Die Bilanzen vom 20.4.2016: SAP, Yahoo, Intel, Hermes und ARM

Die Bilanzen vom 20.4.2016: SAP, Yahoo, Intel, Hermes und ARM

Der Smartphone-Boom kühlt sich ab - doch davon zeigt sich der Chiphersteller ARM wenig beeindruckt.

Die Bilanzsaison erlebt heute einen Tech-Schwerpunkt: SAP legt die Zahlen auf dem Tisch, nachdem am Vorabend Yahoo und Intel ihre Bücher geöffnet haben. Chiphersteller ARM trotz dem nachlassenden Smartphone-Boom, Paketzusteller Hermes profitiert vom Onlinehandel.

SAP steigert Ergebnis deutlich

Der Softwarekonzern SAP hat dank deutlich niedrigerer Kosten im ersten Quartal trotz unerwartet schwacher Umsätze sein Ergebnis deutlich steigern können. Der Gewinn nach Steuern stieg um 38 Prozent auf 570 Mio. Euro, wie der Softwarekonzern am Mittwoch mitteilte.

Vor einem Jahr hatten Aufwendungen für Übernahmen und das aktienbasierte Bonusprogramm sowie Kosten für einen Stellenabbau aus dem Jahr 2014 zu Buche geschlagen. Sein großes Abfindungsprogramm im vergangenen Jahr hatte SAP erst im zweiten Quartal gestartet. Trotz des Stellenabbaus beschäftigte der Softwarekonzern mit 78.230 fast 3.700 mehr Mitarbeiter als im Vorjahr. Die meisten davon wurden einem Sprecher zufolge neu eingestellt.

Bereits vor knapp zwei Wochen hatten die Walldorfer Eckdaten vorgelegt. Der Umsatz war wegen überraschend schwacher Softwarelizenzverkäufe lediglich um fünf Prozent auf 4,73 Mrd. Euro geklettert. Analysten trauen dem Dax-Konzern jedoch zu, bereits im zweiten Quartal wieder Boden gut zu machen. SAP machte in diesem Jahr zum ersten Mal von einer Neuregelung gebraucht, die unter anderem Dax-Konzernen erlaubt, im ersten und dritten Quartal nur noch eine Mitteilung zu veröffentlichen. Einen ausführlichen Bericht gibt es nur noch mit den Halbjahres- und Jahreszahlen.

Analysten hatten sich trotzdem mehr von SAP erwartet. Lesen Sie unter diesem Link, wie es bei Europas größtem Software-Hersteller weiter gehen soll.

Chipdesigner ARM trotzt nachlassendem Smartphone-Wachstum

Der britische Chipdesigner ARM trotzt dem nachlassenden Smartphone-Wachstum weiter mit seinen teureren Hochleistungschips. Der Umsatz des Unternehmens kletterte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 276 Mio. britische Pfund (350 Mio. Euro), wie der Konzern am Mittwoch in Cambridge mitteilte.

Dazu trug auch das im Jahresvergleich etwas schwächere britische Pfund bei - den weitaus größten Teil seiner Rechnungen stellt das Unternehmen in Dollar aus. Insbesondere mit neuen Lizenzen und den höherwertigen Chips habe das Unternehmen gut abgeschnitten, hieß es. Der Erlös fiel etwas besser aus als von Analysten geschätzt.

ARM entwirft Designs für Halbleiter, deren Baupläne Kunden lizenzieren können - ARM verdient dann über Lizenz- und Nutzungsgebühren an den verkauften Chips der Hersteller mit. Im ersten Quartal seien 4,1 Milliarden Chips ausgeliefert worden, die auf ARM-Architektur basieren, das waren um 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Chips stecken unter anderem in den Smartphone-Verkaufsschlagern von Apple und Samsung.

Unter dem Strich verdiente ARM mit 91,5 Mio. Pfund um knapp 8 Prozent mehr. Die Kosten waren noch deutlicher als der Umsatz gestiegen, vor allem steckte ARM über mehr Mitarbeiter und Lohnerhöhungen zusätzliches Geld in Forschung und Entwicklung.

Beim Ausblick bleiben die Briten vorsichtig: Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibe bestehen und könne Ausgaben von Verbrauchern und Unternehmen belasten. Bei den eigenen Umsatzerwartungen sieht sich das Unternehmen weiter auf einer Linie mit den Analysten - diese kalkulieren aufs Jahr gesehen mit einem Umsatzplus auf Dollarbasis von knapp 10 Prozent auf 1,62 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro).

