Die Dividendenfavoriten 2017

Die Dividendenfavoriten 2017

Anlegern winken 2017 bis zu 8,2 Prozent Dividendenrendite.

Die Renditen für Anleihen sind im Keller, aber Dividendenrenditen erklimmen immer neue Höhen.Welche Aktien in Deutschland, Gesamteuropa und den USA über Jahre die stabilsten und attraktivsten Dividenden ausschütten und von Experten auch wegen ihrer Wachstumsaussichten zum Kauf empfohlen werden.

In diesen Tagen startet in Deutschland wieder die Dividendensaison. Ein Fixpunkt im Kalender vieler Anleger, die Wert auf jährliche Ausschüttungen legen. Dazu zählen auch immer mehr konservative Anleger, die Staatsanleihen mit hoher Bonität, aufgrund des drohenden Verlustrisikos, den Rücken kehren. Das beste Argument für Dividendenaktien sind jedoch die mitunter hohen jährlichen Zahlungen und das nicht selten für Unternehmen, die zu den Flaggschiffen ihrer Branche zählen.
Den Anfang machte unter den deutschen Dax-Konzernen Thyssenkrupp und Siemens. Sie eröffnen mit ihren Ausschüttungen jedes Jahr die Dividendensaison. Auch in diesem Jahr werden die Investoren wieder großzügig an den Gewinnen der Unternehmen beteiligt. Die deutsche DZ Bank erwartet, dass die Ausschüttungen heuer um rund zehn Prozent auf fast 43 Milliarden Euro angehoben werden - ein neuer Rekordwert.

Dividendenkaiser: Daimler, Allianz und Siemens

Zu den größten deutschen Dividendenzahlern zählen Daimler mit 3,5 Milliarden Euro, die Allianz mit 3,4 Milliarden und Siemens mit Ausschüttungen in Höhe von drei Milliarden Euro. Insgesamt wird erwartet, dass zwölf Unternehmen über eine Milliarde Euro ausschütten werden.

Bis zu 8,2 Prozent Dividende

Zu den Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite zählen Telefonica Deutschland mit 8,2 Prozent, die Deutsche Pfandbriefbank mit 7,9 Prozent und Freenet mit 5,9 Prozent. Die hohen Ausschüttungen sind zwar noch wie vor hoch, aber die starken Kursgewinne der vergangenen Monate haben die Dividendenrenditen doch nach unten gedrückt. Im Schnitt liegt im Dax die erwartete Dividenditenrendite bei drei Prozent und damit 15 Prozent unter dem Mittelwert der vergangenen zehn Jahre. Der Renditeaufschlag gegenüber deutschen Staatsanleihen ist mit 2,7 Prozentpunkten jedoch weiterhin großzügig. Auch in den nächsten beiden Jahren sollten die Dividenden sprießen. Der Konsens erwartet für die nächsten beiden Jahre jeweils Steigerungen von sieben Prozent bis acht Prozent.

Die Dividendenaristokraten 2017

Aber auch im restlichen EU-Raum und in den USA gibt es zahlreiche Unternehmen, die ihre Anleger reich mit Dividenden belohnen und auch noch zweistelliges Kurspotential bieten. Diese filtert DZ Bank Jahr für Jahr in einer umfangreichen Untersuchung heraus. Lesen Sie welche ihrer sogenannten "Dividendenaristokraten" die Analysten der Bank für 2017 für Deutschland, die EU und die USA ausgewählt haben.

Die Angaben über die Dividendenrendite und Kurspotential beruhen auf Prognosen der DZ Bank.

Dividendenstars in Deutschland


Daimler Dividende 2017: 6,0 %, Kurspotential: 10 %
Allianz Dividende 2017: 5,0 % Kurspotential: 8 %
Axel Springer Dividende 2017: 4,0 %, Kurspotential: 16%
BASF Dividende 2017: 3,5 %, Kurspotential: 12 %
Siemens Dividende 2017: 3,2 %, Kurspotential: 12 %

in Europa


Royal Dutch Shell Dividende 2017: 6,9 %, Kurspotential 7 %
Vodafone Dividende 2017: 6,3 % Kurspotential: 27 %
AXA Dividende 2017: 6,3%, Kurspotential: 16 %
GlaxoSmithKline Dividende 2017: 6,3%, Kurspotential: 16 %
Total Dividende 2017, 5,3 %, Kurspotential: 14 %
ING Dividende 2017: 5,3 % Kurspotential: 10 %

in den USA


Verizon Communications Dividende 2017: 4,8 %, Kurspotential: 14 %
AT&T Dividende 2017: 4,8 %, Kurspotential: 9 %
Cisco Dividende 2017: 3,4 %, Kurspotential 10 %
Dow Chemical Dividende 2017: 3,3 %, Kurspotential
Boeing Dividende 3,4 %, Kurspotential: 10 %

