Bilanzen vom 29.4.: Strabag, Amazon und Manner mit deutlich mehr Gewinn

Bilanzen vom 29.4.: Strabag, Amazon und Manner mit deutlich mehr Gewinn

Amazon konnte seinen Gewinn nahezu verdoppeln, während die Schnäppchen-Plattform Groupon weiter schrumpft. Manner hat den Gewinn 2015 fast verdreifacht. Und die Strabag will nach dem guten Jahr nun die Dividende erhöhen.

Amazon erzielt Rekordgewinn dank Cloud-Geschäft

Amazon profitiert von seinem boomenden Geschäft mit Cloud-Diensten mit einem Rekordgewinn. Der weltgrößte Online-Händler verdiente im vergangenen Quartal 513 Millionen Dollar (454 Mio. Euro). Der Gewinn war nahezu doppelt so hoch wie von Analysten erwartet, im Vorjahresquartal hatte Amazon noch 57 Millionen Dollar verloren.
Die Aktie sprang am Donnerstag nachbörslich um rund 13 Prozent hoch. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 29,1 Milliarden Dollar. Die Cloud-Sparte AWS erwies sich erneut als starker Geldbringer. Bei einem Umsatz von gut 2,5 Milliarden Dollar fuhr sie einen operativen Gewinn von 604 Millionen Dollar ein. Amazon bietet Unternehmen Rechenleistung aus dem Netz, viele Start-ups und auch etablierte Firmen greifen auf Cloud-Dienste von AWS zurück. Der Umsatz der Sparte sprang im Jahresvergleich um 64 Prozent hoch und der operative Gewinn wurde mehr als verdreifacht.

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Strabag baute Konzerngewinn 2015 kräftig aus

Österreichs größter Baukonzern Strabag hat seine Gewinne im abgelaufenen Geschäftsjahr massiv erhöht. Unterm Strich blieb 2015 ein Überschuss von 156,3 Mio. Euro - um fast ein Viertel mehr als im Jahr davor. Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg von 1,25 auf 1,52 Euro je Aktie. Nun soll die Dividende von 0,50 auf 0,65 Euro je Aktie angehoben werden - die höchste Ausschüttung seit dem Börsengang 2007.
Vor Zinsen, Steuern und Abgaben verbesserte sich der Gewinn (EBIT) gegenüber 2014 von 282 auf 341 Mio. Euro, wie das Unternehmen heute, Freitag, ad hoc mitteilte. Rückläufig entwickelte sich hingegen der Auftragsbestand, der sich um 9 Prozent von 14,40 auf 13,14 Mrd. Euro verkleinerte. Dies sei mehrheitlich auf die Abarbeitung von Großprojekten in Ungarn, Italien und der Slowakei zurückzuführen, aber auch auf "die widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" in Russland und dessen Nachbarstaaten.

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Asfinag mit 549 Mio. Euro Jahresüberschuss - 951 Mio. 2015 investiert

Die Asfinag erwirtschaftete 2015 einen Jahresüberschuss von 549 Mio. Euro (2014: 519 Mio. Euro) und schüttet auch heuer wieder eine Dividende von 100 Mio. Euro an den Bund aus. In Ausbau und Modernisierung des Streckennetzes investierte die Asfinag 951 Mio. Euro (2014: 909 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 24 auf 26 Prozent, der Schuldenstand blieb mit 11,6 Mrd. Euro stabil.

"Wir haben 2015 ein stabiles Ergebnis erzielt. (...) Wir haben um die vier Milliarden Euro Eigenkapital", so Asfinag-Chef Klaus Schierhackl am Freitag vor Journalisten. Die fiktive Schuldentilgungsdauer betrage 19 Jahre, "somit deutlich unter der durchschnittlichen Lebensdauer der Straßeninfrastruktur". "Ein Straßenbetreiber mit realistischen Mautansätzen ist ein gutes Investment", erklärte Schierhackl.

Die Mauterlöse legten im Vorjahr um zwei Prozent auf 1,86 Mrd. Euro zu. Bei den Lkw und Bussen gab es ein Plus von 0,9 Prozent auf 1,253 Mrd. Euro, bei den Pkw stiegen die Erlöse um 3,9 Prozent auf 606 Mio. Euro. Die Fahrleistung der Lastwägen erhöhte sich um 2,1 Prozent, jene der anderen Autos um 2,8 Prozent. Insgesamt stieg die Fahrleistung um 2,7 Prozent, was fast 30 Milliarden Kilometern entspricht, rechnete Schierhackl vor. Heuer habe der Schwerverkehr um drei bis vier Prozent zugelegt, was ein guter Indikator für die Konjunktur sei.

Den stärksten Zuwachs gab es im Vorjahr am Brenner mit 5,2 Prozent, gefolgt von der Tauernautobahn mit 3,1 Prozent. Durch die Vollsperre des Arlbergtunnels ging auf der Arlbergstrecke der Verkehr um 9,8 Prozent zurück.