Paketzusteller Hermes wächst mit Online-Handel

Der wachsende Online-Handel bringt auch den Paketzusteller Hermes nach vorn. Das Tochterunternehmen des deutschen Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto Group steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr (29.2.) den Umsatz um 11 Prozent auf 2,23 Mrd. Euro, wie Hermes am Mittwoch in Hamburg mitteilte. In Europa wurden rund 580 Millionen Sendungen transportiert, ebenfalls ein Anstieg um elf Prozent.

Rund drei Viertel des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mit Kunden außerhalb der Otto Group. Der Gewinn wurde nicht veröffentlicht. Hermes beschäftigt rund 12.200 Mitarbeiter.

Das Geschäftsjahr sei deutlich über den Erwartungen ausgefallen, sagte Hanjo Schneider, Vorstand der Otto Group und Aufsichtsratschef bei Hermes Europe. Transport und Logistik würden zunehmend als werthaltige Dienstleistung wahrgenommen, nicht nur als notwendiges Übel. Dennoch wollten Händler und Verbraucher nicht mehr Geld für die Dienstleistung bezahlen. "Ein Privatpaket von Flensburg nach Garmisch für 3,89 Euro wirft nun mal keine hohen Margen ab, was sich auch auf die Löhne auswirkt", sagte Schneider.

Bis 2018 will Hermes sein Netzwerk in Deutschland erneuern. Für 300 Mio. Euro werden neun neue Logistikzentren gebaut und mehr als 20 bestehende umgebaut. Ziel sind kürzere Lieferzeiten.

Heineken profitiert von Bierdurst in Amerika und Asien

Der Bierbrauer Heineken - in Österreich Mutter der Brau-Union (Gösser, Schwechater, Zipfer, etc.) - hat zum Jahresstart dank einer guten Nachfrage aus Amerika und Asien seinen Absatz kräftig gesteigert. Das Unternehmen habe in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um sieben Prozent mehr Bier abgesetzt als ein Jahr zuvor, teilte Heineken am Mittwoch in Amsterdam mit.

Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen des Markts. Neben einer kräftigen Nachfrage in Vietnam kurbelten vor allem das chinesische Neujahresfest und das frühere Osterfest den Bierkonsum an. Aber auch in den übrigen Regionen lief es für den Bierbrauer besser. In Russland bekam Heineken allerdings erneut die Zurückhaltung der Konsumenten aufgrund des schwierigen Wirtschaftsumfelds zu spüren.

Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte Vorstandschef Jean-François van Boxmeer. Demnach sollen trotz eines Preiskampfs in der Branche Umsatz und Gewinn zulegen.

Elektrokonzern ABB warnt vor anhaltendem Gegenwind

Die Investitionsscheu vieler Kunden macht dem Elektrotechnikkonzern ABB zu schaffen. Im 1. Quartal sank der Gewinn um 11 Prozent auf 500 Mio. Dollar (441 Mio. Euro), wie die Schweizer Firma am Mittwoch mitteilte. Wie die Rivalen Siemens oder General Electric spürt auch ABB, dass Förderunternehmen aus der Öl-, Gas- und Bergbaubranche angesichts niedriger Rohstoffpreise wenig neue Technik bestellen.

ABB-Chef Ulrich Spiesshofer warnte, dass sich daran nicht so schnell viel ändern dürfte. "2016 wird durch anhaltenden Gegenwind von den Märkten geprägt sein, sowohl von wirtschaftlicher als auch von politischer Seite."

Zum Jahresstart fiel der Umsatz um acht Prozent auf 7,9 Mrd. Dollar. Analysten hatten allerdings einen noch stärkeren Rückgang befürchtet. "Die Wachstumsinitiativen helfen uns, den Gegenwind der Märkte zu mildern," erklärte Spiesshofer. ABB beliefert traditionell neben Öl- und Gasfirmen vor allem Versorger sowie Chemiefirmen und ist nun dabei, einen Fuß ins Geschäft mit neuen Kundengruppen wie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller zu bringen. Das laufende Sparprogramm half dem Zürcher Konzern zudem, dass der Gewinn im Quartal weniger stark einbrach als von den Anlegern befürchtet.

