Die Bilanzen vom 14.7.: Software AG erhöht Ausblick

Die Bilanzen vom 14.7.: Software AG erhöht Ausblick

In der aktuellen Bilanzsaison legen unter anderem die Optikerkette Fielmann und der Scheinwerferhersteller Hella ihre Zahlen auf den Tisch. Die Software AG erhöht ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2016.

Software AG erhöht Ausblick für 2016

Die Software AG erhöht nach einer positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr ihren Ausblick für das Gesamtjahr. Für 2016 geht der Darmstädter SAP-Rivale nach eigenen Angaben vom Mittwochabend nun von einer operativen Ergebnismarge von 30,5 bis 31,5 Prozent aus. Zuvor hatte das im TecDax notierte Unternehmen mit 30 bis 31 Prozent gerechnet.

"Wir haben nicht nur im zweiten Quartal, sondern auch in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 hervorragende Ergebnisse erzielt. Es ist uns gelungen, die hohen Margen in den einzelnen Geschäftsbereichen zu halten oder sogar auszubauen. Diese Kennzahlen machen mich zuversichtlich für die weitere geschäftliche Entwicklung der Software AG", sagte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt.

Im ersten Halbjahr stieg der Gesamtumsatz verglichen mit dem selben Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 409,6 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 42 Prozent auf 88,7 Millionen Euro.

Fielmann steigerte Gewinn im Frühsommer kräftig

Deutschlands größte Optikerkette Fielmann hat die Gewinndelle aus dem schwachen Jahresstart wettgemacht. Das Vorsteuerergebnis legte im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 62 Mio. Euro zu, wie das börsennotierte Familienunternehmen am Donnerstag auf Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte.

Gründe für den Gewinnsprung nannte der Vorstand in einer knappen Mitteilung anlässlich der Hauptversammlung in Hamburg nicht. Experten gehen davon aus, dass die Personalkosten im Zeitraum April bis Juni weniger stark gewachsen sind und Fielmann zudem nicht mehr so viel Geld in Werbung gesteckt hat.

Zu Jahresbeginn hatten hohe Personalkosten bei einem Verkaufstag weniger durch das frühe Osterfest das Ergebnis belastet. Dank guter Geschäfte im Frühsommer lag der Vorsteuergewinn nach sechs Monaten mit rund 116 Millionen den Angaben zufolge auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Konzernumsatz legte im zweiten Quartal um fünf Prozent auf knapp 343 Mio. Euro zu. Damit lag das Wachstum wieder in der vom Management angestrebten Spanne zwischen fünf und sieben Prozent. Von April bis Juni verkaufte Fielmann zwei Millionen Brillen, sechs Prozent mehr als vor Jahresfrist. Den Zwischenbericht für das zweite Quartal will Fielmann am 25. August veröffentlichen.

Scheinwerfer-Hersteller Hella bleibt auf Wachstumskurs

Neue Technologien für die Autoindustrie haben dem Scheinwerfer-Spezialisten Hella auf die Sprünge geholfen. In dem Ende Mai abgelaufenen Bilanzjahr 2015/16 legte der Umsatz um 8,9 Prozent auf rund 6,35 Mrd. Euro zu und das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) um 7,1 Prozent auf 476 Mio. Euro, wie das börsennotierte Familienunternehmen am Donnerstag mitteilte.

Sonderbelastungen durch den Lieferantenausfall im September vergangenen Jahres ließen das Ebit allerdings mit rund 420 Mio. Euro etwa 2,3 Prozent unter den Vorjahreswert von 430 Mio. Euro sinken.

"Wir sind zufrieden, dass wir in dem anspruchsvollen Marktumfeld 2015/2016 erneut stark gewachsen sind", sagte Firmenchef Rolf Breidenbach. Basis dafür sei die Ausrichtung auf innovative Technologien für die Automobilindustrie. "Mit erfolgreichen Produktneuanläufen auf dem Gebiet komplexer LED-Technologie sowie innovativer Elektronikkomponenten können wir insbesondere zentrale Megatrends wie die Verbesserung von Energieeffizienz und Sicherheit bedienen." Die vollständigen Geschäftszahlen wie auch einen Ausblick auf das laufende Jahr sollen am 11. August veröffentlicht werden.

Ein chinesischer Hersteller von Kunststoffteilen hatte 2015 mit seinem Lieferstopp bei Hella Mehrbelastungen von 50 Mio. Euro für zusätzliche Transport- und Einkaufskosten verursacht. Breidenbach kassierte daraufhin sein Gewinnziel, das zweistellige Zuwachsraten vorsah, und kündigte einen Rückgang des Ebit an.

Schwedische Großbank SEB übertraf mit Gewinnplus Markterwartungen

Sondererlöse haben den Gewinn der schwedischen Großbank SEB im zweiten Quartal angeschoben. Im operativen Geschäft erhöhte sich das Ergebnis um mehr als fünf Prozent auf umgerechnet knapp 588 Mio. Euro, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen.

Die Unsicherheit rund um das Brexit-Referendum in Großbritannien habe viele Kunden bewogen, Absicherungen für Zins- und Währungsgeschäfte zu kaufen. Positiv wirkte sich zudem die Beteiligung der Tochter SEB Baltic an Visa Europe aus. Der Kreditkartenanbieter fusioniert mit seinem US-amerikanischen Schwesterunternehmen Visa Inc.

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