kursgewinn seither bei insgesamt 115 Prozent, die Dividendenrendite bei 49 Prozent. Macht alles zusammen eine Rendite von 165 Prozent in 25 Jahren. Und das bei einer überschaubaren jährlichen Dividende von im Schnitt drei Prozent etwa in den vergangenen fünf Jahren.

Buffetts Lieblinge: Aktien, die Jahr für Jahr Jahr die Dividende erhöhen

Die weiteren Dividendenkaiser in Buffetts Depot, die jedes Jahr ihre Ausschüttung erhöhen sind Wal-Mart ISIN: US9311421039). Ebenfalls seit 25 Jahren ein Unternehmen, das wie das Amen im Gebet die Anleger mit Extrageld belohnt. Die aktuelle Rendite 2,8 Prozent. IBM (ISIN: US4592001014) ist mit 21 Jahren braver Dividendenerhöhungen für seine Anleger ebenfalls ein solider Quell der Freude. Der IT-Dienstleister zahlt aktuell 3,7 Prozent pro Jahr zusätzlich zur Kursentwicklung.

Einzige europäische Firma unter den sieben Buffett-Aktien mit der kontinuierlicher Dividendenentwicklung ist der französische Pharamriese Sanofi. Der Konzern zahlt und erhöht seit 17 Jahren seine Dividende. In den vergangenen zwölf Monaten waren es 4,3 Prozent. Dafür muss man selbst bei Unternehmensanleihen, die im Kurs noch nicht stark gestiegen sind vielfach bereits ein erhebliches Risiko eingehen.


14 Jahre steigende Dividendenzahlungen kann sich auch das kalifornische Energieunternehmen Suncor Energy (ISIN: CA8672241079) auf die Fahnen heften. Unter den sieben Buffett-Dividendenlangläufern auch der US-Großhändler Costco Wholsale (ISIN: US22160K1051) und der amerikanische Telekomkonzern Verizon (ISIN: US92343V1044).

Doch die Buffett-Papiere sind nicht zwangsläufig eine Kaufempfehlung, gerade Europa hat zahlreiche attraktive Dividendenaktien zu bieten und bei dessen Kurs, die eine oder andere Aktie den Einstieg lohnt. Doch die Strategie des Profiinvestors zeigt, wie essentiell jährliche Ausschüttungen die Performance einer Aktie beeinflussen können und man gut daran tut, den Fokus nicht nur auf mögliche Kursgewinne zu richten, sondern auch auf diese wertvolle Zusatzeinnahme.

OMV in Österreich Dividendenkaiser

Laut der Studie von www.dividendenadel.de ist in Österreich die OMV (ISIN: AT0000743059), trotz einer um 20 Prozent gekürzten Dividende der Top-Zahler. Ausschüttungsvolumen: 325 Millionen Euro. Auf dem zweiten Platz liegt die Erste Bank Group, die nach dem Ausfall 2015 nun wieder Dividende zahlt – im Gegensatz zur Raiffeisen Bank International, wo Aktionäre erneut eine Nullrunde hinnehmen müssen. Uniqa gelang die vierte Dividendenerhöhung in Folge. Das Plus gegenüber dem Vorjahr: Zwölf Prozent. Dagegen beendet die Kürzung bei Vienna Insurance (ISIN: T0000908504) um 57 Prozent eine Erfolgssträhne von fünf Anhebungen. Die Kürzung war naheliegend. Hat die Aktie doch innerhalb der vergangenen zwölf Monate 43 Prozent eingebüßt. Manchmal hilft eben auch die Dividendenrendite nichts, wenn unterm Strich ein Verlust für den Anleger herauskommt.

Summe der Dividenden in Österreich wächst

„Der Dividendenjahrgang 2016 im ATX kann sich sehen lassen. Der Zuwachs bei der Dividendensumme kommt nicht nur durch einige wenige Firmen zustande kommt, sondern resultiert aus zahlreichen Anhebungen resultiert“, erklärt Christian Röhl, Gründer von DividendenAdel gegenüber Zertikate-Austria.at

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