Die Überprüfung des Geschäfts mit Stromnetztechnik sei auf Kurs, weitere Angaben dazu will der Konzern auf einem Investorenanlass Anfang Oktober machen. Medienberichten zufolge drängt der Großaktionär Cevian darauf, das größte Geschäftsfeld teilweise oder vollständige abzuspalten. Der Finanzinvestor, der auch an Firmen wie ThyssenKrupp oder dem Baukonzern Bilfinger beteiligt ist, hält sich zu seinen Plänen für ABB bedeckt. Üblicherweise peilt Cevian mit den Änderungen in den Geschäftsportfolios und im Management aber eine Verdoppelung des Unternehmenswerts an. Davon sind die Schweden bei ABB noch weit entfernt.

Agrarchemiekonzern Syngenta startete mit Umsatzrückgang ins Jahr

Der starke Dollar und schwierige Marktbedingungen in Nord- und Südamerika haben dem Schweizer Pflanzenschutz- und Saatgutproduzenten Syngenta den Start ins Jahr vermiest. Der Umsatz sank im ersten Quartal um sieben Prozent auf 3,74 Mrd. Dollar (3,3 Mrd. Euro), wie der Konzern aus Basel am Mittwoch mitteilte.

Syngenta schnitt damit weitgehend wie von Analysten erwartet ab. Diese hatten im Schnitt mit 3,75 Mrd. Dollar gerechnet. Syngenta peilt dieses Jahr 300 Mio. Dollar Einsparungen an. Auch würden sich gesunkene Rohstoffkosten positiv auf die Rentabilität auswirken.

Neues zur laufenden Übernahme durch ChemChina gab es nicht. Der Chemieriese aus Peking will für Syngenta 43 Mrd. Dollar auf den Tisch legen. Vollzogen sein soll der bisher größte Zukauf eines chinesischen Unternehmens im Ausland bis Jahresende. Dem Deal müssen allerdings noch wichtige Kartellbehörden zustimmen, insbesondere der Ausschuss für ausländische Investitionen CFIUS in den USA.

Gewinnzahlen gibt das Unternehmen nur zum Halbjahr und am Jahresende bekannt.

Intel: Milliardengewinn im Quartal

Intel konnte zuletzt trotz der PC-Flaute weiter tiefschwarze Zahlen einfahren. Im ersten Quartal stieg der Gewinn im Jahresvergleich von 1,99 auf 2,05 Mrd. Dollar. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 13,7 Mrd. Dollar zu.

Die Erlöse lagen damit allerdings unter den Markterwartungen. Zudem enttäuschte Intel die Anleger mit einer Umsatzprognose von 13,5 Mrd. Dollar (plus oder minus 500 Millionen) für das zweite Quartal. Intel will rund 12.000 Mitarbeiter abbauen, nach Bekanntgabe dieses Kahlschlags fiel die Aktie nachbörslich um rund zwei Prozent.

Yahoo-Umsatz fiel um elf Prozent

Der Internet-Pionier Yahoo fällt im Wettbewerb mit den größeren Rivalen Facebook und Google zurück. Im ersten Quartal sanken die Erlöse um 11,3 Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar (964,09 Mio. Euro), wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Es war der erste Umsatzrückgang nach vier Quartalen in Serie mit Wachstum.

Allerdings hatten Analysten im Schnitt mit noch geringeren Erlösen gerechnet. Netto fiel im jüngsten Quartal ein Verlust von 99,2 Millionen Dollar an nach einem Gewinn von 21,2 Millionen vor einem Jahr. Bereinigt schrieb Yahoo aber schwarze Zahlen. Die Aktie legte nachbörslich etwa ein Prozent zu.

Yahoo versucht insbesondere, sein schwächelndes Kerngeschäft anzuschieben, zu dem Dienste wie Suchmaschinen, E-Mails und Nachrichten sowie Werbung gehören. Die Sparte steht zum Verkauf. Medienberichten zufolge lief die Frist für eine erste Angebotsrunde am Montag ab. Es soll mehrere Interessenten geben, darunter der US-Telekomkonzern Verizon. Yahoo äußerte sich bei Vorlage seiner Quartalszahlen dazu nicht. "Strategische Alternativen" blieben eine "Top-Priorität", hieß es lediglich allgemein. Analysten zufolge könnte die Sparte sechs bis acht Milliarden Dollar wert sein.

Mehr zu Yahoo unter diesem Link.

Coca-Cola hat wegen des Konzernumbaus weniger verdient

Der US-Getränkekonzern Coca-Cola hat im ersten Quartal wegen des Konzernumbaus und anderer Sonderkosten weniger verdient. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 1,48 Mrd. US-Dollar (1,3 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch in Atlanta mitteilte.