Bis 2021 investiert die Asfinag 7,3 Mrd. Euro in Autobahnen und Schnellstraßen - so die Theorie, denn in der Praxis hängt die Summe sehr stark von den Umweltverträglichkeitsprüfungen ab. Viele der Projekte ziehen sich seit Jahren durch alle Instanzen, wodurch teilweise bestehende Pläne und vorgeschlagene Technologien nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.

So wird über die Wiener Lobau-Autobahn seit dem Jahr 1999 diskutiert. Letztstand: Nach jahrelanger Prüfung hat das Verkehrsministerium einen positiven Umweltverträglichkeitsbescheid für den S1-Abschnitt Schwechat bis Süßenbrunn - inklusive dem umstrittenen Donau-Lobau-Tunnel - ausgestellt. Umweltschützer kündigten Berufung an.

Durch das "Grenzmanagement" am Brenner im Zuge der Flüchtlingswelle habe man bisher keine Beeinträchtigung festgestellt. Allerdings sind der Asfinag Kosten angefallen. Durch das Grenzkontrollgesetz ist die staatliche Autobahnholding verpflichtet, die fixen baulichen Maßnahmen zu errichten, wie Fundamente und Flugdächer. Bis dato hat die Asfinag dafür 500.000 Euro aufgewendet.

Zu dem heute stattfindenden Verkehrsreferententreffen der Länder bezüglich einer möglichen Ausdehnung der Lkw-Maut auf Bundes- und Gemeindestraßen wollte sich die Asfinag im Vorfeld nicht äußern. Sollte sie kommen, wäre das dafür nötige Satellitensystem mit dem auf den Autobahnen verwendeten Mikrowellensystem jedenfalls kompatibel, betont die staatliche Autobahnholding.

Novomatic knackte 2015 Umsatzgrenze von 2 Mrd. Euro - Weniger Gewinn

Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic hat im Jahr 2015 seinen Umsatz um 5,5 Prozent auf mehr als 2 Mrd. Euro gesteigert. Unterm Strich blieb aber für Eigentümer Johann Graf weniger über. Der Jahresüberschuss sackte um ein Fünftel auf 220,7 Mio. Euro ab, das Betriebsergebnis (Ebit) um 10 Prozent auf 325,4 Mio. Euro.

Novomatic ist gerade dabei, beim teilstaatlichen Casinos-Austria-Konzern einzusteigen. Im Ausland sind die Niederösterreicher seit Jahren auf Einkaufstour. So wurde etwa im Vorjahr die britische Playnation mit 20.000 Glücksspielautomaten an 1.700 Standorten übernommen. In Spanien hat Novomatic den drittgrößten Geräteproduzenten GiGames sowie Spielsalons geschluckt.

Durch diverse Übernahmen sind im Vorjahr 1.900 neue Mitarbeiter dazugekommen, Ende Dezember beschäftigte der Konzern 20.188 Personen. Mittlerweile gehören 188 Unternehmen zur Novomatic-Gruppe (vollkonsolidiert), so das Unternehmen am Freitag.

Heuer will Novomatic seinen Expansionskurs fortsetzen und die Erlöse steigern. In Deutschland jedoch erwartet der Konzern aufgrund schärferer Glücksspielregeln einen Rückgang bei der Herstellung von Automaten, wie es im Geschäftsbericht heißt. In Italien werde eine neuerliche Erhöhung von Glücksspielsteuern das Ergebnis in Höhes eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags belasten. Im Online-Gaming-Bereich sei mit vermehrter Konkurrenz zu rechnen, die Wachstumsraten dürften sich verlangsamen. In den wichtigen Märkten Großbritannien, Spanien und Osteuropa rechnet das Management jedoch mit steigenden Umsätzen.

Zulieferer Continental nach Gewinnplus optimistisch

Der deutsche Autozulieferer Continental ist mit einem kräftigen Gewinnplus ins laufende Jahr gestartet und konkretisiert sein Renditeziel. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sei im Auftaktquartal um 8 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro geklettert, teilte der Dax-Konzern am Freitag anlässlich seiner Aktionärsversammlung in Hannover mit.
Die Ebit-Marge soll im Gesamtjahr nun bei elf Prozent liegen, bisher war das Management von mehr als 10,5 Prozent ausgegangen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um drei Prozent auf 9,85 Mrd. Euro. Verantwortlich für das etwas langsamere Umsatzwachstum zu Jahresbeginn waren Produktionsanläufe bei mehreren Automobilherstellern.

Manner mochte man 2015: Gewinn verdreifacht

Der börsennotierte Wiener Süßwarenhersteller Manner hat sich 2015 im ersten Geschäftsjahr nach dem teilweisen Einsturz seines Fabriksgebäudes in Wien gut erholt. Vor allem Dank starker Nachfrage in Deutschland, Tschechien und der Slowakei stieg der Umsatz von 176,4 auf 191,9 Mio. Euro, der Jahresgewinn verdreifachte sich von 542.000 auf 1,5 Mio. Euro, zeigt der Jahresfinanzbericht.

