Die besten Börsenstrategien für den Handelskrieg #IC19

Die besten Börsenstrategien für den Handelskrieg #IC19

In zwei Wochen startet die trend Investors Challenge, und Donald Trump schickt mit einem Tweet die Märkte in den Keller. Was die Experten der Hypo Tirol Bank und Kepler sowie Profitrader auf wikifolio.com Anlegern jetzt raten.

Es war wieder ein Tweet von Donald Trump, der die weltweiten Märkte aus ihrer guten Stimmung riss. Am 5. Mai kündigte der US-Präsident über Twitter an, auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar die Strafzölle auf 25 Prozent zu erhöhen. Seither herrscht wieder Chaos an den Börsen.

Zuvor hatten die Märkte erwartet, dass sich die USA und China im Handelsstreit einigen werden. Doch diese Hoffnungen sind nun zerplatzt. "Inzwischen wird immer offensichtlicher, dass der Tweet von Donald Trump, der den Chinesen den Versuch von Nachverhandlungen unterstellte, nicht völlig ohne Substanz war.

Die Delegation um Vizepräsident Liu He dachte, dass das Abkommen zur Beendigung des Zollstreits bereits sicher sei", erklärt Martin Lück, Leiter der Kapitalmarktstrategie bei BlackRock. Diese Fehleinschätzung könnte fatale Folgen für die chinesische und für alle davon abhängigen Volkswirtschaften haben.

"Kommt es im Handelskonflikt tatsächlich zu einer vollen Zollbelastung aller chinesischen Waren, könnte das China rund 1,5 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum kosten. Und ein solcher Einbruch würde auf die globale Konjunktur durchschlagen", analysiert Axel Cron, Chefanlagestratege von HSBC Global Asset Management die Marktlage.

Spannender Start

Den Teilnehmern der am 1. Juni startenden "trend Investors Challenge" bietet sich also ein höchst herausforderndes Umfeld. Konnte man bislang noch von einer sich wieder leicht stabilisierenden Weltwirtschaft und moderat, aber doch wachsenden Märkten ausgehen, ist jetzt wieder alles offen. Der Start für die Trader wird also spannend.

trend befragte daher die Experten der Hypo Tirol Bank, der Kepler KAG, die neben der bankdirekt.at eine Tochtergesellschaft der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich ist, und erfahrene Trader auf wikifolio.com, welche Anlagestrategie sie in Zukunft verfolgen werden. So können die Beobachter der aktiven Trader und des Marktgeschehens bei der "trend Investors Challenge" gleich die aufregende und faszinierende Welt der Börsen hautnah miterleben und Erfahrungen für ihre Investments an der Börse auch bei rauen Zeiten sammeln.


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Stefan Walde ist Leiter des Asset Managements der Hypo Tirol Bank. Mit seinem Team konnte er bei den Dachfondsawards 2018 gleich drei erste Preise in Empfang nehmen. Seine Einschätzung der künftigen Börsenlage: "Auch wenn statt einer baldigen Lösung des Handelskonflikts Strafzölle seitens der USA eingeführt wurden, sind zumindest weitere Gespräche zwischen den beiden Supermächten geplant. Die Schwankungen an den Märkten haben sich aber seitdem erhöht. In unserem Vermögensmanagement haben wir daher die Aktienquote reduziert und Gold als neues Investment aufgenommen. Innerhalb des Aktienteils wurde die Gewichtung von asiatischen Werten etwas reduziert. Unverändert hoch bleiben wir in amerikanischen Titeln investiert. Trotz der vergleichsweise attraktiven Bewertungen in Europa sind wir hier untergewichtet, da sich diese Aktien nicht besser entwickeln dürften als amerikanische. Um das Risiko zu senken, haben wir schon vor einigen Wochen Rohstoffe verkauft und sind jetzt eben neu in Gold investiert."

Tatsächlich hat der Goldpreis seit der Eskalation des Handelskriegs wieder zugelegt und kratzt an der psychologisch wichtigen Marke von 1.300 US-Dollar je Feinunze. Investoren suchen Sicherheit. Ein weiterer Grund für den Anstieg des Goldpreises: Der US-Dollar ist durch die angekündigten Vergeltungsaktionen Chinas unter Druck geraten. Gold wird aber weltweit in Dollar gehandelt. Fällt der Dollar-Kurs, wird Gold für Anleger außerhalb des Dollarraumes günstiger. Das steigert wiederum die Nachfrage, und der Preis zieht an.

Auch die Kepler KAG der RLB OÖ ist eine vielfach preisgekrönte Fondsgesellschaft. Beim Scope Award 2019 wurde sie beispielsweise zum besten Universalanbieter in Österreich gekürt. Uli Krämer ist Leiter des Portfoliomanagements bei Kepler. Er reagiert auf die aktuelle Marktlage relativ gelassen: "Diese politischen Risikofaktoren haben wir bereits länger am Radar. Es war davon auszugehen, dass es nach den starken Kursanstiegen seit Jahresbeginn auch mal zu Rückschlägen an den Märkten kommen kann. Aktuell erfolgt in unserem Investmentansatz keine unmittelbare Reaktion auf die jüngsten Kursrückgänge."

Tricks der Trader

Auch bei den Profi-Tradern auf wikifolio.com herrscht noch keine Panik. Es werden aber leichte Vorsichtmaßnahmen im Depot getroffen.

Dennis Raute ist seit zehn Jahren ein erfolgreicher "Heavy Trader": "Meine Strategie im Depot ist auf schwache Marktphasen abgestimmt. Es braucht also keine großen Änderungen. Aber: Die Cashquote wird erhöht, zyklische Aktien verlassen das Depot." So ist es gegen schwächeres Wachstum geschützt.

Eine weitere Aktion des Traders: "Bei der Unsicherheit aufgrund des Handelskriegs zwischen den USA und China ist ein ETF auf den Short DAX X2 Index ein gutes Instrument." Dieser von der deutschen Börse errechnete Index gibt die umgekehrte Entwicklung des DAX mit einem Hebel von zwei wieder.

Richard "Ritschy" Dobetsberger ist seit 2001 im Wertpapierhandel auf Wikifolio. com aktiv. Seine aktuellen Empfehlungen: "Cashquote erhöhen und Goldminen-Aktien übergewichten. Gold ist ein sicherer Hafen. Aber abwarten. Trump ist für jede Überraschung gut. Das gilt in beide Richtungen."

Auch Philipp Haas alias "investresearch" ist wikifolio.com-Profi- Trader. Er hat sogar zweieinhalb Jahre als Fondsmanager gearbeitet, bevor er sich ganz auf die Social-Trading-Plattform konzentrierte: "Mehr defensive Aktien und mehr Cash können nicht schaden. Aber politische Börsen haben meistens kurze Beine. Es kann ja immer noch zu einer Einigung kommen, denn beide Seiten brauchen diesen Deal." Das zeigt auch Trumps jüngster Tweet: Beim Gipfeltreffen der G20 Ende Juni in Japan werden Gespräche mit Chinas Staatschef Xi Jinping dazu "sehr ergiebig sein".

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