Bereinigt um Sonderfaktoren verdiente der Konzern jedoch etwas mehr als Analysten zuvor geschätzt hatten. Dabei profitierte Coca-Cola von Kostensenkungen sowie Preiserhöhungen dank der Einführung kleinerer Getränkegrößen.

Der Umsatz ging auch wegen des starken Dollar um 4 Prozent auf 10,3 Mrd. Dollar zurück. Auf vergleichbarer Basis wäre der Erlös um 2 Prozent gestiegen. Nach wie vor liefen vor allem Getränke ohne Kohlensäure gut - also etwa stilles Wasser oder Tee.

Fielmann macht weniger Gewinn - Frühes Osterfest belastet

Das früher Osterfest hat der Optikerkette Fielmann im ersten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt. Der Nettogewinn schrumpfte von Januar bis März um gut 14 Prozent auf 38,2 Millionen Euro, wie das Hamburger Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Grund seien die hohen Personalkosten bei einem Verkaufstag weniger angesichts der Osterfeiertage. Die Zahl der verkauften Brillen stagnierte wegen der frühen Ferien bei 1,87 Millionen, der Umsatz sank um 700.000 Euro auf 316,4 Millionen. Der Vorjahresgewinn war zudem von Wechselkurseffekten positiv beeinflusst.

Fielmann-Aktien sackten am Vormittag um mehr als zwei Prozent auf 66,46 Euro ab und waren damit größter Verlierer im Nebenwerteindex MDax. Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich das Unternehmen optimistisch, da die Optikerkette im laufenden zweiten Quartal drei Verkaufstage mehr habe. Fielmann bekräftigte zudem, in Italien weitere Niederlassungen eröffnen zu wollen.

Boehringer Ingelheim machte 2015 in Österreich gute Geschäfte

Der deutsche Pharmakonzern Boerhinger Ingelheim hat die Betriebsleistung im Vorjahr in Österreich sowie in mehr als 30 von Wien aus gesteuerten Ländern um 2,4 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro gesteigert. Die Gesamterlöse stiegen um 5,5 Prozent auf 760,2 Mio. Euro, gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt.

Das Pharmaunternehmen will den Standort Wien in den nächsten Jahren stark ausbauen und um über 500 Mio. Euro eine neue biopharmazeutische Anlage errichten. Dafür benötigt der Konzern mehr als 400 zusätzliche Arbeitskräfte. Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) beschäftigt derzeit rund 3.400 Mitarbeiter, 1.500 davon in Österreich.

Im Kerngeschäft der verschreibungspflichtigen Medikamente stiegen die Umsätze in der Gesamtregion um 7,6 Prozent auf 585,4 Mio. Euro. In Österreich erhöhten sich die Erlöse um 1,8 Prozent auf 79,5 Mio. Euro.

Im Bereich rezeptfreie Medikamente kam es zu einem Umsatzrückgang um 5,6 Prozent auf 127,4 Mio. Euro. Der Geschäftsverlauf sei durch Kurseffekte und der daraus resultierenden Reduktion der Kaufkraft in wichtigen Märkten wie Russland, Ukraine und Kasachstan geprägt gewesen, erläutert das Unternehmen. Anders in Österreich: Hierzulande verzeichnete Boehringer Ingelheim in diesem Geschäftssegment eine Umsatzsteigerung um 8,3 Prozent auf 14,9 Mio. Euro.

Besonders gut lief das Geschäft mit Tierarzneimitteln, wo die Erlöse um 13,2 Prozent auf 47,3 Mio. Euro stiegen. Dazu beigetragen habe insbesondere Russland, da die lokale Tierzucht aufgrund der EU-Sanktionen einen Aufschwung erlebe, heißt es.

Boehringer Ingelheim steuert sein Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, rezeptfreien Präparaten sowie Tierarzneimitteln von Österreich aus in mehr als 30 Ländern der Region Mittel- und Osteuropa, Zentralasien, der Schweiz und Israel. Von Wien aus wird zudem die gesamte klinische Forschung der Region gesteuert. Wien ist das Zentrum für Krebsforschung sowie Standort für biopharmazeutische Forschung, Entwicklung und Produktion im Konzern. Die jährlichen Forschungsaufwendungen belaufen sich auf 200 Mio. Euro.

Medienkonzern Ringier 2015 mit Gewinneinbruch, Digitalgeschäft wächst

Der Schweizer Medienkonzern Ringier hat 2015 weniger Umsatz und deutlich weniger Gewinn erzielt. Dennoch ist das Unternehmen mit seinen Ergebnissen zufrieden, denn mit dem Digitalgeschäft scheint es vorwärtszugehen.

