Chinesischer Kindle-Konkurrent mit starkem Börsendebüt

Der asiatische Amazon-Konkurrent hat Tencent hat seine E-Book-Tochter China Literature an die Börse gebracht. Der Aktienlkurs ist am ersten Handelstag druch die Decke geschossen.

Chinesischer Kindle-Konkurrent mit starkem Börsendebüt

Hongkong. Die E-Book-Sparte des chinesischen Amazon-Rivalen Tencent hat ein fulminantes Börsendebüt hingelegt. Die Aktien von China Literature - der chinesischen Version von Amazons Kindle - legten an ihrem ersten Handelstag in Hongkong am Mittwoch um mehr als 80 Prozent zu. Das ist weltweit der bis jetzt höchste Kurszuwachs am ersten Handelstag eines großen Börsendebütanten in diesem Jahr.

Chinas größte E-Book-Plattform hat damit einen Marktwert von fast 12 Mrd. Dollar (rund 10 Mrd. Euro), das Unternehmen sammelte bei Anlegern rund 1,1 Mrd. Dollar ein. Vor allem Kleinanleger rissen sich um die Anteilsscheine. Co-Chef Liang Xiaodong kündigte Zukäufe und strategische Allianzen an, um die Marktmacht von China Literature weiter zu stärken.

Chinas Marktführer in dem Sektor hat 9,6 Millionen literarische Werke von 6,4 Millionen Autoren im Programm. Auf Werbeveranstaltungen habe das Unternehmen einen Gewinn von umgerechnet rund 50 Millionen Euro in diesem und 130 Millionen im nächsten Jahr in Aussicht gestellt, berichteten Investoren.

Die erste Tencent-Tochter, die die Kapitalmärkte anzapfe, stehe mit Blick auf weitere Tochtergesellschaften des Internethändlers unter genauer Beobachtung, sagte ein Investor. Tencent ist mit 62 Prozent Haupteigner an China Literature, der Beteiligungsgesellschaft Carlyle gehören rund zwölf Prozent.

Hongkong wird damit als Börsenplatz für Technologiewerte immer beliebter. Erst im September sammelte der Online-Versicherer ZhongAN 1,5 Milliarden Dollar bei Anlegern ein. Am kommenden Montag strebt der Computerspieleanbieter Razer, hinter dem unter anderem der Chipriese Intel steht, an die Hongkonger Börse.

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