Die Bilanzen vom 28.4.: Telekom Austria ist nicht Facebook

Die Bilanzen vom 28.4.: Telekom Austria ist nicht Facebook

Nachdem Facebook in der vergangenen Nacht mit der Verdreifachung seines Gewinns begeistern konnte, musste die Telekom Austria heute ihr deutliches Minus präsentieren. Gut laufen die Geschäfte auch bei Samsung, LG und Logitech.

Telekom Austria im 1. Quartal mit deutlichem Minus - Ausblick stabil

Die Telekom Austria hat im 1. Quartal 2016 deutlich weniger verdient, hält aber am bisherigen Ausblick fest. Das Betriebsergebnis (Ebit) gab um 15,6 Prozent auf 334,4 Mio. Euro nach. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 2,5 Prozent auf 334,4 Mio. Euro, der Umsatz gab um 2,2 Prozent auf 1,009 Mrd. Euro nach.

Insgesamt führte dies im 1. Quartal 2016 zu einem Nettoergebnis in Höhe von 81,0 Mio. Euro gegenüber 92,7 Mio. im 1. Quartal 2015. Der Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gab um 22,4 Prozent auf 307,1 Mio. Euro nach. Dies teilte der börsenotierte teilstaatliche Betrieb Mittwochabend mit - und verwies gleichzeitig darauf, dass die Quartalszahlen nur bedingt mit den Zahlen des 1. Quartals 2015 vergleichbar seien, da die Bilanzlegung an den Mutterkonzern, die mexikanische America Movil, angepasst wurde. Ohne diese Umstellung würden die Zahlen viel besser aussehen, so der Konzern.

"Die Vergleichswerte für die Vorjahresperioden werden so dargestellt, als wären die in den letzten zwölf Monaten erfolgten M&A-Transaktionen schon in den gesamten Vergleichsperiode voll konsolidiert sind", so Sprecherin Ingrid Spörk zur APA. Und zur operativen Darstellung hielt sie fest: "Um die reine operative Leistung des Unternehmens herauszuarbeiten, werden in der Darstellung 'underlying' Effekte aus M&A-Transaktionen, Fremdwährungsschwankungen, sonstige betriebliche Erträge sowie Sondereffekte ausgeklammert."

Für das Gesamtjahr wird weiterhin ein Plus bei den Umsatzerlösen von einem Prozent angestrebt, das Dividendenziel bleibt bei 5 Cent je Aktie.

In Österreich sei die Ertragslage aufgrund höherer Erlöse beim Handyverkauf verbessert. Das Betriebsergebnis legte um 25,6 Prozent auf 108,6 Mio. Euro zu, der Umsatz erhöhte sich um 1,2 Prozent. Allerdings gab der Durchschnittsumsatz pro Kunde im Mobilfunk um 3,6 Prozent auf 14,9 Euro nach. Zur Geschäftsentwicklung am Heimatmarkt betonte der Konzern: "Die hohe Wettbewerbsintensität hielt in Österreich auch im 1. Quartal 2016 an und wurde nach wie vor von No-Frills-Angeboten im Mobilfunk angetrieben. Dank ihrer Mehrmarkenstrategie konnte die A1 Telekom Austria ihre Wettbewerbsfähigkeit über ihre No-Frills-Marken bob und YESSS! in diesem Segment beibehalten. Gleichzeitig lag der Fokus von A1 auch weiterhin auf dem Premiumkundensegment."

In Bulgarien, Kroatien, Slowenien und die Republik Mazedonien gab es Umsatzanstiege, beim Sorgenkind Weißrussland und Slowenien hingegen Rückgänge.

Facebook verdreifachte Gewinn im ersten Quartal

Der US-Internetkonzern Facebook hat dank hoher Werbeeinnahmen überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt. In den ersten drei Monaten verdreifachte sich der Gewinn auf 1,5 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Euro). Der Umsatz erhöhte sich um 52 Prozent auf 5,4 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen mitteilte.

"Wir hatten einen großartigen Start ins Jahr", sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei der Präsentation der Quartalszahlen. Der größte Anteil der Einnahmen stammte aus dem Werbegeschäft, 82 Prozent entfielen auf Anzeigen auf mobilen Geräten.

