Die Bilanzen vom 19.4.2016: Zalando, Roche, Danone und TomTom

Die Bilanzen vom 19.4.2016: Zalando, Roche, Danone und TomTom

Vor allem Krebsmedikamente trugen zum Wachstum von Roche bei.

Der Schweizer Pharamakonzern Roche profitiert vom Geschäft mit Krebsmedikamenten, Tomtom findet unter anderem dank des umstrittenen Großkunden Uber in die Gewinnzone zurück. Beim Newcomer Zalando ist der Gewinn um 59 Prozent eingebrochen.

Roche mit soliden Umsatzwachstum im ersten Quartal

Der Schweizer Pharmakonzern Roche (ISIN CH0012032113) hat im ersten Quartal den Umsatz um 5 Prozent gesteigert. Zum Wachstum trugen vor allem die Krebsmedikamente und der Bereich Immunologie bei. Bei den drei Krebsmedikamenten MabThera, Herceptin und Avastin, mit denen Roche mehr als die Hälfte aller Umsätze in der Pharma-Division erzielt, wurden die Verkäufe leicht gesteigert. Einzig in den USA verkaufte sich Avastin etwas schlechter als in der Vorjahresperiode. Hier sank der Umsatz um 2 Prozent. Insgesamt steigerte Roche die Verkäufe in der Division Pharma um 5 Prozent auf 9,8 Mrd. Franken (rund 9 Mrd. Euro).

In der kleineren Division Diagnostics wuchs der Umsatz um 4 Prozent auf 2,6 Mrd. Franken. Einen wichtigen Beitrag lieferten Produkte mit Immundiagnostik. Hier stiegen die Verkäufe um 12 Prozent. Immundiagnostik gehört zum Geschäftsbereich Professional Diagnostics, der auch dank des anhaltend starken Wachstums in China und Lateinamerika um 7 Prozent zulegte.

Über alle Divisionen und Regionen gesehen, erzielte Roche von Jänner bis März einen Konzernumsatz von 12,4 Mrd. Franken. Zu konstanten Wechselkursen hätte das Plus gegenüber dem Vorjahr nur 4 statt 5 Prozent betragen. Vor allem der erstarkte Dollar dürfte Roche geholfen haben. Die USA sind der wichtigste Absatzmarkt des Unternehmens.

Für das ganze Jahr rechnet Roche weiterhin mit einem Verkaufszuwachs im tiefen bis mittleren einstelligen Bereich. Ziel soll es sein, den um Sonderfaktoren bereinigten Gewinn je Genussschein stärker zu steigern als den Umsatz. Die Dividende für 2016 soll erhöht werden, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Gewinnzahlen veröffentlicht Roche nur zum Halbjahr und am Jahresende.

Betriebsgewinn von Online-Modehändler Zalando geht zurück

Europas größter Online-Modehändler Zalando (ISIN DE000ZAL1111) hat zu Jahresbeginn weniger verdient. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) ist im ersten Quartal um bis zu 59 Prozent eingebrochen, wie der Berliner Konzern am Dienstag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte. Zalando nannte für den Ebit-Gewinn eine Spanne von zwölf bis 28 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum hatten 29,1 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Der Umsatz hingegen legte um 22,5 bis 24,5 Prozent auf bis zu 801 Millionen Euro zu. Erst nach Ostern habe das Geschäft an Fahrt aufgenommen, sagte Zalando-Vorstand Rubin Ritter. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 822 Millionen Euro und einem bereinigten Betriebsgewinn von 21,6 Millionen Euro gerechnet.

Fürs laufende Jahr bestätigte das im MDax notierte Unternehmen seine Prognose. Demnach will Zalando um bis zu 25 Prozent wachsen. 2015 waren es noch 34 Prozent gewesen. Ziel der Firma ist es, in der Zukunft einen Anteil von fünf Prozent am europäischen Modemarkt zu haben. Derzeit kommt der Konzern mit mehr als 10.000 Mitarbeitern erst auf rund ein Prozent.

Navi-Hersteller TomTom fand in die Gewinnzone zurück

Der Navi-Hersteller TomTom (ISIN NL0000387058) ist dank seines Kartendienstes zu Jahresanfang in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im ersten Quartal erzielte das niederländische Unternehmen den Angaben von Dienstag zufolge einen Gewinn von 4,8 Mio. Euro. Vor Jahresfrist stand noch ein Verlust von 6,9 Mio. Euro in den Büchern.

Vor allem das Geschäft mit digitalen Land- und Straßenkarten lief rund, bei dem Volkswagen, Apple und der Fahrdienst Uber zu den Kunden zählen. Dies machte Rückgänge in der Sparte mit GPS-Systemen für Privatkunden wett, der die Smartphone-Konkurrenz zusetzt.

