Geldanlage: Diversifikation mit Immbilienfonds

Wer an der Börse alles auf eine Karte setzt und nach dem Prinzip „Alles oder Nichts“ agiert, lebt gefährlich. Diversifikation und stabilere Werte wie Immobilienfonds federn das Risiko ab.

Geldanlage: Diversifikation mit Immbilienfonds

Geld anzulegen ist kein Spiel, und aus diesem Grund sollte man sich auch nie darauf einlassen, wie etwa beim Poker „All-in“ zu gehen, also alles auf eine Karte, sprich einzelne Aktien, Branchen oder Märkte zu setzen. Stattdessen sollte man sein Investment möglichst breit streuen, also diversifizieren.

Auch bei den Risikoklassen empfiehlt sich eine entsprechende Diversifikation. Riskanteren Investments sollten weniger riskante gegenüber stehen, und dazu gehören auch Immobilienfonds, die Anleger-Kapital sammeln, um in Sachwerte zu investieren.

Immofonds eignen sich zur Wertsicherung, weil Häuser oder Wohnungen üblicherweise geringere Wertschwankungen aufweisen als Aktien oder Anleihen. Teilhaber von Mietobjekten können dabei von steigenden Mietpreisen profitieren.

Den Erträgen stehen die Kosten für das Fondsmanagement und die Ausgabekommission gegenüber. Auch auf weitere Kennzahlen, wie Vermietungs- Barmittel- oder Fremdfinanzierungsquote, sollten Anleger achten. Entsprechende Informationen sind im Fondsprospekt enthalten, der auch darüber informiert, in welche Gebäudetypen, Klassen und Regionen investiert wird.

Offene und geschlossene Fonds

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds. Zu beachten ist, dass Immobilienfonds generell langfristige Anlagen sind. Während einer Behaltefrist können Anleger ihre Anteile oft nur unter dem Einstiegspreis am Zweitmarkt verkaufen. Anleger sollten auch prüfen, wie hoch der Anteil der schnell liquidierbare Assets ist, in die ein Immofonds investiert. Das österreichische Gesetz schreibt einen Cash-Anteil von mindestens zehn Prozent vor.

  • Offene Immobilienfonds ermöglichen es, jederzeit einzusteigen. Investiert wird üblicherweise breit gestreut in mehrere Einzelobjekte. Bei Mietobjekten können Anleger auch einen Anteil der Miete erhalten, was regelmäßige Ausschüttungen einbringt.
  • Geschlossene Immofonds dienen in der Regel zur Finanzierung einzelner Großprojekte. Anleger können nur so lange einsteigen, bis das benötigte Kapital erreicht ist, danach wird der Fonds geschlossen. Anteile können nur noch auf dem Zweitmarkt in Geld umgewandelt werden. Einige geschlossene Immofonds schütten auch Mieterträge aus. Nach Ablauf der Fondslaufzeit wird das finanzierte Objekt verkauft, der Erlös wird ausgeschüttet.

Wer in geschlossene Immobilienfonds investiert, sollte ein erfahrenes Auge für den Immo-Markt haben. Sie erzielen zwar zumeist eine höhere Rendite als offene Fonds, allerdings fallen auch Komplikationen, wie Baukostenüberschreitungen, Verspätungen, Nichtanerkennung steuerlicher Verluste oder Mieterprobleme mehr ins Gewicht. Auch die Mindestzeichnungssumme ist in der Regel höher als bei offenen Immofonds.

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