Auch bei den Nutzerzahlen legte das Online-Netzwerk zu: 1,65 Milliarden Menschen schauten Ende März mindestens einmal im Monat bei Facebook vorbei, im Vergleich zu 1,59 Milliarden Menschen Ende Dezember. Zwei Drittel von ihnen waren täglich in dem Netzwerk unterwegs. Die Facebook-Aktie legte im nachbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als neun Prozent zu.

Facebook kündigte am Mittwoch außerdem an, seine Kapitalstruktur zu ändern. Der Verwaltungsrat stimmte einem Plan zu, wonach eine neue Klasse von Aktien ausgegeben werden soll, deren Besitzer aber kein Stimmrecht haben. Facebook will so sicherstellen, dass Gründer Zuckerberg weiter die Kontrolle über das Unternehmen ausüben kann, auch wenn er wie angekündigt fast alle seine Anteile verkaufen sollte.

Samsung profitiert von neuem Galaxy-Smartphone

Florierende Geschäfte mit seinem neuen Flaggschiff-Smartphone Galaxy S7 füllen Samsung die Kasse. Der operative Gewinn sei im ersten Quartal um zwölf Prozent auf umgerechnet 5,2 Milliarden Euro gestiegen und damit stärker als zunächst gedacht, teilte der Weltmarktführer am Donnerstag mit.

Während der US-Erzrivale Apple zu Jahresanfang erstmals weniger iPhones verkaufte, konnte der südkoreanische Elektronikkonzern in seiner Handy-Sparte überraschend kräftig wachsen. Hier stieg der Gewinn um 42 Prozent. Erstmals seit fast zwei Jahren trug die Sparte damit wieder den Löwenanteil zum Konzernergebnis bei und machte eine schwächere Nachfrage nach Unterhaltungselektronik wett.

Das Plus schürte Hoffnungen, dass Samsung 2016 den ersten Gewinnzuwachs in drei Jahren schaffen kann. Zuletzt setzten Samsung auch günstigere Anbieter vor allem aus China immer stärker zu. Der solide Aufschwung dürfte sich im laufenden Quartal fortsetzen, erklärte das Management. Konzernweit stieg der Umsatz um 5,7 Prozent auf rund 38,4 Milliarden Euro. Allerdings schwächelte das Halbleiter-Geschäft. Hier fiel der Betriebsgewinn um sechs Prozent. Die sinkende PC-Nachfrage drückte auf die Preise für Speicherchips.

Elektronikhersteller LG mit Gewinnsprung

Trotz erneut roten Zahlen im Smartphone-Geschäft hat der südkoreanische Samsung-Konkurrent LG heuer im ersten Quartal den Gewinn mehr als verfünffacht, wie der Elektronikhersteller am Donnerstag mitteilte. Den Gewinnsprung verdankt der Konzern vor allem dem robusten Geschäft mit Haushaltsgeräten und einer Wende in der Sparte Heimunterhaltung.

Der Überschuss kletterte gegenüber der Vorjahresperiode von 38 Mrd. Won im ersten Quartal 2015 auf 198,1 Mrd. Won (152,4 Mio. Euro). Der Umsatz fiel um 4,5 Prozent auf knapp 13,4 Bio. Won (10,3 Mrd. Euro).

Nach einem operativen Verlust im Fernseher-Geschäft von 6,2 Mrd. Won im ersten Quartal 2015 verzeichnete LG Electronics nun einen Gewinn von 335,2 Mrd. Won. Die Margen hätten sich "durch höhere Verkäufe von Premium-Produkten und bessere Kostenstrukturen verbessert", hieß es.

Der harte Wettbewerb im Smartphone-Markt setzt LG allerdings weiter stark zu. In der Sparte für mobile Kommunikation verbuchte LG einen operativen Verlust von 202,2 Mrd. Won, es war das dritte Defizit in Folge. Der Absatz fiel im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 13,5 Mio. Geräte. Angesichts der lahmeren Nachfrage werde sich der Preiskampf der Anbieter verschärfen, hieß es.

