Bitcoin & Co: Reserviertheit trotz Bekanntheits-Booster [UMFRAGE+VIDEO]

Die große trend-Umfrage: Was die Österreicher von einem digitalen Euro und Kryptowährungen halten. Und wie viele bereit sind, in absehbarer Zeit auf Bargeld zu verzichten.

Bitcoin & Co: Reserviertheit trotz Bekanntheits-Booster [UMFRAGE+VIDEO]

Bitcoin hat durch die Preisrallye 2021 noch einmal einen Bekanntheitssprung hingelegt: 92 Prozent der Österreicher geben an, dass sie von der bekanntesten Kryptowährung schon einmal gehört haben. Bei den über 60-Jährigen sind es sogar 96 Prozent. Doch dass deshalb auch schon die Akzeptanz digitaler Formen des Zahlens und Investierens gestiegen ist, geht aus der neuen Umfrage des Linzer Market-Instituts für den trend nicht hervor.

Die Reserviertheit der Mehrheit gilt für nicht anerkannte ebenso wie für offizielle Währungen. In Summe nur 18 Prozent sehen Bitcoin, Ethereum &Co als eine potenziell gute Ergänzung zu Euro oder Dollar. Aber auch einer digitalen Ausgabe des gewohnten Geldes können in Summe nur 15 Prozent etwas abgewinnen. Im Sommer wollen die EU-Institutionen ja eine Vorentscheidung treffen, ob zusätzlich zum gedruckten Geld bis 2026 auch ein digitaler Euro eingeführt werden soll. "Geld muss man greifen können", sieht market-Expertin Birgit Starmayr das Bedürfnis nach elementarer Sicherheit als Grundmotiv hinter der Skepsis gegenüber digitalen Zahlungsmitteln im Alltag.

Dabei sind Männer stärker für die Digitalisierung im Geldverkehr offen als Frauen. Bei den unter 30-Jährigen, die in der Regel auch die größte An-und Verwendungserfahrung haben, sind sogar 41 Prozent für komplementäre Währungen empfänglich.

Diese Unterschiede setzen sich auch beim Thema Bargeld fort. Anders als Länder wie Schweden oder die Niederlande gilt Österreich als Hort der Bargeldverfechter. 56 Prozent der Befragten können sich keinesfalls vorstellen, in den nächsten Jahren in erheblichem Ausmaß oder ganz auf die Verwendung von Bargeld im Alltag zu verzichten. Nur sechs Prozent antworten auf eine entsprechende Frage mit einem klaren Ja. Bei den Männern sind es acht Prozent, bei den 16- bis 29-Jährigen 13 Prozent. Die höchste regionale Zustimmung gibt es in Wien mit zwölf Prozent.


Die Umfrage wurde für den trend. vom market-Institut durchgeführt.
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