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Groupon büßte Umsatz ein und rutschte tiefer in die roten Zahlen

Die Rabattcoupon-Internetseite Groupon hat zu Jahresbeginn Abstriche machen müssen. Im ersten Quartal sanken die Erlöse um zwei Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 732 Millionen Dollar (645 Mio. Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der starke Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung verringert, belastete wie bereits in den Vorquartalen die Bilanz.
Groupon rutschte tiefer in die roten Zahlen. Der Quartalsverlust stieg auf 49,1 Millionen Dollar nach 14,3 Millionen im Vorjahr. Anleger hatten aber noch schlechtere Zahlen erwartet. Die Aktie gewann nachbörslich zunächst fast vier Prozent. Das Unternehmen stellte zudem einen neuen Finanzchef vor: Mike Randolfi ersetzt Brian Kayman, der den Posten interimsweise übernommen hatte.

Online-Reisebüro Expedia profitiert von Zukäufen

Das weltweit meistgenutzte Internet-Reiseportal Expedia profitiert von seiner Einkaufstour. Der Umsatz stieg im ersten Quartal überraschend kräftig um 39 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar (1,67 Mrd. Euro), wie das US-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Zukäufe des vergangenen Jahres hätten erheblich dazu beigetragen.
Vor Sonderposten wurde unerwartet ein leichter Gewinn von neun Cent je Aktie erzielt. Analysten hatten mit einem Verlust von sechs Cent je Anteilsschein gerechnet. Die Aktie legte nachbörslich rund 12 Prozent zu. Expedia hatte 2015 den heimischen Rivalen Orbitz Worldwide für 1,3 Milliarden Dollar und den weltweit tätigen US-Ferienwohnungsvermarkter HomeAway für 3,9 Milliarden Dollar übernommen.

Biotech-Weltmarktführer Amgen hebt nach Gewinnplus Prognosen an

Beim weltgrößten Biotech-Konzern Amgen läuft es rund: Dank florierender Geschäfte mit seinen Kassenschlagern steigerte das US-Unternehmen den Angaben von Donnerstag zufolge den Nettogewinn im ersten Quartal binnen Jahresfrist um 17 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar (1,67 Mrd. Euro).
Vor allem das Rheuma-Medikament Enbrel sowie die Osteoporose-Mittel Prolia und Xgeva waren stark gefragt. Der Umsatz kletterte überraschend kräftig um zehn Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar. Das Management hob daraufhin seine Gewinn- und Umsatz-Prognose für das laufende Jahr erneut an. Die Amgen-Aktie legte nachbörslich rund ein Prozent zu.

Linde machte zu Jahresbeginn etwas weniger Gewinn

Beim deutschen Industriegase-Konzern Linde sind zu Jahresbeginn Umsatz und Gewinn zurückgegangen. Im ersten Quartal sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent auf 4,262 Mrd. Euro, wie der Dax-Konzern am Freitag in München mitteilte. Das operative Ergebnis gab um 1,9 Prozent nach auf 991 Mio. Euro.
Damit lag Linde über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 977 Mio. Euro Betriebsgewinn gerechnet hatten. Der Konzern begründete den Rückgang mit negativen Währungseffekten und dem schwächeren Geschäft in der Industriesparte. Währungsbereinigt fiel der Umsatz demnach um 0,3 Prozent, das operative Ergebnis stieg leicht um 0,6 Prozent. "Wir sind stabil in das neue Geschäftsjahr gestartet und liegen damit im Rahmen unserer Prognose", sagte Vorstandschef Wolfgang Büchele.
Linde will im Gesamtjahr Umsatz und Ergebnis um vier Prozent steigern, weist aber darauf hin, dass es auch einen Rückgang von bis zu drei Prozent geben könnte.

Waldviertler Bio-Kräuterhändler Sonnentor wächst weiter

Sonnentor wächst eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2015/16 weiter: Das Waldviertler Bio-Unternehmen mit Sitz in Sprögnitz bei Zwettl steigerte einer Aussendung vom Donnerstag zufolge im Vorjahr den Umsatz in Österreich ebenso wie in Tschechien - hierzulande von 33,4 auf 35,9 Mio. Euro, beim Tochterunternehmen im Nachbarland von 7,7 auf 8,4 Mio. Euro.
2015 seien 25 zusätzliche Arbeitsplätze im Waldviertel geschaffen worden. Die Gewinne würden reinvestiert, wurde auf die Anfang 2015, mit Kosten von 8 Mio. Euro errichtete Produktions- und Lagerhalle verwiesen.

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Andreas Lasser-Klein, Sprecher der Geschäftsführung der Kepler Fondsgesellschaft.

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Uli Krämer, (2. v. r., sitzend), Leiter des Kepler-Portfoliomanagaments, mit einem Teil des Teams im Trading-Room der Fondsgesellschaft.

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