Airbus mit Gewinneinbruch zum Jahresstart

Die Modellumstellung bei wichtigen Flugzeugtypen hat dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im ersten Quartal einen Gewinneinbruch gebracht. Während der Umsatz um 1 Prozent auf 12,2 Mrd. Euro stieg, sank der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn um 23 Prozent auf 501 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich sackte der Überschuss sogar um die Hälfte auf 399 Mio. Euro ab.

Allerdings hatte der Konzern im Vorjahreszeitraum kräftig vom Verkauf von Anteilen am Luftfahrtkonzern Dassault profitiert. Nun schnitt Airbus immer noch besser ab als von Analysten erwartet.

Im laufenden Jahr will der Konzern seine Auslieferungen weiterhin auf mehr als 650 Verkehrsflugzeuge steigern. Im ersten Quartal waren es nur 125 Stück. Airbus stellt die Produktion seiner Verkaufsschlager A320 und A330 gerade auf die spritsparenden "neo"-Versionen um. Ärger bereitet weiterhin der Militärtransporter A400M. Technische Probleme und Verzögerungen bei der Auslieferung könnten "signifikante" Auswirkungen auf die Ergebnisse haben, warnte Airbus.

Bezahldienst PayPal steigerte Umsatz und Gewinn

Der ehemalige eBay-Bezahldienstleister PayPal hat dank neuer Kunden im ersten Quartal deutlich mehr verdient. Der Nettogewinn schoss in den drei Monaten bis Ende März um 43 Prozent auf 365 Millionen Dollar (323 Mio. Euro) in die Höhe, wie das im vergangenen Jahr von dem Online-Auktionshaus abgespaltene US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Fünftel zu auf 2,54 Milliarden Dollar. Die Zahl der aktiven PayPal-Kundenkonten stieg um 11,5 Prozent auf 184 Millionen. 1,41 Milliarden Transaktionen wurden abgewickelt, etwas mehr als von Analysten erwartet. Die PayPal-Aktie legte nachbörslich vier Prozent zu.

C.A.T. oil 2015 mit Gewinn- und Umsatzeinbruch durch Rubel-Schwäche

Der Verfall des russischen Rubel hat dem in Frankfurt börsennotierten österreichischen Ölfeldausrüster C.A.T. oil AG voriges Jahr schwer zugesetzt. In Rubel wurde der Umsatz um 4,4 Prozent gesteigert, umgerechnet sank er aber auf 322,5 Mio. Euro - für 2014 waren rund 412 Mio. Euro gemeldet worden. Der Jahresüberschuss sank um 63 Prozent, das EBITDA um 28 Prozent, die Dividende entfällt.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich nach vorläufigen Zahlen um 28,0 Prozent auf 81,5 Mio. Euro verringert, teilte C.A.T. oil am Mittwochabend mit - die entsprechende Marge betrage aber nach wie vor zufriedenstellende 25,3 Prozent. Der konsolidierte Jahresüberschuss sank 2015 den Angaben zufolge um 62,5 Prozent auf 20,3 Mio. Euro.

"Der Vorstand erwartet ein wirtschaftliches Umfeld, das auch weiterhin von Herausforderungen geprägt sein wird", heißt es. Man sehe aber auch Chancen, eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess der Branche einnehmen zu können. Deshalb und um die starke Bilanzstruktur zu erhalten, würden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, auf eine Dividendenausschüttung für 2015 zu verzichten. Donnerstagabend nach Börsenschluss soll der Konzerngeschäftsbericht 2015 auf der Corporate Website publiziert werden.

Wien: Stadlauer Malzfabrik 2015 mit mehr Gewinn

Die börsennotierte Stadlauer Malzfabrik AG, die großteils dem deutschen Backzutaten- und Braumalzehersteller Ireks gehört, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 den Gewinn nach Steuern von 1,5 auf 2,0 Mio. Euro gesteigert. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Holding hält als einzige Beteiligung einen 49-Prozent-Anteil an der Stamag Stadlauer Malzfabrik GmbH.

Der Umsatz ging von 1,62 auf 1,56 Mio. Euro zurück und stammt hauptsächlich aus der Miete, die die Beteiligungsgesellschaft Stamag Stadlauer Malzfabrik GmbH an die AG zahlt. Das Finanzergebnis, das wesentlich zum Unternehmensergebnis beiträgt, stieg von 1,5 auf 2,3 Mio. Euro.

