Auch Europas Börsen erholen sich etwas vom Börsenbeben

Auch Europas Börsen erholen sich etwas vom Börsenbeben

Nach den kräftigen Zugewinnen an den US-Börsen in der Nacht auf Mittwoch, galt die Aufmerksamkeit den Börsen in Asien und Europa. In Asien wurde der Schwung der US-Börsen fast verpufft. Europas Börsen eröffneten erholt gegenüber dem Vortag und konnten am Nachmittag bis Börseschluss kräftig zulegen.

Frankfurt am Main. Die US-Börsen haben am Dienstagnacht (MEZ) mit kräftigen Zugewinnen geschlossen. Wobei es zuvor ein kräftiges auf und ab gegeben hatte. Die Leitindices Dow Jones, S&P 500 sowie Nasdaq Composite haben mit Zugwinnen von 2,33 Prozent, 1,74 Prozent und 2,11 Prozent höher geschlossen als noch am Vortag, als sich nach bereits mehreren Tagen in Folge ein Crash abgezeichnet hatte. Experten nannten daher bereits den Montag als "Grey Monday". Doch die Abwärtsbewegung konnte vorläufig gestoppt werden.

Am deutschen Aktienmarkt stehen die Zeichen am Mittwoch im Schlepptau der tonangebenden US-Börsen auf Besserung. Der DAX rückte am Ende der ersten Handelsstunde um 0,62 Prozent auf 12.470,08 Punkte vor. Er erholte sich damit moderat von seinen Kursverlusten der vergangenen Tage, die sich am Vortag mit einem deutlichen Kursrutsch intensiviert hatten. Und am Nachmittag konnte der deutsche Leitindex wieder zulegen, nachdem auch die US-Börsen am Mittwoch im grünen Bereich gestartet waren. Der DAX brachte es bis kurz vor Börschiuss sogar auf ein Plus von 1,82 Prozent.

Der DAX in Frankfurt konnte nach einem freien Fall um über fünf Prozent Minus am Dienstag dann doch noch "nur" mit einem Minus von 2,32 Prozent bei 12.392,66 Punkten schließen. Seit seinem Rekordhoch bei 13.596 Punkten vor zwei Wochen hat der DAX nun fast 9 Prozent eingebüßt.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.40 Uhr mit plus 0,63 Prozent oder 21,50 Punkte bei 3.416,12 Einheiten. Bis zum Ende des Handels hat es der Euro-Stoxx-50 mit 3.461,84 Punkten auf einen Zuwachs von rund zwei Prozent gebracht.

In London folgte der FTSE ebenso dem Trend: Gegen 11 Uhr (MEZ) notierte der Leitindex mit 0,4 Prozent plus bei 7169,29 Punkten. Und am Nachmittag gab es auch auf der Insel ein kräftiges Lebenszeichen. Gegen 17:10 Uhr (MEZ) stellte FTSE ein Plus von 2,38 Prozent. Kurz nach 18 Uhr war das Plus immerhin noch 1,83 Prozent.

In Wien gab es gleich zu Handelsbeginn Optimismus. Der heimische ATX startet ebenso verbessert in den Handel: Der Zugewinn war gleich auf 2,11 Prozent auf 3480,08 Punkten kräftig nach oben geschnellt. Und die Tendenz sollte auch in Wien anhalten. Um 17.10 Uhr konnte Wien ein plus von 3,13 Prozent Zugewinn gegenüber dem Dienstag melden. Zum Schluss reichte es immerhin für ein Plus von 2,94 Prozent auf 3.508,42 Einheiten.

Die Anleger in Asien hatten am Mittwoch der Entwarnung in den USA nocht nicht richtig getraut. In der japanischen Börse in Tokio schloss der Index der 225 wichtigsten Unternehmen des Landes, Nikkei 225, mit nur 0,16 Prozent plus gegenüber dem grauen Montag. Hang Seng in Hongkong kommt gar nur auf ein leichtes Minus von 0,89 Prozent.

Die Blicke waren daher auf die Börsen Europas gericht, wo es am Dienstag zunächst nach einem kaptilen Crash ausgesehen hatte, weil die Anleger auch am deutschen Aktienmarkt aus ihren Werten geflüchtet waren. Der deutsche DAX, der britische FTSE aber auch der Wiener ATX legen derzeit eine Pause bei der Talfahrt ein. Alle drei Leitindices konnten am Mittwoch wieder im grünen Bereich druchstarten, wenngleich die Verlust der vergangenen Tage noch nicht aufgefangen wurden.

Die Anleger hatten - wie berichtet - angesichts der Turbulenzen an den US-Börsen endgültig kalte Füße bekommen. In der Abwärtsbewegung, die keinesfalls durch die Fundamentaldaten zu begürnden sind, weil die Weltkonjunktur brummt, wurden aufgrund der hohen Kursverluste auch automatisch Order durch Computerprogramme ausgeführt, was die Abwärtsbeweung noch verstärkt hatte. Allerdings hatten die Börseexperten mit enem Rücksetzer gerechnet - allerdings sei der nun zu früh eingetreten, wie es unisono hieß.

Die Nervosität unter den Anlegern bleibt außerdem hoch. Die als Angstbarometer angesehenen Volatilitätsindizes wie der VIX, der die Schwankungsbreite am breiten US-Markt ausdrückt, verbleiben auf einem außerordentlich hohen Niveau. Wie die Postbank betont, haben sich "die nervösen Hände noch nicht aus den Börsensälen verabschiedet". Es sei deshalb "zu früh, um jetzt schon das Ende der Korrektur auszurufen."

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