Deloitte-Umfrage: Klima, Fachkräfte und Cyberattacken als Top-Themen

Die Finanzvorstände österreichischer Unternehmen sind optimistischer als im Frühjahr. Das Investitionsklima verbessert sich. Im Fokus sind Klima und Fachkräftemangel, aber auch erhöhte Bedrohungen wie Cyberrisiken.

Deloitte-Umfrage: Klima, Fachkräfte und Cyberattacken als Top-Themen

Der Klimawandel

Die Finanzchefs (CFO) der heimischen Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft als noch zur Umfrage im Frühling 2021. Mehr als die Hälfte der CFO sind nach der jüngsten Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte der Überzeugung, dass sich die Lage weiter verbessern wird (52 Prozent). Über ein Drittel der Befragten ist noch eher abwartend und glaubt, dass die Situation „gleich wie bisher“ bleibt (38 Prozent). Nur zwei Prozent der Befragten rechnet mit einer Verschlechterung der Lage.

Mit der „Deloitte CFO Survey 2021“ wurden nun zum zweiten Mal in diesem Jahr 70 CFO verschiedener Branchen befragt. Der optimistische Ausblick im Frühjahr wurde dabei nicht nur bestätigt. Nach dem Tiefstand im Jahr 2000 schätzen die CFOs die Entwicklung des Investitionsklimas wieder vorwiegend optimistisch ein“, so das Resümee von Deloitte.

Vielmehr rechnen die befragten CFO mit einer weiteren Verbesserung der Konjunktur. „Bereits im Frühling hellte sich die Stimmung unter den Finanzvorständen auf – nun ist der Optimismus hinsichtlich der finanziellen Erfolgsaussichten sogar noch um 7 Prozent gestiegen. 44 Prozent der Befragten blicken den nächsten Monaten zuversichtlich entgegen“, erklärt Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich.

Klimawandel als Fixpunkt der Strategie

Im Fokus der Finanzvorstände sei vor allem das Thema Klimawandel und seine Auswirkungen. Fast drei Viertel (72 %) der Unternehmen haben deshalb konkrete Pläne zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Mehr als jedes dritte Unternehmen (39 %) will sogar zur Gänze klimaneutral werden. Bis zum Jahr 2030 wollen 59 Prozent der Unternehmen ihre Klimaschutzziele erreichen.

Der Strategieschwenk

Der Klimawandel ist somit in den Strategien der Unternehmen nicht nur angekommen. Neben dem Umweltaspekt geht es dabei aber allem um geschäftliche Gründe wie Kostensenkung, Einhaltung künftiger Regulierungsvorgaben, aber auch Reputation, höheres Kundenvertrauen und Innovationskraft. Aber auch Anreizprogramme motivieren Unternehmen zusehends Kliamschuztmaßnahmen anzugehen und im Unternehmen umzusetzen (siehe Grafik, u.) .

Die steigende generelle Zuversicht schlägt sich auch im Optimismus für die Umsatzentwicklung nieder. „63 % der Befragten rechnen mit einem teils kräftigen Anstieg ihrer Unternehmensumsätze. Der Optimismus ist groß, dass die Wirtschaft sich nachhaltig erholt,“ erläutert Deloitte-Experte Marterbauer.

Das Risiko-Portfolio

Den positiven Aussichten stehen aus CFO-Sicht fünf große Risikofaktoren entgegen. Die zwei größten Risiken im Fokus der Unternehmen sind Cyberrisiken,; für 76 Prozent der Unternehmen ein "Großes Risiko", für 15 Prozent ein "Sehr großes Risiko). Aber auch der Fachkräftemangel (51 Prozent bzw. 14 Prozent) macht Unternehmen weiterhin zu schaffen. Auf Rang drei folgen Gesundheitsrisiken (Pandemien wie Covid-19 etc.), die von etwas mehr als die Hälfte der Befragen als besonderes Risiko eingestuft werden (siehe Grafik, u.) .

„Der Mangel an qualifiziertem Personal ist in vielen Unternehmen zu spüren. Er bereitet fast zwei Drittel der heimischen Finanzvorstände Sorgen“, betont Deloitte-Experte Marterbauer. „Es gilt nun zu handeln und dem Fachkräftemangel mit einem Paket an Maßnahmen entgegenzuwirken.“

Generell seien die Unternehmen bereit, wieder mehr Mitarbeiter zu beschäftigen. So rechnet mehr als ein Drittel der Befragten in den kommenden Monaten mit einem Wachstum der Belegschaft - erstmals seit Beginn der COVID-19-Krise. „Umso wichtiger sei, dass der Trend hin zu mehr Beschäftigung nicht durch fehlende Arbeitskräfte gebremst wird“, meint Deloitte-Partner Marterbauer.

Weniger Sorgen bereitet den Unternehmen die Nachfrage aus dem In- und Ausland (). Auch die Sorge vor schwächeren Konjunkturaussichten nimmt ab.

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