Reparaturen trieben Gewinn von Triebwerksbauer MTU

Dank lukrativer Wartungs- und Ersatzteilaufträge hat der Triebwerksbauer MTU seinen Gewinn im ersten Quartal noch stärker gesteigert als erwartet. Der Überschuss legte um 34 Prozent auf 91 Mio. Euro zu, wie MTU Aero Engines am Donnerstag in München mitteilte. Branchenexperten hatten mit lediglich 80 Mio. Euro gerechnet.

"Damit haben wir uns eine gute Ausgangsbasis für das Gesamtjahr geschaffen", sagte Vorstandschef Reiner Winkler. Er rechne unverändert mit einem Umsatz- und Ergebniswachstum um vier bis sechs Prozent.

Andauernde Probleme beim Partnerhersteller Pratt & Whitney sorgten allerdings mit dafür, dass der Quartalsumsatz bei 1,1 Mrd. Euro stagnierte. Weil die Auslieferung von gemeinsam gebauten Triebwerken für das Kurz- und Mittelstreckenflugzeug A320neo von Airbus stockte, sackte der Umsatz im defizitären Erstausrüstungsgeschäft ab. Sein Geld verdient MTU vor allem mit Folgeaufträgen: Das traditionell umsatzschwächere, aber lukrative Geschäft mit Ersatzteilen und Wartung zog an und trieb den Gewinn in die Höhe. Auch das Geschäft mit Triebwerken für Militärmaschinen wie den Eurofighter wuchs.

Schindler legte beim Quartalsgewinn um über 8 Prozent zu

Der Schweizer Liftkonzern Schindler ist gut ins neue Jahr gestartet. Das Unternehmen erwirtschaftete in den ersten drei Monaten einen Konzerngewinn von 182 Mio. Franken (165,5 Mio. Euro). Das entspricht einer Steigerung von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch beim Umsatz (+1,8 Prozent) und beim Auftragseingang (+1,0 Prozent) verbesserte sich das Unternehmen im ersten Quartal, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. In Lokalwährungen, also vor Umrechnung in den starken Schweizer Franken, sind die Werte gar noch stärker gestiegen.

Für das Gesamtjahr erwartet Schindler eine Umsatzsteigerung von 3 bis 7 Prozent. Der Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt werde wegen der sich abschwächenden Märkte in China und Lateinamerika im laufenden Jahr rückläufig sein. Dafür rechnet Schindler in Nordamerika mit einem starken Wachstum.

Warimpex nach schwachem Russland-Geschäft mit 42,3 Mio. Euro Verlust

Der börsennotierte Hotelbetreiber und Immobilienentwickler Warimpex hat 2015 nach Währungs- und Bewertungsverlusten in Russland einen Verlust von 42,3 Mio. Euro verbucht. Dies teilte das Unternehmen heute, Donnerstag, ad hoc mit.

Der Umsatz der Hotels ging um 12 Prozent auf 54,5 Mio. Euro zurück, der Konzernumsatz verringerte sich um 16 Prozent auf 61,9 Mio. Euro.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich aufgrund von Gewinnen aus dem Verkauf bzw. der Endkonsolidierung von Immobilien von 17,1 Mio. Euro im Jahr 2014 um 71 Prozent auf 29,3 Mio. Euro. Abschreibungen und Bewertungsverluste bei russischen Immobilien in der Höhe von 39,2 Mio. Euro führten jedoch fast zu einer Verdoppelung des operativen Verlustes (EBIT) von 5,2 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis inklusive Joint Ventures verschlechterte sich aufgrund nicht zahlungswirksamer Kursverluste in Zusammenhang mit der Veränderung von Wechselkursen von minus 31,6 Mio. auf minus 31,9 Millionen Euro - darin enthalten ist das Ergebnis aus Joint Ventures, das sich dank des Gewinns aus dem Verkauf des andel's Hotel Berlin von 1,5 Mio. Euro auf 9,6 Mio. Euro erhöhte. Daraus ergibt sich schließlich ein negatives Jahresergebnis von 42,3 Mio. Euro. Der Periodenverlust für die Aktionäre des Mutterunternehmens sank im Vergleich zum Vorjahr von 20,7 Mio. auf 17,8 Mio. Euro.