Auch die Kooperation mit Bosch bei der Herstellung elektronischer Fahrassistenz-Technik zahlte sich aus. Hier arbeiten die beiden Unternehmen bei der Entwicklung hochgenauer Karten für selbstfahrende Autos zusammen in Konkurrenz zum Kartendienst Here der Autobauer Audi, BMW und Daimler. Der Umsatz stieg um rund sechs Prozent auf 217 Mio. Euro verfehlte aber knapp die Erwartungen. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern.

Nachfrage nach Babynahrung in Asien schiebt Danone-Geschäft an

Das brummende Geschäft mit Babynahrung in Asien und die wachsende Nachfrage nach Milchprodukten in Nordamerika hat den Umsatz des französischen Lebensmittelkonzerns Danone (ISIN FR0000120644) in die Höhe getrieben. Im ersten Quartal stieg der bereinigte Umsatz um 3,5 Prozent, teilte der Rivale von Nestle und Unilever am Dienstag mit. Damit lag das Plus etwas höher als von Analysten erwartet. Die Währungsschwankungen mit eingerechnet fielen die Einnahmen dagegen um drei Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.

Der weltgrößte Joghurt-Hersteller mit Marken wie Actimel und Activia rechnet mit einem anhaltend schwierigen Umfeld in Schwellenländern. Das Pariser Unternehmen strebt aber für das Gesamtjahr weiterhin ein Plus der vergleichbar gerechneten Umsätze zwischen drei und fünf Prozent an.

Marlboro-Hersteller Philip Morris verdient weniger

Dem Marlboro-Anbieter Philip Morris macht der weltweit sinkende Zigarettenkonsum zu schaffen. Der Umsatz gab im ersten Quartal um acht Prozent auf knapp 6,1 Milliarden Dollar nach. Beim operativen Gewinn ging es für den US-Tabakkonzern sogar um fast 14 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar nach unten.

Remy Cointreau profitiert von neuer Cognac-Lust in China

Die wiedererwachte Lust auf Cognac in China hat dem Spirituosen-Hersteller Remy Cointreau zu einem Umsatzsprung verholfen. Zu Jahresbeginn zogen die Erlöse auf vergleichbarer Basis auch dank einer starken Nachfrage in den USA um knapp zehn Prozent auf rund 252 Millionen Euro an, wie der französische Anbieter am Dienstag mitteilte. Der Cognac-Umsatz von Marken wie Remy Martin und Louis XIII sei im vierten Geschäftsquartal bis Ende März sogar um 12,3 Prozent geklettert. Die Remy-Aktie legte in Paris mehr als sieben Prozent zu.

Remy Cointreau sprach von einer deutlichen Verbesserung der Geschäfte in China. Längere Zeit liefen dort vor allem hochpreisige Spirituosen schlechter, weil Staatsbedienstete im Rahmen der Anti-Korruptionskampagne kaum noch Geschenke als Gegenleistungen entgegennehmen dürfen. Dies machte auch den größeren Rivalen Diageo und Pernod Ricard zu schaffen.

IBM machte weniger Gewinn - Umsatz sank das 16. Quartal in Folge

Der weltweit größte IT-Dienstleister IBM (ISIN US4592001014) kann den Umsatzschwund nicht aufhalten. Die Erlöse sanken das 16. Quartal in Folge, wie das US-Unternehmen am Montagabend nach Börsenschluss mitteilte.

Mit 18,68 Milliarden Dollar (16,55 Mrd. Euro) erwirtschaftete IBM im ersten Quartal 4,6 Prozent weniger als vor Jahresfrist - jedoch etwas mehr als von Analysten erwartet. Die Experten hatten im Durchschnitt mit 18,29 Milliarden Dollar kalkuliert.

Zu schaffen machen dem Konzern der starke Dollar und die Kundenzurückhaltung bei IT-Ausgaben. IBM erzielt mehr als die Hälfte seiner Gesamterlöse im Ausland. Der Nettogewinn sank auf 2,01 Milliarden Dollar von 2,33 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

International Business Machines (IBM) versucht ähnlich wie seine Rivalen Oracle und Microsoft, sich im Cloud-Geschäft stärker aufzustellen. Der Konzern folgt damit dem Trend weg von klassischer Software hin zu Anwendungen, die auf Servern fernab vom Kunden laufen. Der Cloud-Umsatz kletterte im Berichtsquartal um 34 Prozent.

Andreas Lasser-Klein, Sprecher der Geschäftsführung der Kepler Fondsgesellschaft.

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Uli Krämer, (2. v. r., sitzend), Leiter des Kepler-Portfoliomanagaments, mit einem Teil des Teams im Trading-Room der Fondsgesellschaft.

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