Cross Industries will KTM und WP von der Börse nehmen

Cross Industries will KTM und WP von der Börse nehmen

Die an der Wiener Börse notierte Cross Industries will die Tochtergesellschaften KTM und WP von der Börse nehmen. Cross hält 51,4 Prozent, die indische Autogruppe Bajaj 48 Prozent.

Die seit dem vergangenen Jahr an der Wiener Börse notierte Cross Industries AG (ISIN AT0000820659) des Industriellen Stefan Pierer will ihre Tochtergesellschaften KTM (ISIN AT0000645403) und WP (ISIN AT0000A1DDL3) von der Börse nehmen. Ein Delisting werde vorbereitet, um damit eine schlankere Kapitalmarktstruktur zu schaffen, teilte die Cross Industries AG am Dienstag mit. Cross werde sich künftig verstärkt auf die Börsennotierung im Prime Market konzentrieren.

Zu 48 Prozent in indischer Hand

Der Streubesitz des Motorradherstellers KTM beläuft sich auf 0,6 Prozent, Cross hält 51,4 Prozent des Grundkapitals und der indischen Autogruppe Bajaj gehören rund 48 Prozent. Am Zulieferer WP hält Cross 99,71 Prozent.

An die Aktionäre der KTM AG, die im Dritten Markt der Wiener Börse notiert ist, werde ein öffentliches Erwerbsangebot gestellt. Der Angebotspreis werde 122,50 Euro pro Aktie betragen. Heute gab das Papier um 0,77 Prozent auf 128,95 Euro nach.

Die Aktien der WP AG notieren im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse. Den Streubesitzaktionären wird ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot mit einem Preis von 18 Euro je Aktie gemacht. Heute wurde die Aktie um 18,90 Euro (-4,3 Prozent) gehandelt.

"Kein Squeeze-out-Verfahren"

Für die anstehenden Hauptversammlungen von KTM und WP am 21. April 2016 haben die Hauptgesellschafter ergänzende Tagesordnungspunkte eingebracht, die auf ein Börsen-Delisting abzielen. Damit werde aber kein Squeeze-out-Verfahren eingeleitet, wird in der Aussendung betont. Aktionäre, die die Erwerbsangebote nicht annehmen wollen, "bleiben somit Aktionäre von künftig nicht mehr gelisteten Gesellschaften".

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