Wacker Chemie legt Latte für Jahresgewinn höher

Dank guter Geschäfte mit Chemieprodukten für die Bau-, Kosmetik- oder Autobranche und anziehender Preise für das in der Solar- und Halbleiterindustrie benötigte Silizium setzt sich die deutsche Wacker Chemie für 2016 höhere Gewinnziele.

Der Spezialchemiekonzern hob heute, Donnerstag, seine Ergebnisprognose an: Das operative Ergebnis (Ebitda ohne Sondereffekte) soll heuer um fünf bis zehn Prozent zulegen; bisher war nur ein leichtes Wachstum angekündigt. Beim Konzernumsatz von zuletzt 5,3 Mrd. Euro rechnen die Bayern nach wie vor mit einem Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich im Gesamtjahr.

Im Startquartal sank der Umsatz um 1,5 Prozent auf 1,31 Mrd. Euro. Der operative Gewinn schrumpfte um gut 14 Prozent auf 229 Mio. Euro, weil der Anlauf eines neuen Standorts in den USA hohe Kosten verursacht und die Preise für Halbleiterwafer und Solarsilizium niedrig waren.

"Im Halbleitergeschäft haben wir wie erwartet die nach wie vor schwache Nachfrage nach Smartphones, Tablets und PCs zu spüren bekommen", sagte Vorstandschef Rudolf Staudigl. "Bei den Preisen für Solarsilizium sehen wir seit einigen Wochen einen leichten, aber anhaltenden Anstieg."

Im Polysiliziumgeschäft seien deutlich höhere Mengen abgesetzt worden als vor einem Jahr. Das Chemiegeschäft sei solide und ertragsstark. Die Entwicklungen im Startquartal und die aktuelle Auftragslage hätten die Zuversicht für die kommenden Monate weiter gestärkt.

E-Plus-Übernahme belastet Telefonica-Deutschland-Bilanz

Die milliardenschwere Übernahme von E-Plus belastet Telefonica Deutschland weiter. Beim größten deutschen Mobilfunkanbieter stieg im ersten Quartal zwar das Betriebsergebnis. Wegen weiter hoher Abschreibungen im Zuge der Übernahme standen unter dem Strich aber erneut rote Zahlen.

Das Unternehmen, das mehrheitlich zum spanischen Telefonica-Konzern gehört, hatte seine Aktionäre bereits auf ein schwieriges Jahr eingestellt. Wie Telefonica am Donnerstag in München mitteilte, wuchsen die mobilen Datenumsätze zwar stark. Aber in dem hart umkämpften Markt musste das Unternehmen mehr Umsatzanteile an Vertriebspartner abgeben und auch wegen regulatorischer Vorgaben Einbußen hinnehmen. Das Endgeräte- und das Festnetzgeschäft liefen schlechter.

Der Konzernumsatz sank um 2 Prozent auf 1,86 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 6 Prozent auf 401 Mio. Euro, letztlich blieb ein Quartalsverlust von 170 Mio. Euro.

Im April hatte Telefonica mehr als 2.000 Mobilfunkmasten verkauft. Vorstandschef Torsten Dirks bestätigte seine Jahresprognose: Der Umsatz dürfte leicht sinken, der Betriebsgewinn vor Abschreibungen leicht steigen. Der Fokus liegt auf der Zusammenlegung der Netze von O2 und E-plus.

Vossloh schaffte Rückkehr in die Gewinnzone

Der deutsche Bahntechnikkonzern Vossloh hat zum Jahresauftakt trotz Umsatzeinbußen den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Bei einem Rückgang der Erlöse um 7,6 Prozent auf 240,1 Mio. Euro erreichte das operative Ergebnis (Ebit) 2,3 Mio. Euro nach einem Minus von 2,2 Mio. Euro vor Jahresfrist, wie das Unternehmen heute, Donnerstag, mitteilte.

Der auf 289,6 (Vorjahr: 265,5) Mio. Euro gestiegene Auftragseingang stimmte den Vorstand zuversichtlich, seine Jahresziele zu erreichen.

