Immobilienentwicklung mit Crowdinvestments

Nun hat die Crowdinvesting-Plattform dagobertinvest einen Platin-Club entwickelt, über den Beträge ab 25.000 Euro in Immobilienobjekte investiert werden können.

Immobilienentwicklung mit Crowdinvestments

Aventa-Bauprojekt in Leoben: Teilfinanzierung via Crowdinvesting

Bisher konnten sich Anleger nur mit jeweils maximal 5.000 Euro an Crowdinvesting-Projekten beteiligen. Der Grund für dieses Limit: Bei Crowdinvestings handelt es sich um riskante Finanzierungen. Die Vorhaben werden nicht von Profis geprüft und die Investments werden zudem meistens als nachrangige Anleihen gehandelt. Im Falle einer Pleite werden daher andere Gläubiger bevorzugt und das über die Crowd eingesammelte Geld ist daher meist verloren.

Als Lohn für die Zitterpartie erhalten Anleger vdafür erhältnismäßig hohe Zinsen. Im Schnitt beteiligte sich laut dem unabhängigen Portal Crowd-Circus der durchschnittliche Crowdinvestor in Österreich 2020 mit rund 2.100 Euro an einzelnen Projekten. „Doch es gibt Investoren, die wesentlich höhere Beträge in einzelne Projekte investieren wollen“, sagt dagobertinvest-Gründer und Geschäftsführer Andreas Zederbauer.

Platinum-Club für Investments ab 25.000 Euro

Für vermögendere Privatpersonen, Vermögensverwalter oder Family Offices hat Zederbauer daber nun einen Platinum-Club für Immobilienprojekte entwickelt. Damit wurden die Voraussetzungen für Mini-Bonds geschaffen. Dabei handelt es sich ebenfalls um nachrangige Anleihen, allerdings mit einer Stückelung von 25.000 Euro. Strenge Anforderungen von der Finanzaufsicht gibtr es dabei nicht, Management-Fees fallen auch keine an. Dagobertinvest stellt Platinum-Club-Investoren je nach Projekt jährlich Zinsen zwischen neun und zwölf Prozent in Aussicht.

Monatlich sollen Platinum-Club-Mitgliedern zwei Projekte zugänglich gemacht werden. Beim ersten handelt es sich ein Projekt des Bauentwicklers Aventa in Leoben. Platinum-Club-Mitglieder erhalten dabei zehn Prozent Zinsen jährlich, Kleinanleger 8,5 Prozent per anno. Die Laufzeit beträgt 36 Monate, mit der Option des Unternehmens, diese um sechs Monate zu verlängern. Der Funding-Höchstbetrag bei dem die Zeichnung geschlossen wird, beträgt 950.000 Euro.

Expertise bei Projektprüfung

Wie beim klassischen Crowdinvesting handelt es sich bei den Immoprojekten, die Anleger finanzieren, nicht um eine Unternehmensfinanzierung, da das Kapital für ein konkretes Bauprojekt zweckgewidmet wird. Je höher das Investment, desto höher das Risiko.

Dagobertinvest ist mit rund 200 umgesetzten Projekten eigenen Angaben zufolge Österreichs größte Crowdinvesting-Plattform. „Wir haben so auch große Erfahrung in der Vorab-Prüfung solcher Projekte“, so Zederbauer. Bisher habe es bei der Crowdfunding-Plattform erst zwei Teilausfälle gegeben.

Die Mini-Bonds unterliegen der Kapitalertragssteuer, die direkt vom Emittenten abgeführt wird. Damit ist die Rückzahlung endbesteuert und wird dem Einkommen des Investors nicht zugerechnet.

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