Börsen erneut im Ausverkaufs-Modus: Massive Kursverluste

Börsen erneut im Ausverkaufs-Modus: Massive Kursverluste

An den Börsen in New York, Tokio und Hongkong hat es wieder gekracht: Die Kurse sind zum zweiten Mal in dieser Woche kräftig abgestürzt.

Zum zweiten Mal in dieser Woche kommt es zu einem kapitalen Absturz an den Börsen. Drohende Zinserhöhungen haben Anleger an den US-Börsen zum Ausstieg aus Aktien bewegt. Die US-Leitindices gingen auf Talfahrt. Die Börsen in Asien zogen nach.

Die Wall Street hat vorgelegt. Und die Börsen in Asien ziehen nach. Anleger flüchten aus den Aktien. Die seit Mittwoch versuchte Gegenbewegung ist somit erneut gescheitert. Die Aktienmärkte sind einmal mehr schwer unter Druck.

Zum Handelsschluss haben die drei Leitindices Dow Jones (minus 4,15 Prozent); S&P 500 (- 3,75%) sowie Nasdaq Composite (- 3,9%) , bereits zum zweiten Mal dies Woche massive Verluste hinnehmen müssen. Die Erholung nach einem ähnlichen Crash in dieser Woche ist somit wieder verpufft.


Der Dow Jones hatte im Januar 2018 seinen Allzeithöchststand von 26.617 Punkten erzielt. Seither hat der Leitindex gut zehn Punkte verloren. Erstmals seit November schloss der Dow Jones Industrial unter 24.000 Punkten.

Wie auch am Anfang der Woche gibt es keine wirtschaftlichen Fundamentaldaten, die etwa auf eine überraschende Abschwächung der Konjunktur hindeuten. Ein Interview eine Mitglieds der US-Notenbank Fed mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur könnte indes den Abwärtstrend einmal mehr befeuert haben. Der Notenbanker der New Yorker Fed, William Dudley, hatte auf Bloomberg TV gemeint, es gebe Potenzial für mehr als drei Zinserhöhungen in diesem Jahr. Derartige Aussagen zur Geldpolitik versetzten zuletzt die Weltbörsen in Bewegung.

Außerdem soll die Bank of England ihr Aktienportfolio kräftig zurückgestutzt haben.

Anleger flüchten daraufhin von Aktienmärkten in Anleihen, die bei entsprechenden Zinserhöhungen mehr Aussicht auf Ertrag versprechen.

Anleihen ziehen an

US-Staatsanleihen haben am Donnerstag im Handelsverlauf einen Teil ihrer zu Beginn erlittenen Verluste ausgleichen können. Marktteilnehmer verwiesen auf die Entwicklung am Aktienmarkt, wo die Kurse zuletzt kräftig unter Druck gerieten.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 24/32 Punkten. Sie rentierten mit 2,13 Prozent. Fünfjährige Papiere fielen um 1/32 Punkte auf 99 3/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,57 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere verloren 7/32 Punkte auf 99 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,85 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gaben um 13/32 Punkte auf 92 18/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 3,14 Prozent.

Asien zieht nach

Nach den massiven Kursverlusten in den USA zum Handelsschluss am Donnerstag ging es auch in Asien bei den Aktienmärkten auf Talfahrt. Der Nikkei 225 in Tokio verlor bis zum Handelsschluss 2,3 Prozent. Der Hang Seng in Hongkong notiert kurz vor Börseschluss noch mit 3,52 Prozent im Minus. Der SSE Composite in Shanghai hat um 4,06 Prozent gegenüber dem Schlusskurs am Mittwoch verloren.

Nach den erneuten Turbulenzen an den New Yorker Börsen dürften am Freitag die europäischen Aktienmärkte ohne klare Richtung in den Handel starten. Während man für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ein leichtes Minus erwartet, dürfte der deutsche DAX etwas höher ins Rennen gehen. Der Future auf den FTSE-100 in London deutete zuletzt ebenfalls auf einen positiven Handelsstart hin.

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