Deutsche Vonovia startet offizielles Übernahmeangebot für Buwog

Deutsche Vonovia startet offizielles Übernahmeangebot für Buwog

Der deutsche DAX-Konzern Vonovia bietet Buwog-Aktionären 29,05 Euro/Aktie in bar. Auch Inhaber von Wandelschuldverschreibungen kommen zum Zug. Vorstand und Aufsichtsrat der Buwog stehen Angebot des deutschen Immobilienkonzerns positiv gegenüber. Die Wettbewerbsbehörde müsste dem Deal noch zustimmen.

Wien/Bochum. Der größte deutsche Wohnungskonzern Vonovia startet heute, Montag, offiziell mit der Übernahme der heimischen Buwog. Das im DAX notierte Unternehmen bietet den Buwog-Aktionären wie berichtet 29,05 Euro pro Aktie in bar. Zuletzt notierte das Buwog-Papier an der Wiener Börse bei 28,78 Euro. Die Angebotfrist läuft am 12. März aus, gab Vonovia Montagfrüh bekannt. Die Aktionäre und Inhaber von Wandelschuldverschreibungen der Buwog haben ab heute die Möglichkeit, das Angebot anzunehmen. Die Annahmefrist endet am 12. März.

Auch die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen werden bei dem Deal bedacht. In der ersten Annahmefrist bietet der deutsche Immokonzern 115.753,65 Euro in bar je Wandelschuldverschreibung mit einem Nominalbetrag von 100.000 Euro. In der Nachfrist will Vonovia dann einen reduzierten Preis von 93.049,33 Euro je Wandelschuldverschreibung anbieten, geht aus der heutigen Aussendung hervor.

Der Vollzug des Übernahmeangebots ist unter anderem an die Bedingung geknüpft, dass die gesetzliche Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus eine Aktie aller am Ende der Annahmefrist ausgegebenen Buwog-Aktien erreicht wird. Vorbehaltlich des Eintritts oder Verzichts auf den Eintritt der Angebotsbedingungen wird das Settlement für die erste Angebotsfrist der Transaktion für Ende März 2018 erwartet, geht aus der Aussendung der Buwog von Montag hervor.

Den Milliarden-Deal will Vonovia nach eigenen Angaben vollständig durch Fremdmittel finanzieren - unter anderem aus dem Erlös einer vor kurzem platzierten Anleiheemission.

Der heimische Immobilienkonzern Buwog wird das Übernahmeangebot des deutschen DAX-Konzerns Vonovia "sorgfältig prüfen" und voraussichtlich am 13. Februar 2018 eine ausführliche begründete Stellungnahme veröffentlichen, gab das börsennotierte Unternehmen am Montag bekannt. Vorstand und Aufsichtsrat der Buwog stünden dem Angebot auf Grundlage der zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen weiterhin positiv gegenüber.

Vonovia beabsichtigt, den Wohnungsbestand von rund 350.000 Wohnungen mit dem der Buwog, die über rund 49.000 Wohnungen verfügt, zusammenzuführen und damit Vorteile für Aktionäre und Mieter zu schaffen.

Für den Vollzug des Übernahmeangebots ist erforderlich, dass der Gesellschaft bis zum Ablauf der ersten Annahmefrist am 12. März 2018 mindestens 50 Prozent plus 1 Aktie aller dann ausgegebenen Buwog-Aktien angedient werden.

In Österreich steht noch das Okay der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) aus. Das deutsche Bundeskartellamt habe die Freigabe für die geplante Übernahme bereits erteilt.

Die Immobiliengesellschaft Vonovia, die aus der Fusion von Deutsche Annington und Gagfah hervorging, notiert seit September 2015 im Deutschen Aktienindex (DAX) der 30 größten Unternehmen in Deutschland. Der Portfoliowert liegt bei etwa 30,0 Mrd. Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 8.400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

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