Buwog-Chef Daniel Riedl stellt höhere Dividende in Aussicht

Buwog-Chef Daniel Riedl stellt höhere Dividende in Aussicht

Laut Buwog-Chef Daniel Riedl ist die Aktie stark unterbewertet, Developements und FFO müssten sich 2017 noch besser entwickeln.

Buwog-Chef Daniel Riedl hat in einem Interview mit dem "Wirtschaftsblatt" (Montagausgabe) für die kommenden Geschäftsjahre höhere Dividenden in Aussicht gestellt. "2017 müssten sich die Developements noch stärker positiv entwickeln, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Dividende", so der Vorstandschef des börsennotierten Immobilienkonzerns.

Generell bleibe man bei der Ankündigung, mindestens 69 Cent je Aktie bzw. jedes Jahr 60 bis 65 Prozent des FFO (Funds from Operations) - eine Maßzahl für die Cash-Generierung bei Immobilien-Unternehmen - auszuschütten. Bei rund 100 Mio. Euro FFO, wie im noch bis Ende April laufenden Geschäftsjahr erwartet, würde er also bei der nächsten Hauptversammlung im Oktober 69 Cent vorschlagen, sagte Riedl. Im kommenden Geschäftsjahr könnte die FFO dann dank der zuletzt begonnenen Neuentwicklungen aber schon höher liegen.

Kurspotenzial bei der Buwog-Aktie

Die Buwog-Aktie sieht Riedl deutlich unterbewertet. Das Papier notiere mit einem Abschlag auf den NAV (Net Asset Value), während die deutschen Wohnimmobilien-AGs mit einem deutlichen Aufschlag zum NAV notierten. Es wundere ihn deshalb nicht, dass die Analysten das Buwog-Kursziel bei rund 22 Euro und damit um 20 Prozent über dem aktuellen Kurs sehen. "Aber eigentlich müssten die Analysten unsere Entwicklungsaktivitäten nicht rein mit dem Grundstückskosten bewerten", so Riedl. Würde man diesen Bereich fairer berücksichtigen, läge der NAV der Buwog bei 25 Euro je Aktie.

Derzeit habe die Buwog Projekte mit einem Volumen von 1,9 Mrd. Euro in Planung oder im Bau, insgesamt rund 6.700 Einheiten. Zuletzt seien einige Großprojekte mit 700 bis 800 Wohnungen über 270 bis 280 Mio. Euro dazugekommen. In Wien sei die Buwog damit im frei finanzierten Bereich mit Sicherheit die Nummer eins und stoßen in Österreich angesichts unserer Projektgrößen an ihre Grenzen.

Günstige Wohnungen für Wien: Eine Frage der Grundstücke

Man würde in Wien sofort noch mehr günstige Wohnungen bauen und auch im geförderten Bereich mehr machen, "nur fehlen uns die entsprechenden Grundstücke", so Riedl. Auch sei die Zeit, als man in Deutschland 10.000 Wohnungen auf einmal kaufen konnte, vorbei. Die großen Player hätten die Preise nach oben getrieben. Im laufenden Wirtschaftsjahr habe die Buwog erst 550 Einheiten zugekauft.

Inzwischen habe die Buwog in Deutschland mit rund 26.500 mehr Wohneinheiten als in Österreich mit rund 25.000. In Österreich werden frei werdende Mietwohnungen verkauft. Bei den Neuentwicklungen verschiebe sich der Schwerpunkt immer mehr Richtung Deutschland.

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