BMW legt einen Gang zu: Zweistelliges Gewinnplus

BMW legt einen Gang zu: Zweistelliges Gewinnplus
BMW legt einen Gang zu: Zweistelliges Gewinnplus

BMW-CEO Harald Krüger schaut optimistisch in die Zukunft.

In Europa laufen die Geschäfte des bayrischen Automobilhersteller glänzend. Ausgerechnet im wichtigen Automobilmarkt USA will das Wachstum derzeit nicht mitziehen. BMW-Chef Harald Krüger ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

BMW fährt mit unverändert hohem Tempo und glänzt mit einem starken Ergebnis: Im zweiten Quartal konnte der Gewinn um satte 11,4 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist um 8,4 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro gestiegen, wie der Münchner Autobauer am Dienstagmorgen mitgeteilt hat. Beim Umsatz legte BMW um 4,5 Prozent auf über 25 Milliarden Euro zu.

Auch in der zentralen Sparte Automobile übertraf BMW (ISIN DE0005190003) die Erwartungen der Analysten: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 19,7 Prozent auf 2,18 Mrd. Euro, der Umsatz legte um 5,6 Prozent zu auf 22,87 Mrd. Euro. Die Rendite (Ebit-Marge) im Kerngeschäft verbesserte sich auf 9,5 (8,4) Prozent.

BMW liegt somit bei der Rendite ziwschen Mercedes und Audi.

Einzig der US-Markt scheint den Bayern ein wenig Sorgen zu bereiten. Während die Umsätze in Europa aund Asien kräftig gestiegen sind, schwächelt der Umsatz im wichtigen US-Markt. In der Region Amerika verzeichnet BMW bei den Auslieferungen seit Jahresbeginn einen Rückgang von 8,0 Prozent auf 223.098 Autos. In den USA belief sich der Absatz in diesem Zeitraum auf 179.102 Fahrzeuge, was eine mRückgang von 10,2 Prozent entspricht. Ein Grund ist, dass in den USA der Autoboom etwas an Fahrt verloren hat. Außerdem hat sich das Interesse der US-Kunden zuletzt verstärkt auf die noble Geländewagen statt auf herkömmliche Limousinen und Coupés fokussiert.

Rekordgewinn und Wachstum

Und dennoch ist BMW-Vorstandschef Harald Krüdger zufrieden mit dem Ergebnis. "Wir haben im zweiten Quartal so viele Fahrzeuge wie noch nie an Kunden ausgeliefert und damit unter dem Strich einen Rekordgewinn erzielt", sagt Krüger. "Wir wachsen profitabel und setzen gleichzeitig unsere Strategie Schritt für Schritt um."

Im Automobilsegment der BMW Group kletterten die Auslieferungen der drei Premiummarken BMW, MINI und Rolls-Royce im zweiten Quartal des Jahres um 5,7 Prozent auf insgesamt 605.534 Autos, was ein neuer Höchstwert für ein Quartal bedeutet. Stabil bleiben die Absatzzahlen im Segment Motorräder. Im zweiten Quartal lagen die weltweiten Auslieferungen mit 46.966 BMW Motorrädern und Maxi-Scootern auf dem Niveau des Vorjahres mit 47.048 Zweirädern, was einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Halbjahreszeitraum hat BMW bei Motorrädern aber erstmals die 80.000er Marke überschritten. Mit 80.754 Motoräder und Maxi-Scooter konnte BMW den Absatz um 3,0 Prozent steigern.

Für das Gesamtjahr bekräftigten die Münchner ihre Prognose, wonach in der Autosparte eine Rendite zwischen acht und zehn Prozent erzielt werden soll. Bei den Auslieferungen und beim Konzernergebnis vor Steuern werden "leichte Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken" angestrebt, sagte Vorstandschef Harald Krüger.

Trotz der positiven Prognosen für das Gesamtjahr, ist das Vertrauen der Investoren in BMW getrübt. Die BMW-Aktie verlor am Dienstag zwischenzeitlich um fast zwei Prozent. Gegen 10:30 Uhr notierten die BMW-Papiere mit 1,35 Prozent gegenüber dem Vortagim Minus. Seit Jahrebeinn hat die Aktie bereits um rund 23 Prozent an Wert verloren.

BMW Aktie (ISIN DE0005190003); Fünf-Jahres-Entwicklung; Stand vom 2.8.2016

BMW Aktie (ISIN DE0005190003); Fünf-Jahres-Entwicklung; Stand vom 2.8.2016

S&P Global hat das Kursziel für BMW nach Zahlen von 88 auf 85 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analystin Caren Ngo Siew Teng hielt nach der Gewinnüberraschung an ihren überdurchschnittlichen Prognosen fest. Sie blieb aber angesichts eines gedämpften Ausblicks bei ihrer neutralen Einschätzung der Papiere.

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