Börse: Europa und Schwellenländer bleiben attraktiv

Börse: Europa und Schwellenländer bleiben attraktiv

Die Analysten von J.P. Morgan Asset Management rechnen mit einem anhaltend soliden Wirtschaftswachstum in Europa. Das macht Aktien vor allem aus der Eurozone attraktiv. Auch in den Schwellenländern und an den Rohstoffmärkten sehen die Analysten Potenzial.

Es geht weiter aufwärts mit der Weltwirtschaft. Mit Blick auf das dritte Quartal erwarten die Experten von J.P. Morgan Asset Management eine weiterhin solide Entwicklung, und vor allem für Europa sind ihre Erwartungen sehr positiv. „Das Wachstum innerhalb der Eurozone dürfte sogar stärker ausfallen als in Übersee. Dennoch erwarten wir auch für die USA eine moderat positive Entwicklung“, betont Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Innerhalb des weltweiten Aufschwungs stechen die Zahlen aus der Eurozone besonders positiv heraus. So hat sich die konjunkturelle Situation innerhalb der wichtigsten europäischen Volkswirtschaften Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien zuletzt deutlich verbessert.

Impulse erwartet J.P. Morgan vor allem auch aus Frankreich, dessen weitere Entwicklung noch vor einem Jahr noch mit Risikofaktoren behaftet war. "Die positive Entwicklung in Frankreich könnte gepaart mit der guten Situation im Rest der Eurozone Handlungsoptionen für die Europäische Zentralbank eröffnen“, meint Galler.

Chancen an den Aktienmärkten

Von dem Wachstum profitieren naturgemäß die Unternehmen, was Anlegern weiterhin gute Chancen an den Aktienmärkten eröffnen sollte. „Das weltweit stärkere Wirtschaftswachstum dürfte sich weiterhin positiv auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung der Unternehmen auswirken. In diesem positiven Umfeld präferieren wir trotz erhöhter Bewertungen immer noch Aktien gegenüber Staatsanleihen. Aufgrund der aktuellen Aussagen erwarten wir eine langsame aber kontinuierliche Normalisierung der Geldpolitik der großen Notenbanken“, meint Galler.

Trotz der inzwischen bereits ambitionierten Bewertung von Aktien in Europa gewichtet J.P. Morgan Papiere aus Europa sowie den Schwellenländern auch künftig über. Für Schwellenländer sprechen aus Sicht der Kapitalmarktstrategen neben der im Vergleich zu den Industrieländern günstigeren Bewertung auch die Erholung der Rohstoffpreise sowie das robuste Wachstum

Argumente für Engagements in Aktien leitet Galler auch von der zu erwartenden relativen Schwäche von Anleihen hoher Qualität ab. Dieser Markt befinde sich aktuell bereits in einem fortgeschrittenen Zyklus. Hinzu kommen die Zinsrisiken. Historisch gesehen haben Zinserhöhungen der US-Notenbank tendenziell eher die Anleihemärkte mit langer Duration belastet, während Aktien bis auf wenige Ausnahmen selbst in Phasen steigender Leitzinsen positive Entwicklungen aufweisen konnten.

„Während die realen Renditen insbesondere von Staatspapieren und Unternehmensanleihen mit Investment Grade selbst bei moderaten Zinssteigerungen sinken dürften, gehen wir bei Hochzinspapieren und Wandelanleihen selbst bei einem simulierten Anstieg der Leitzinsen um ein Prozent noch von einer positiven realen Rendite aus“, betont Galler. Grundsätzlich sei die Attraktivität des Anleihesektors allerdings gemindert. Galler: "Angesichts des moderaten Inflationsauftriebs und des soliden Wachstums haben Aktien aus Europa und den Schwellenländern aktuell das beste Renditepotenzial.“

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