Demnach peilt der Konzern einen Umsatz zwischen 1,2 und 1,3 (1,2) Mrd. Euro an. Die Umsatzrendite soll von 3,8 Prozent auf 4 bis 4,5 Prozent wachsen. 2017 will Vossloh hier 5,5 bis 6,0 Prozent erreichen. Mit dem restlichen Verkauf des Lokomotivgeschäfts hofft der Vorstand auf eine weitere Verbesserung der Profitabilität.

Großaktionär und Aufsichtsratschef Heinz-Hermann Thiele hatte Vossloh einen Umbau und die Trennung vom Lokomotivgeschäft verordnet. Inzwischen ist der spanische Teil des Lokgeschäftes Rail Vehicles mit einem Jahresumsatz von rund 220 Mio. Euro an die Schweizer Stadler Rail verkauft. Der scheidende Firmenchef Hans Martin Schabert räumte im November allerdings ein, für die beiden verbliebenen Unternehmensteile des Bereichs - Vossloh Locomotives in Kiel und Vossloh Electrical Systems in Düsseldorf - sei noch kein Käufer in Sicht. Der Manager hatte zuletzt angekündigt, seinen im März 2017 endenden Vertrag nicht zu verlängern.

Gewinn von Wincor Nixdorf zum Halbjahr mehr als verdoppelt

Der deutsche Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf hat im ersten Halbjahr seines Bilanzjahres 2015/16 den Gewinn unter anderem dank Kosteneinsparungen mehr als verdoppelt. So stieg im Zeitraum Oktober bis März das operative Ergebnis (Ebita) laut Unternehmensangaben um 96 Prozent auf 108 Mio. und der Überschuss um 103 Prozent auf 63 Mio. Euro. Der Umsatz legte um 8 Prozent auf 1,31 Mrd. Euro zu.

"Unser Transformationsprogramm greift über Erwarten gut. Wir kommen schneller als erwartet voran und haben einen geringeren Kostenaufwand als ursprünglich eingeschätzt", erklärte Vorstandschef Eckard Heidloff am Donnerstag.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Heidloff seine bereits angehobene Prognose für das Ebita vor Restrukturierungsaufwendungen von 160 bis 190 Mio. Euro. Beim Umsatz rechnet er nun mit einem moderaten Anstieg.

Der Paderborner Geldautomatenhersteller lässt sich derzeit von seinem US-Konkurrenten Diebold übernehmen. Gemeinsam kommen Diebold und Wincor auf 4,8 Mrd. Euro Umsatz und könnten damit zum Weltmarktführer NCR aus den USA aufschließen. Diebold und Wincor reagieren mit der Fusion auf den Umbruch in der Geldautomaten-Branche. In Ländern wie den USA oder Schweden spielt Bargeld eine immer geringere Rolle, so dass sich die Hersteller nach anderen Erlösquellen, etwa als Software- und Dienstleistungs-Anbieter.

Baustoffkonzern Saint-Gobain setzte im Quartal weniger um

Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain ist mit weniger Umsatz in das neue Jahr gestartet. Der Preisdruck im europäischen Bausektor, ungünstige Währungseffekte aber auch die Wirtschaftsschwäche in Brasilien und China belasteten das Geschäft. Zwischen Jänner und März sanken die Erlöse um 1,9 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro, wie Saint-Gobain am Mittwoch nach Börsenschluss in Paris mitteilte.

Dies war in etwa so viel wie Analysten erwartet hatten. Ohne Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe wäre der Umsatz um 1,8 Prozent gestiegen.

Für das Gesamtjahr sieht sich das Unternehmen auf Kurs. Demnach soll sich der operative Gewinn 2016 im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Zugleich soll der laufende Konzernumbau Einsparpotenziale von rund 250 Millionen Euro bringen. Weiterhin strebt Saint-Gobain die Kontrolle beim schweizerischen Bauchemie-und Klebstoffhersteller Sika an.