Die Auswahlkriterien:

Ausgewählt wurden die „Dividendenaristokraten“ von der DZ Bank aufgrund der Stabilität und hohen Verlässlichkeit der Dividendenzahlungen und da diese auch immer wieder angehoben wurden. Denn wenn Unternehmen die Dividende kontinuierlich zahlen und anheben, sei
dies oft als Indiz für ein erfolgreiches und etabliertes Geschäftsmodell zu sehen, so die Studienautoren. Analog dazu sehen die Experten die Dividendenpolitik der ausgewählten Titel auch als Zeichen für eine führende Marktposition und Wettbewerbsvorteile. Zudem achtet die DZ Bank bei ihren Dividendenaristokraten auf eine hohe Qualität der Bilanz.

Dax mit rund sechs Prozent Kurspotential

Nicht nur die Aussichten für die genannten Divididenaktien sind nach Einschätzung der DZ Bank für 2017 positiv, sondern auch für die Aktienmärkten. Die Analysten erwarten, dass der Dax um 6,2 Prozent (Stand: 11.760 Punkte) auf 12.500 Punkte steigen wird.

Der Anteil, den Dividenden am Gesamtertrag haben, ist über die Jahre gesehen, beachtlich gestiegen und liegt, wie das Beispiel des Daxs zeigt, bei rund 30 Prozent.

Dividenden liefern einen hohen Beitrag am Gesamtertrag

Die Dividendenrenditen der Unternehmen im Dax, MDax und TecDax legen fast jedes Jahr zu.

Viele deutschen Unternehmen weisen seit Jahren eine solide Dividendenpolitik auf. 2018 wird von der DZ Bank ein neuer Rekordwert bei Ausschüttungen in der Höhe von knapp 51 Milliarden Euro prognostiziert. In diese Berechnungen fließen sämtliche Aktien aus dem Dax, MDax und TecDax ein.

Dividendenaristokraten der DZ Bank brachte deutlich höhere Gewinne als S&P

Konservative Dividendenstrategie brachte in den vergangenen Jahren einen hohen Renditevorsprung.

Die DZ Bank, die Jahr für Jahr die sogenannten Dividendenaristokraten ermittelt, ist in den vergangenen Jahren mit ihren Empfehlungen gut gelegen, wie der Vergleich der Entwicklung des US-Aktienindex S&P mit jenen Dividendentitel, die, die DZ Bank in den vergangenen Jahren empfohlen hat, zeigt.

Steigende Zinsen sorgen für Outperformance der DZ- Dividendenaristokraten

Steigende Zinsen sollten der positiven Dividendenentwicklung nach Einschätzung der DZ Bank keinen Abbruch tun. "Dividendenaktien erweisen sich in einem Umfeld steigender und niedriger Renditen historische eine Outperformance", heißt es in der Studie.

Konkret mussten die Dividendenaristokraten der DZ Bank folgende Vorgaben erfüllen, um in die engere Auswahl zu komen:

Dividendenkontinuität:
o 10 von 10 Jahre Dividende bezahlt
o Mind. 8 von 10 Jahre Dividende angehoben bzw. stabil gehalten
o keine Dividendenkürzung größer 30% p.a.
o Ausschüttungs-Quote (PayOut-Ratio) < 85%
Erwartete Dividendenrendite:
o erwartete Dividendenrendite von mindestens 3%
Bilanzqualität & Bewertung:
o Eigenkapitalquote (EK-Quote) > 30%
bzw. Netto Verschuldung (Net debt)/ EBITDA < 3
o EV/EBIT < 20
Anlageempfehlung Kaufen

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