Inzwischen fließen mehr als ein Drittel des Umsatzes aus dem digitalen Bereich, wie Ringier am Mittwoch mitteilte. 2014 lag der Anteil noch bei knapp einem Drittel und ein Jahr zuvor bei etwa einem Viertel.

Das traditionelle Geschäft mit Zeitungen und Zeitschriften hingegen musste auch im vergangenen Jahr Federn lassen, sagte Verleger Michael Ringier vor Journalisten.

Insgesamt ging der Umsatz 2015 um 4,3 Prozent auf 946 Mio. Franken (866 Mio. Euro) zurück. Grund dafür sind auch Währungsumrechnungen. Der Gewinn halbierte sich fast und ging von 21,4 Mio. auf 11,3 Mio. Franken zurück. Ringier macht dafür unter anderem Kosten für neue Produkte und neue Märkte verantwortlich.

Seit mehreren Jahren bereits will Ringier vom Kerngeschäft unabhängiger werden und erschließt darum neue Ertragsquellen wie digitale Marktplätze, eCommerce, Ticketing, Radio und Sportvermarktung.

Neben den mehr als 140 Publikationen, darunter "Blick" oder auch "Schweizer Illustrierte", gehören mittlerweile rund 160 digitale Plattformen sowie mehr als 70 mobile Applikationen zu Ringier.

Wintersteiger 2015 mit Plus bei Umsatz und Gewinn

Der oberösterreichische Maschinenbau-Konzern Wintersteiger mit Zentrale in Ried im Innkreis hat 2015 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent auf 138,9 Mio. Euro gesteigert. Der Gewinn vor Steuern (EBT) erhöhte sich um mehr als 10 Prozent auf 10,5 Mio. Euro, gab das Unternehmen in einer Presseaussendung am Mittwoch bekannt.

Das Geschäftsfeld Sports, das Gesamtlösungen für Verleih und Service von Ski und Snowboards anbietet, ist mit 40 Prozent Umsatzanteil größte Sparte der Gruppe. Es erzielte bei Umsatz und Ertrag das stärkste Jahr der Firmengeschichte, so Finanzvorstand Harold Kostka. Grund dafür seien wichtige gewonnene Großprojekte sowie ein starker US-Dollar und Schweizer Franken gewesen.

Umsatzsteigerungen wurden auch in den Bereichen Automation und Metals verbucht. Mit der Akquisition der deutschen Paul Ernst Maschinenfabrik GmbH im Jänner 2015 konnte Wintersteiger das Standbein Maschinenvertrieb in der Metals-Sparte ausbauen. Man sei zwar weiterhin offen für Zukäufe, 2016 stehe aber im Zeichen kontinuierlicher "Verbesserungen unserer Aufbau- und Ablauforganisation", so Kostka. 2015 wurden Vertrieb, Produktmanagement und Entwicklung der drei Geschäftsfelder am Rieder Standort - Sports, Seedmech und Woodtech - zusammengeführt. Dies solle heuer abgeschlossen werden.

Die Geschäftsbereiche Seedmech und Woodtech mussten 2015 Umsatzeinbußen hinnehmen, was auf die niedrigen Weltmarktpreise für Saatgut und die aktuelle Fusionswelle bei Großkunden beziehungsweise eine zurückhaltende Investitionsneigung in der holzverarbeitenden Industrie zurückgeführt wird.

Die Exportquote lag 2015 bei 83 (2014: 88) Prozent, die F&E-Ausgaben bei 11,4 (2014: 10,8) Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl sank von 942 auf 919 Beschäftigte, 525 davon arbeiten derzeit in Österreich.

Der Vorstand gibt sich optimistisch was die weitere Ergebnisentwicklung betrifft und geht für 2016 von einer ähnlichen Umsatzentwicklung wie 2015 aus. Ein besonderer Schwerpunkt wird 2016 auf der Sparte Metals liegen, betont Technikvorstand Christian Rauscher.

Die Wintersteiger Gruppe ist mit Sports, Seedmech, Woodtech, Automation und Metals in fünf sehr unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig. Gemeinsam ist allen Bereichen die zunehmende Individualisierung. So werden viele der erzeugten Maschinen und Anlagen entweder in Modulbauweise angeboten oder sind bei steigendem Kapazitätsbedarf erweiterbar. Derzeit sucht der Konzern zur Ergänzung des Vorstandsteams einen neuen Ressortvorstand für Vertrieb, Marketing und Service.

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