Geberit profitierte im ersten Quartal von niedrigen Rohstoffpreisen

Niedrige Rohstoffpreise sowie mehr Verkäufe in Deutschland haben dem Schweizer Sanitärtechnikhersteller Geberit im ersten Quartal 2016 mehr Geld in die Kassa gespült. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 150,3 Mio. Franken (136,7 Mio. Euro) - ein Plus von einem Viertel, wie das Unternehmen heute, Donnerstag, mitteilte.

Damit übertraf der vor der spanischen Roca und der deutschen Grohe größte Hersteller von Sanitärprodukten die Analystenerwartungen. Die Umsätze zogen nicht zuletzt dank der im Jahr 2014 für rund 1 Milliarde Euro gekauften finnischen Sanitec um 12,9 Prozent auf 718,6 Mio. Franken an.

Ohne diese Übernahme und bereinigt um Währungseffekte verzeichnete die Sanitärtechnikfirma noch ein Plus von 3,1 Prozent. Das Unternehmen spricht von einem gelungenen Start ins Geschäftsjahr "mit starken operativen Resultaten".

Dies trifft vor allem auf die Regionen Europa (+3,6 Prozent) sowie Nahost/Afrika (+2,5 Prozent) zu. In Amerika (-3,6 Prozent) sowie in der Region Fernost/Pazifik (-7,6 Prozent) gingen die Umsätze dagegen zurück.

Logitech nach Umbau mit Gewinn im dreistelligen Millionenbereich

Der Schweizer Computerzubehörhersteller Logitech ist nach seiner Restrukturierung im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder deutlich in die Gewinnzone vorgerückt. Bei leicht gewachsenem Umsatz erwirtschaftete der Konzern unter dem Strich einen Gewinn von 119 Mio. Dollar (105,3 Mio. Euro).

Der Gewinn liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert, als wegen hoher Restrukturierungskosten lediglich 9 Mio. Franken (aktuell 8,2 Mio. Euro) Gewinn herausschauten. Das schweizerisch-amerikanische Unternehmen informierte in der Nacht auf Donnerstag über sein per Ende März zu Ende gegangenes Geschäftsjahr.

Werden allerdings nur jene Geschäftsteile in der Rechnung berücksichtigt, die Logitech derzeit betreibt, musste der Konzern einen Gewinnrückgang hinnehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Gewinn im weiterlaufenden Geschäft 128 Mio. Dollar, verglichen mit 148 Mio. Dollar vor Jahresfrist.

Beim Umsatz verzeichnete der Hersteller von Computermäusen, Tastaturen und Lautsprechern ein Wachstum von rund einem Prozent auf 2,02 Mrd. Dollar. Dazu beigetragen hat das nach Unternehmensangaben größte Wachstum im Retailgeschäft seit fünf Jahren. Nach der Restrukturierung ist diese Sparte im Wesentlichen die einzige, an der Logitech noch festhielt.

Gespürt hat Logitech bei seinen Verkäufen die Schwäche bei den Tablets. Der Verkauf von Zubehör für diese Produktkategorie ging im Jahresvergleich um ein Viertel zurück. Bei den wichtigsten Kategorien Tastaturen und Computermäuse blieben die Verkäufe stabil. Starkes Wachstum verzeichnete Logitech dafür beim Spielezubehör, bei mobilen Lautsprechern sowie im Videobereich.

Durchzogen fiel für Logitech der Start ins neue Kalenderjahr aus - für Logitech das vierte Geschäftsquartal: Der Umsatz fiel im Jahresvergleich von 442 Mio. Dollar im Vorjahr auf 431 Mio. Dollar, wobei es einen deutlichen Einbruch beim Verkauf der Lautsprecher gab. Angezogen haben dafür unter anderem die Verkäufe im Videobereich, von PC-Webcams sowie beim Spielezubehör.

Für das kommende Jahr bestätigte Logitech seine Prognose, wonach der Betriebsgewinn leicht höher als in diesem Jahr zu liegen kommen dürfte. Der Verkauf im Retailgeschäft soll weiter wachsen.

Logitech hatte im Laufe des vergangenen Jahrs zwei Sparten abgestoßen: Das Zuliefergeschäft für Computerhersteller (OEM) fuhr Logitech vollständig zurück, die Videokonferenz-Tochter LifeSize wurde in ein eigenes Unternehmen ausgelagert.

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