Bitcoin auf Achterbahnfahrt zwischen 6.000 und 7.000 Dollar

Bitcoin auf Achterbahnfahrt zwischen 6.000 und 7.000 Dollar

Seit gut zehn Tagen dauert nun der Absturz der Kryptowährung Bitcoin an. Letzter Höhepunkt: Am Dienstagvormittag notierte der Bitcoin-Kurs bereits unter der 6.000-Dollar-Marke. Und am frühen Nachmittag gab es einen Kick, um über die 7.000-Dollar-Marke zu springe. Die Notenbanken-Dachorganisation hat nun einmal mehr Warnsignale gesetzt und fordert die Überprüfung vor allem von Verknüpfung der Kryptowährungen mit realen Währungen.

Frankfurt. Der Absturz der Kryptowährung Bitcoin ging auf am Dienstag weiter. Nach einem Wertverlust um über 15 Prozent war der Kurs zeitweilig auf 5.992 Dollar abgesackt (4.816,72 Euro). Binnen 24 Stunden hatte der Kurs sogar um 18,3 Prozent bis in der Früh verloren. So wenig kostete ein Bitcoin zuletzt Mitte November.

Am Dienstag entwickelt sich aber im Verlauf des Tages eine Achterbahnfahrt. Nach dem Absturzu konnte sich der Kurs wieder leicht erholen, um dann wieder abzustürzen. Am frühen Nachmittag stieg der Kurs auf einmal wieder an und hatte eine regelrechte Achterbahnfahrt eingeschlagen.

Die Chronologie in aller Kürze: Im Verlauf des Vormittags konnte die Abwärtsbewegung jedoch gebremst werden: Gegen Mittag notierte Bitcoin wieder knapp unter 6.500 Dollar mit rund 5,4 Prozent im Minus, um dann kurz nach der Mittagsstunde wieder fast zehn Prozent an Kurswert zu verlieren. Kurz nach 12 Uhr (MEZ) am Dienstag notierte der Bitcoin bei 6.2000 Dollar. Am Nachmittag kam jedoch ein Schwenk in den grünen Bereich: Gegenüber dem Vortag konnte der Bitcoin-Kurs sogar 2,8 Prozent auf 7067 Dollar zulegen (15:15 MEZ). Am Freitag hatte der Bitcoins noch bei 8.000 Dollar notiert. Zur Erinnerung: Kurz vor Weihnachten war 1 Bitcoin fast 20.000 Dollar wert.

Im Fadenkreuz

Der weiter Absturz dürfte nun einmal mehr auf die Warnungen der Notenbanker zurückzuführen sein, die in den vergangenen Monaten immer wieder vor der Veranlagung in Bitcoin & Co. gewarnt hatten. Die Dachorganisation der Notenbanken hat die Behörden weltweit aufgerufen, Kryptowährungen wie Bitcoin stärker ins Visier zu nehmen. Sie müssten bereit sein, gegen die rasant steigende Verbreitung von solchen Cyberdevisen tätig zu werden, um Verbraucher und Anleger zu schützen, sagte der Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Agustin Carstens, in Frankfurt.

"Was vielleicht ursprünglich als alternatives Zahlungssystem ohne staatliche Beteiligung gedacht war, ist inzwischen zu einer Mischung aus Finanzblase, Schneeballsystem und Umweltkatastrophe geworden", warnte Carstens.

Carstens forderte Zentralbanken und Finanzbehörden dazu auf, insbesondere die Verknüpfungen von Kryptowährungen und realen Währungen unter die Lupe zu nehmen. Sie sollten dafür sorgen, dass Cyberdevisen "nicht zu Parasiten" der Infrastruktur des gesamten Finanzsystems werden. "Zentralbanken müssen darauf vorbereitet sein, falls nötig einzugreifen." Der Zugang zu üblichen Bank- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen sollte auf jene Börsen und Produkte beschränkt werden, welche die Standards erfüllen.

Inzwischen wollen immer mehr Politiker und Aufsichtsbehörden den Handel mit Bitcoin & Co zügeln. Japans Notenbank forderte am Dienstag Anbieter von Dienstleistungen rund um Kryptowährungen auf, für die Sicherheit ihrer Dienste zu sorgen. Anlegern sollten zudem auf die Risiken von Cyberdevisen hingewiesen werden. Auch in den USA gewinnt die Diskussion an Fahrt. Dort sollten am Dienstag im Senat Aufsichtsbehörden dazu befragt werden, wie Kryptowährungen stärker reguliert werden können.

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