Bitcoin-Sinkflug geht weiter unter 6.500-Dollar-Marke

Die Krypto-Währungen sind unter Beschuss von Hackern. Aber auch Ermittlungen von US-Behörden haben vor allem den zehn größten Krypto-Währungen mit Verlusten im zweistelligen Prozentbeträgen kräftig zugesetzt. Die Anleger sind nervös. Experten rechnen nun mit weiteren Wertverlusten.

Bitcoin-Sinkflug geht weiter unter 6.500-Dollar-Marke

Der Absturz der Kryptowährungen setzt sich auch zur Wochenmittet fort: Am Mittwoch ist die Kryptowährung Bitcoin unter die 6500er-Dollar-Marke gefallen.

Markexperten rechnen damit, dass es mit dem Kursverlusten noch rasanter weitergehen wird. Die oft im Jahresverlauf verteidigte Marke für die sogenannte "Krypto-Leitwährung" Bitcoin galt mit dem Kurs von 6.500 Dollar (5.514 Euro) bisher als Richtschnur.

Der Kryptowährungsmarkt ist in den letzten Tagen wieder einmal massiv unter Druck geraten. Untersuchungen von US-Behörden wegen Insiderhandels und Hackerangriffe auf Handelsplattformen lassen die Preise von Bitcoin und Co. purzeln.

Im Vergleich zur Notierung vor einer Woche ist der Bitcoinkurs bis heute um über 18,5 Prozent abgsackt. In der Nacht auf Montag stürzte der Wert eines Bitcoin bereits das erste Mal in dieser Woche innerhalb einer Stunde um 500 Dollar auf unter 6.800 Dollar kräftig ab. Am Mittwochmittag notierte Bitcoin bei 6459,49 Dollar (5488,70 Euro) und hatte somit binnen 24 Stunden weitere rund sechs Prozent an Wert verloren.

Seit Jahresbeginn hat sich der Wert damit mehr als halbiert. Die Marktkapitalisierung sinkt laut Angaben von "Coinmarketcap" dementsprechend im Wochenverlauf um weitere 17 Milliarden auf 113 Milliarden Dollar.

Der Raub von Bitcoins

Auch vergleichsweise kleine Negativereignisse scheinen den Kryptowährungsmarkt mittlerweile in große Unruhe zu versetzen.

Den Kursrutsch Anfang der Woceh hat ein Hackerangriff auf die relativ kleine Krypto-Plattform Coinrail in Südkorea verursacht. Die Anleger wurde danmit offenbar stark verunsichert. Rund 30 Prozent der gehandelten Digitalwährungen hätten die Angreifern nach Angaben von Coinrail entwendet. Laut Medienberichten betrug der Wert der verlorenen Coins umgerechnet rund 31 Mio. Euro.

Der freie Fall

Der Kursverlust könnte weiter gehen. Die Falcon Private Bank glaubt, dass der Bitcoin-Preis bald auch deutlich unter der Marke von 6.000 Dollar notieren könnte: "Sollte der Preis unter diese Schwelle fallen, wäre dann auch der Weg bis zur nächsten Marke von 5.000 Dollar frei", so die Experten. Der im Mai begonnene Abwärtstrend würde weiterhin intakt bleiben.

Eine Gegenbewegung machen die Falcon-Analysten bei einem Anstieg über 7.000 Dollar aus. "Insgesamt lässt sich sagen, dass Ausverkäufe in der Regel stärker ausfallen werden, da die Angst vor weiteren heftigen Kurskorrekturen größer ist", so das Fazit. Eine Aufwärtsbewegung würde aus Sicht der Falcon-Analysten hingegen länger und langsamer ausfallen.

Die Top-10 im Abwärtssog

Doch nicht nur die "Krypto-Leitwährung" Bitcoin ist im Abwärtssog. Vor allem auch die nach Marktkapitalisierung zehn größten Krypto-Währungen haben noch mehr Fern lassen müssen als Bitcoin. Sie haben sogar zweistellige Wertverluste binnen Tagesfrist eingefahren. Unter den Top-10 verlieren Coins wie Bitcoin Cash oder Litecoin im Wochenverlauf zwischen 18 und 24 Prozent. Die Blockchain-Währung der Zuger Stiftung Ethereum büßte seit Freitag (8.9.2018) rund 20 Prozent ein und steht zur Wochenmitte bei rund 474 Dollar.

Die gesamte Marktkapitalisierung aller auf "Coinmarketcap" aufgeführten Kryptowährungen ist in den vergangenen sieben Tagen regelrecht eingebrochen und beträgt aktuell rund 272 Mrd. Dollar nach gut 343 Milliarden vor Wochenfrist. Der "Marktanteil" des Bitcoin steigt unterdessen auf 40,4 Prozent (Vorwoche 37,7 Prozent).

Inflation weiter auf Rekordwert von über 7 %

Die Inflationsrate bleibt in der EU und in Österreich auf einem …

Alleine in den Ausbau der klimaneutralen Mobilität müssen bis 2030 rund 67 Milliarden Euro investiert werden.

Klimaschutz: Kapitalmarkt für Infrastruktur-Investments anzapfen

Für das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 sind in Österreich bis …

Das aktive Forderungsmanagment gehört zu den Pflichten eines jeden Unternehmens.

Forderungsmanagement: Zahlungskrisen aktiv vorbeugen

Wenn Kunden ihre Rechnungen schuldig bleiben kann das auch solvente …

Stefan Leber, Principal bei Horváth, Wien und Spezialist für CFO-Strategie und Organisaion

Krisenmanagement: steigende Energiepreise fordern CFOs

Auch wenn die Wirtschaft und Industrie gestärkt aus der Pandemie steuert: …